Buch, Deutsch, 388 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm, Gewicht: 654 g
Leben, Lesen und Schreibern der Leonie C., erzählt von ihrem Enkel - Band I: Verstrickung
Buch, Deutsch, 388 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm, Gewicht: 654 g
ISBN: 978-3-384-72358-1
Verlag: tredition
"Ich bin des Tages Kind, vom Augenblick geküsst" ist die Biografie meiner Großmutter Leonie Carstensen (1916-2015)
Aus dem Klappentext:
Sie wächst auf in ländlicher Idylle am Bodensee, wird in den 1930er Jahren mitgerissen von der nationalsozialistischen «Bewegung», übersiedelt zeitweilig der Liebe wegen nach Flensburg, kehrt nach dem Krieg zurück in ihre Heimatstadt Radolfzell und engagiert sich im Rentenalter als Sozialdemokratin im dortigen Gemeinderat. Sie bringt in zwei glücklosen Ehen fünf Kinder zur Welt, lässt sich zweimal scheiden und bleibt danach für den langen Rest ihres Lebens – wie man heute sagen würde – «bekennende Single»: bindungslos und selbstbestimmt, unermüdlich teilnehmend am sozialen und kulturellen Leben ihrer Stadt, zuhause umgeben von den stumm-beredten Zeugen einer lebenslangen Leidenschaft: ihren Büchern. Als Leonie C. 2015 im Alter von 99 Jahren stirbt, hinterlässt sie dem Enkel ihren gesamten schriftlichen Nachlass. Zehn Jahre später legt er in drei Bänden ihre Biografie vor.
Das Erste Kapitel erzählt von Leonies Kindheit und Jugend auf der Höri und im Radolfzell der Weimarer Republik. Kapitel II spürt den intellektuellen Verirrungen ihrer Adoleszent nach, die unterm Einfluss Nietzsches und einschlägiger «Blut-und-Boden-Literatur» nach kurzer erster Ehe in der schicksalhaft-toxischen Bindung an den SS-Mann Kurt Carstensen gipfeln. Kapitel III schließlich berichtet von den letzten Flensburger Jahren, dem Zusammenbruch von Ehe und Reich, der äußerlich wie innerlich turbulenten Nachkriegszeit bis zur Rückkehr nach Radolfzell zu Beginn der Adenauer-Ära.
Zielgruppe
Das Buch richtet sich an Leser:innen, die sich grundsätzlich gerne in auch etwas umfangreichere Biografien vertiefen, sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren, mit dem Konzept "Mikrogeschichte" etwas anfangen können, in Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nach wie vor wie für relevantes Thema bzw. eine wichtige Aufgabe sehen und darüberhinaus dem literaturwissenschaftlich noch wenig erforschten Feld der "Laien-Poesie" einen Reiz abgewinnen können.




