Buch, Deutsch, 314 Seiten, Kt, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 494 g
Herausforderungen für Kulturinstitutionen und Kulturpolitik
Buch, Deutsch, 314 Seiten, Kt, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 494 g
Reihe: Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement
ISBN: 978-3-8376-6431-7
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der Umgang mit der zunehmenden Vielfalt in der Gesellschaft und dem Thema Migration beschäftigt auch den Kulturbereich in hohem Maße. Und dennoch tun sich Kulturinstitutionen immer noch schwer damit, sich selbst diverser aufzustellen, demographische Veränderungen nicht als Krisenmoment, sondern als Chance zu sehen und vor diesem Hintergrund auch Fragen nach dem ›Kanon‹ neu zu stellen. Das Buch kann Anregungen dafür liefern, wie aus dem Stillstand ins Handeln gekommen werden kann.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Was in der Debatte vielfach fehlt, sind Daten und empirisch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse. Neu ist zudem der ungewöhnliche Blick der Migrationsforschung auf den Kulturbetrieb: Was lernen wir aus der Erforschung von Migration für die Kultur und was aus der Betrachtung des Kulturbetriebs über die Migrationsgesellschaft? Das Buch tritt zudem in einen Dialog mit der kulturellen und kulturpolitischen Praxis, die ebenfalls einige neue Perspektiven beiträgt.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Auf der einen Seite gehört die Kultur zu den gesellschaftlichen Bereichen, die bis heute – von wenigen Arbeiten zu einigen popkulturellen Aspekten abgesehen – von der Migrationsforschung kaum in den Blick genommen wurden. Dabei hat sie eine zentrale Stellung inne in der Sinnproduktion und ›Erklärung‹ gesellschaftlicher Veränderungen. Auf der anderen Seite rückt immer mehr die Gesellschaft als Ganze in den Fokus der Forschung und hier spielt der Kulturbereich eine wichtige Rolle.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit der Kulturpolitik von der lokalen bis zur nationalen Ebene, mit Vertreter*innen der großen Kulturinstitutionen und denjenigen, die schon lange Veränderungen im Kulturbetrieb fordern. Aber auch einen fachlichen Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen der Kulturwissenschaft – etwa der Literatur- und Theaterwissenschaft – und Kultursoziologie mit der Migrationsforschung als gemeinsame Gesellschaftsforschung stelle ich mir sehr gewinnbringend vor.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Im Dialog zwischen Forschung und Praxis wird untersucht, was Kulturproduktion in einer von Migration geprägten Gesellschaft bedeuten kann und muss.




