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Schmidt | Flucht, Männlichkeit und Altenpflegehilfe | Buch | 978-3-8474-3469-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 18, 241 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 360 g

Reihe: promotion

Schmidt

Flucht, Männlichkeit und Altenpflegehilfe

Ethnografie eines Ausbildungsprogramms für geflüchtete junge Männer
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8474-3469-6
Verlag: Verlag Barbara Budrich

Ethnografie eines Ausbildungsprogramms für geflüchtete junge Männer

Buch, Deutsch, Band 18, 241 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 360 g

Reihe: promotion

ISBN: 978-3-8474-3469-6
Verlag: Verlag Barbara Budrich


Vor dem Hintergrund der politischen Debatten über fehlende Fachkräfte in der Altenpflege sowie der sogenannten „Flüchtlingskrise“ mit ihrem Höhepunkt im Jahr 2015 wird die berufliche Integration von Geflüchteten als eine Möglichkeit zur Abschwächung dieses Fachkräftemangels diskutiert. Marina Schmidt untersucht ein in diesem Zusammenhang entstandenes Ausbildungsprogramm und begleitet geflüchtete Männer im Rahmen einer ethnografischen Studie über mehrere Monate hinweg während deren Ausbildung in der Altenpflegehilfe. Dabei untersucht sie die (Re-)Produktion, Aushandlung und Funktion sozialer Differenzen – insbesondere Ethnizität, Gender und Alter – innerhalb dieses Professionalisierungsprozesses.

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Zielgruppe


Soziologie; Soziale Arbeit


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. Einleitung
Teil I Forschungskontext
2. Forschungsgegenstand
2.1 Hintergrund: Pflegenotstand
2.2 Fachkräftemangel in der Pflege und Zuwanderung – Aktuelle Zahlen
2.3 Forschungsüberblick (Arbeits-)Migration und Pflege in Deutschland
2.4 Forschungsfrage und Fallverstehen
2.5 Vorstellung des untersuchten Ausbildungsprogramms
3. Theoretischer Rahmen
3.1 Un/doing differences Ansatz – Konstruktion von Differenzen
3.2 Ethnizität und Ethnisierung
3.3 Gender und Männlichkeit(en)
3.4 Alter(n) und Alter(n)sbilder
3.5 Professionalität und Professionalisierungsprozess
Teil II Methoden
4. Forschungsdesign
4.1 Ethnomethodologie
4.2 Ethnografie
4.3 Datenkorpus
4.4 Datenerhebungsmethode(n) – Teilnehmende Beobachtung
4.5 Datenanalysemethode(n) – Offenes Kodieren und Fallanalyse
4.6 Rolle und Position der Forscherin – Zwischen Mittäterschaft und Allyship
Teil III Empirie
5. Einstieg ins Forschungsfeld
5.1 Setting Altenpflegeschule
5.2 Setting der Altenpflegeeinrichtungen
6. Analyseergebnisse: Setting Altenpflegeschule
6.1 Zielgruppenorientierung der Lehrkräfte
6.1.1 Vermittlung kulturalisierten Wissens – der Standard und die (Un)Belehrbaren
6.1.2 Infantilisierung der (männlichen) Schüler*innen
6.1.3 Legitimation(en) von Normelastizität durch die Lehrkräfte
6.2 Aufbegehren der Schüler*innen gegen die Zuschreibungen der Lehrkräfte
6.2.1 Irritation der Lehrkräfte mittels Ironie
6.2.2 Auslachen als Form der Zurechtweisung der Lehrkräfte
6.2.3 Selfclaiming der Schüler*innen
6.3 Annäherung von Schüler*innen und Lehrer*innen
6.3.1 Aufhebung der Normelastizität seitens der Lehrkräfte
6.3.2 Demonstration von professionsbezogenem Praxiswissen der Schüler*innen
6.3.3 Gemeinsame Re(-Produktion) eines abwertenden Alter(n)sbilder – doing age(ism)
Exkurs: Ageism
6.3.4 Formaler Abschluss: Abschlussprüfungen
6.4 Zwischenfazit: Identifikation übergeordneter Muster der Bearbeitung von Differenzen
7. Analyseergebnisse: Setting Altenpflegeeinrichtung(en)
7.1 Zurückweisungs- und Ablehnungserfahrungen der Auszubildenden
7.1.1 Beschimpfung und Beschämung durch die Pflegeempfangenden
7.1.2 Physische Zurückweisung von den Pflegeempfangenden
7.1.3 Beschimpfung und Beschämung durch die Kolleg*innen
7.1.4 Verdeckte Zurückweisung von den Pflegeempfangenden
7.1.5 Kontrastfall: Gleichgeschlechtliche pflegerische Situation
7.2 Umgang mit Überforderung und Entwicklung von Handlungsstrategien
7.2.1 Nachträgliche Kaschierung und Geheimhaltung
7.2.2 Entwicklung situativer Handlungsstrategien – situative „Tricks“
7.2.3 Handlungsstrategien zur Prävention von Überforderungen – präventive „Tricks“
7.3 Entwicklung von Formen migrantisch-männlicher Unterstützung
7.3.1 Emotionale Unterstützung – retrospektive Solidarität
7.3.2 Situative pflegepraktische Unterstützung – situative Solidarität
7.3.3 Präventive pflegepraktische Unterstützung – präventive Solidarität
7.4 Zwischenfazit: Identifikation eines Handlungsrepertoires zur Bearbeitung von Zurückweisung und Ablehnung
Teil IV Schlussbetrachtungen
8. Fazit und Diskussion
9. Reflexion und Ausblick
10. Praxisimplikationen
Literaturverzeichnis


Dr. Marina Schmidt ist Fachreferentin für Seniorenarbeit und Pflege beim Internationalen Bund e.V., Frankfurt am Main.



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