Schramm | Kinderarbeit in Sachsen | Buch | 978-3-8376-7917-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 3, 258 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 147 mm x 224 mm, Gewicht: 412 g

Reihe: Kindheits- und Jugendgeschichte

Schramm

Kinderarbeit in Sachsen

Von der Frühindustrialisierung bis zum Zweiten Weltkrieg
Auflage - Neueauflage
ISBN: 978-3-8376-7917-5
Verlag: Transcript Verlag

Von der Frühindustrialisierung bis zum Zweiten Weltkrieg

Buch, Deutsch, Band 3, 258 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 147 mm x 224 mm, Gewicht: 412 g

Reihe: Kindheits- und Jugendgeschichte

ISBN: 978-3-8376-7917-5
Verlag: Transcript Verlag


1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das ursprüngliche Interesse richtete sich auf die Frage, warum gerade in Sachsen Kinderarbeit im 19. Jahrhundert so weit verbreitet war. Diese Frage wird in dem Buch auch beantwortet, aber es zeigte sich im Lauf der Untersuchung, dass es mit den vorhandenen Quellen möglich ist, neue Perspektiven in die Geschichtsschreibung über Kinderarbeit einzubringen. Insofern geht das Buch über eine klassische Regionalstudie hinaus.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die bisherige Geschichtsschreibung über Kinderarbeit besaß, von wenigen Ausnahmen abgesehen, vor allem eine staatlich-administrative Perspektive. Es ging weniger um die Kinder selbst als um die Entwicklung der Schutzgesetzgebung. Das Buch versucht, die Kinder selbst stärker in den Mittelpunkt zu stellen und fragt daher nach deren Sozialprofil, nach den Motiven der Eltern, ihre Kinder arbeiten zu lassen, nach der Höhe und Verwendung der Löhne, oder nach Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wohl eine viel zu geringe. Wobei die Bedeutung der Kinderarbeit für die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert durchaus anerkannt ist. Weitaus weniger gilt dies jedoch für die spätere Zeit wie Kaiserreich und Weimarer Republik. Noch im Kaiserreich (und in abnehmendem Maße in der Weimarer Republik) war Kinderarbeit weit verbreitet, was aber in der oft institutionenfixierten Geschichtsschreibung über den deutschen Sozialstaat häufig übersehen wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich denke, ein Buch nimmt ein gewisses Eigenleben an, wenn es veröffentlicht ist. Ich will es gar nicht diskutieren, denn es hat sich von mir emanzipiert und ist selbständig geworden. Es ist nun Sache der Leser*innen, in einen Dialog mit dem Buch zu treten. Dabei mag jede*r die Aspekte herausgreifen, die ihn oder sie interessieren, etwa Gesetzgebung, Löhne, Geschlechterverhältnisse, Diskurse, technischer Wandel etc.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Schramm, Manuel
Manuel Schramm, geb. 1970, ist Privatdozent am Institut für Europäische Studien und Geschichtswissenschaften der Technischen Universität Chemnitz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.



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