Buch, Deutsch, Band 240, 543 Seiten, Format (B × H): 235 mm x 166 mm, Gewicht: 968 g
Zwischen Alltag, Maßregelung und "Ausmerze"
Buch, Deutsch, Band 240, 543 Seiten, Format (B × H): 235 mm x 166 mm, Gewicht: 968 g
ISBN: 978-3-7995-9612-1
Verlag: Thorbecke Jan Verlag
Die Studie untersucht, in welcher Weise Prostituierte und Zuhälter in der nationalsozialistischen Zeit kontrolliert, reglementiert, verfolgt und „ausgemerzt“ wurden. Auf der Basis intensiver Quellenstudien wurden 900 Lebensläufe ausgewertet und das staatliche sowie kommunale Handeln in den Städten Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart analysiert und verglichen. Teilweise waren Gesetze der Weimarer Republik bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs in Kraft. Gleichzeitig schuf der „Führerstaat“ zahlreiche neue und immer radikalere Mechanismen zur Ausschaltung dieser als „Volksschädlinge“, „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ abgestempelten Menschen.
Zentrales Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass es zwischen 1933 und 1945 nicht darum ging, das System der Prostitution zu demontieren oder abzuschaffen, sondern das Sexgewerbe im öffentlichen Raum unsichtbar zu machen. Im Südwesten lässt sich kein systematisches und generell geplantes Vorgehen zur Vernichtung der Prostituierten und Zuhälter erkennen.




