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Schröder | "Weil zwischen den Bildern passiert ja auch was." | Buch | 978-3-86821-845-9 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 24, 322 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 514 g

Reihe: KOLA Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften

Schröder

"Weil zwischen den Bildern passiert ja auch was."

'Page breaks' im Bilderbuch und ihre Rezeption. Eine qualitativ-empirische Untersuchung zu Inferenzbildungsprozessen bei Grundschulkindern
Erscheinungsjahr 2020
ISBN: 978-3-86821-845-9
Verlag: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier

'Page breaks' im Bilderbuch und ihre Rezeption. Eine qualitativ-empirische Untersuchung zu Inferenzbildungsprozessen bei Grundschulkindern

Buch, Deutsch, Band 24, 322 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 514 g

Reihe: KOLA Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften

ISBN: 978-3-86821-845-9
Verlag: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier


Bei der Betrachtung und beim Lesen von Bilderbüchern wohnt dem Umblättern eine besondere Bedeutung inne. Zwischen einer Doppelseite und der nächsten gibt es eine Pause, eine Lücke in der Narration, die von Rezipientinnen und Rezipienten gefüllt werden muss. Die Leerstellen zwischen Bilderbuchdoppelseiten – die sogenannten ‚page breaks‘ – beeinflussen den Rezeptionsprozess maßgeblich.

Dieses Buch stellt vor, wie Kleingruppen aus Viertklässlerinnen und Viertklässlern diese Leerstellen bei der Lektüre literar-ästhetisch anspruchsvoller Bilderbücher durch komplexe Schlussfolgerungen selbstständig füllen. Dabei wird deutlich, dass ‚page breaks‘ als Elemente der Bild-Text-Narration eine entscheidende Rolle für die Sinnkonstruktion spielen. Es werden Kategoriensysteme vorgestellt, die Schülerinnen- und Schüleräußerungen zu Leerstellen im Bilderbuch fassen und kohärenzstiftende sowie elaborative Inferenzbildungsprozesse nachzeichnen. Das birgt neben Erkenntnissen für die Bilderbuchrezeptionsforschung und für die Bilderbuchtheorie auch Impulse für die Bilderbuchdidaktik. Denn mit der Analyse der Bilderbuchgespräche dieser qualitativ-empirischen Studie wird aufgezeigt, dass die Grundschulkinder Bedeutung im sozialen Austausch miteinander ko-konstruieren. Die Frage nach den ‚page breaks‘ ist dabei als gewinnbringender Impuls für das Vorlesegespräch zu werten, der komplexe Sinnbildungsprozesse nicht nur sichtbar machen kann, sondern auch auslöst.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Inhalt

1 Einleitung – „Weil zwischen den Bildern passiert ja auch was“ ....................... 1
1.1 Zur Einordnung und Relevanz der Forschungsarbeit ........................................ 1
1.2 Zum Aufbau der Forschungsarbeit .................................................................... 9

2 Inferenzen als „Motor der Sinnkonstruktion“ ................................................. 12
2.1 Mehrebenenmodell von Lesekompetenz ......................................................... 12
2.2 Inferenzen ....................................................................................................... 17
2.2.1 Begriffsbestimmung und Theoriepositionen ................................................... 17
2.2.2 Klassifizierung ................................................................................................ 20
2.2.2.1 Inferenzgruppen .................................................................................. 21
2.2.2.2 Inferenztypen ...................................................................................... 26
2.2.3 Zur Rolle des Vorwissens beim Verstehen literarischer Texte ........................ 31
2.2.4 Empirische Befunde ........................................................................................ 34

3 Das zeitgenössische Bilderbuch als Forschungsgegenstand ............................ 40
3.1 Definitorische Annäherung an das Bilderbuch ................................................ 40
3.1.1 Adressatinnen und Adressaten ........................................................................ 41
3.1.2 Text-Bild-Verhältnis ....................................................................................... 44
3.1.3 Umfang ........................................................................................................... 49
3.2 Das Bilderbuch ab den 1990er Jahren ............................................................. 51
3.2.1 Das ‚neue‘ Bilderbuch .................................................................................... 51
3.2.2 Das postmoderne Bilderbuch .......................................................................... 53
3.2.2.1 ‚Intertextuality‘ – Intertextualität ........................................................ 57
3.2.2.2 ‚Co-Authoring‘ – Mit-Autorinnenschaft und Mit-Autorenschaft ........ 58
3.2.2.3 ‚Nonlinearity‘ – Nonlinearität ............................................................. 60
3.2.2.4 ‚Self-Referentiality‘ – Metafiktion ...................................................... 61
3.2.2.5 ‚Multiple Perspectives‘ – Mehrperspektivität ..................................... 62
3.2.2.6 ‚Irony and Contradiction‘ – Ironie und Widerspruch .......................... 65
3.2.2.7 ‚Nontraditional Structure or Format‘ – Innovative Aufmachung ........ 66
3.2.2.8 ‚Multiplicity of Meanings‘ – Mehrdeutigkeit ...................................... 67
3.2.2.9 ‚Playfulness‘ – Spielerischer Charakter .............................................. 69
3.3 Zeitgenössische Bilderbücher im Feld der Bilderbuchrezeptionsforschung .... 71

4 ‚Page breaks‘ als Leerstellen im Bilderbuch ................................................... 76
4.1 Leerstellen als Interaktionsort zwischen Text und Rezipierenden .................. 76
4.1.1 Roman Ingardens Unbestimmtheitsstellen ...................................................... 77
4.1.2 Wolfgang Isers Leerstellen ............................................................................. 81
4.1.3 Typologie der Leerstelle ................................................................................. 86
4.2 ‚Page breaks‘ als Gegenstand der Bilderbuchforschung ................................. 90
4.2.1 Gestaltungsmöglichkeiten ............................................................................... 94
4.2.2 Rezeptionsanforderungen .............................................................................. 102
4.3 ‚Page breaks‘ als Auslöser von Inferenzbildungsprozessen .......................... 107
4.3.1 Stand der empirischen Forschung ................................................................. 107
4.3.2 Pilotstudie ..................................................................................................... 111

5 Forschungsdesign .......................................................................................... 113
5.1 Ziel und Fragestellungen ............................................................................... 113
5.2 Gütekriterien qualitativer Forschung ............................................................ 113
5.3 Die Gruppendiskussion als Erhebungsmethode ............................................ 115
5.3.1 Wahl der Methode......................................................................................... 115
5.3.2 Einflussgrößen und Ablauf der Methode ...................................................... 116
5.3.3 Grenzen und Probleme der Methode ............................................................. 120
5.3.4 Planung der Erhebung durch Pilot- und Vorstudie ........................................ 124
5.3.5 Durchführung der Erhebung ......................................................................... 127
5.4 Die Qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode .............................. 131
5.4.1 Auswahl der zeitgenössischen Bilderbücher ................................................. 132
5.4.2 Auswertung von Pilot- und Vorstudie ........................................................... 133
5.4.3 Wahl der Methode......................................................................................... 135
5.4.4 Orientierungsmerkmale der Methode ............................................................ 136
5.4.5 Grenzen und Probleme der Methode ............................................................. 138
5.4.6 Datenauswertung der Erhebung .................................................................... 140
5.4.6.1 Induktive Kategorienbildung ............................................................. 142
5.4.6.2 Deduktive Kategorienbildung ........................................................... 146

6 Die zeitgenössischen Bilderbücher LAURA und ACHTUNG, WOLF!
als Forschungsgegenstände ........................................................................... 148
6.1 LAURA von Binette Schroeder ........................................................................ 148
6.1.1 Bilderbuchanalyse ......................................................................................... 149
6.1.1.1 ‚Kindliche‘ Lesart ............................................................................. 149
6.1.1.2 Kunstreflektierende Deutung ............................................................ 155
6.1.2 Ausgewählte ‚page breaks‘ ........................................................................... 157
6.2 ACHTUNG, WOLF! von Emily Gravett ................................................................ 164
6.2.1 Bilderbuchanalyse ......................................................................................... 164
6.2.2 Ausgewählte ‚page breaks‘ ........................................................................... 174

7 Ergebnisse: Kategoriensysteme .................................................................... 178
7.1 Thematisches Kategoriensystem ................................................................... 178
7.1.1 Figur .............................................................................................................. 180
7.1.2 Raum ............................................................................................................. 183
7.1.3 Zeit ................................................................................................................ 186
7.1.4 Autorin .......................................................................................................... 187
7.2 Analytisches Kategoriensystem .................................................................... 188

8 Ergebnisse: Elaborative Inferenzbildungsprozesse ....................................... 190
8.1 LAURA – ‚page break‘ I .................................................................................. 190
8.2 LAURA – ‚page break‘ II ................................................................................. 194
8.3 LAURA – ‚page break‘ III ................................................................................ 202
8.4 ACHTUNG, WOLF! – ‚page break‘ I .................................................................... 207
8.5 ACHTUNG, WOLF! – ‚page break‘ II ................................................................... 214
8.6 ACHTUNG, WOLF! – ‚page break‘ III.................................................................. 219

9 Ergebnisse aus didaktischer Perspektive ....................................................... 226
9.1 ‚Page breaks‘ als Impuls für das Vorlesegespräch ........................................ 226
9.2 Auswahl der Bilderbücher ............................................................................ 233
9.3 Bilderbuchgespräche in der Kleingruppe ...................................................... 238

10 Fazit – „Ich glaub, ich weiß, was da jetzt los ist“ .......................................... 245

11 Literaturverzeichnis ...................................................................................... 253
11.1 Primärliteratur ............................................................................................... 253
11.2 Sekundärliteratur ........................................................................................... 255

12 Anhang .......................................................................................................... 280
12.1 Transkriptauszüge zu ‚page break‘-Impulsen ............................................... 280
12.2 Codebuch ...................................................................................................... 309



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