Schubert | Und alles fließt bis ins Vergessen | Buch | 978-3-89923-222-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 244 Seiten, GB, Format (B × H): 169 mm x 246 mm, Gewicht: 704 g

Schubert

Und alles fließt bis ins Vergessen

Erlebnisse im Dritten Reich, in der DDR und in der vereinigten Bundesrepublik
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-89923-222-6
Verlag: Stekovics, Janos

Erlebnisse im Dritten Reich, in der DDR und in der vereinigten Bundesrepublik

Buch, Deutsch, 244 Seiten, GB, Format (B × H): 169 mm x 246 mm, Gewicht: 704 g

ISBN: 978-3-89923-222-6
Verlag: Stekovics, Janos


Diese Lebenserinnerungen erhellen mit dem subjektiven Blick des Zeitzeugen die Verhältnisse dreier deutscher Gesellschaftssysteme. Natürlich ist darum ein Buch entstanden, das hin und wieder streitbar ist. Doch stets ist es voller Zuneigung für die Individualität der jeweiligen Zeitgenossen geschrieben. Fern von Klischees geht es von einer anrührenden Hommage an die Integrität der Eltern des Verfassers aus. Der Vater schickte einen ebenso mutigen wie wissenschaftlich präzisen Brief gegen den Abriss des Berliner Stadtschlosses an Walter Ulbricht: ein eindrucksvolles Dokument, das vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen umso brisanter erscheint.

Prof. Ernst Schuberts (Jahrgang 1927) kunstgeschichtliche Publikationen erreichten in Ost und West in seinem Fachgebiet gewiss sehr seltene Auflagenhöhen. Sein wissenschaftlicher und denkmalpflegerischer Einsatz für die Dome der DDR und vor allem für eines der bedeutendsten deutschen Baudenkmale, den Naumburger Dom, ist ebenso beeindruckend wie seine Arbeit an dem Grenzen überbrückenden Großprojekt „Die deutschen Inschriften“.

Ein unabhängiger Geist erinnert sich: anekdotenreich, pointiert und äußerst lesenswert. Ein Leben im Rückspiegel: amüsant, kurzweilig und lebensnah. Ein prominenter Privatgelehrter, ein Überlebens- und Lebenskünstler, ein überzeugter Optimist positioniert sich im Strom der Gegebenheiten von sieben Jahrzehnten deutscher Geschichte. Drittes Reich, DDR und die vereinigte Bundesrepublik Deutschland gaben mit wechselnden Rahmenbedingungen die äußeren Umstände, in denen ein Lebenswerk wuchs, das weit über die deutschen Grenzen hinaus Anerkennung erfuhr.

Dabei weiß der Historiker Ernst Schubert nur zu gut um die Problematik des Erinnerns: „Leitfaden für den Bericht war von Anfang an die Absicht, nicht in erster Linie die Lebensgeschichte der eigenen Person zu beschreiben – wer kann das schon wahrheitsgemäß und zutreffend –, sondern der Versuch, … die Einwirkungen der politischen Gegebenheiten, des politischen Umfelds dreier Regierungen auf ein- und dasselbe heranwachsende und dann erwachsene Individuum zur Sprache zu bringen, soweit das im Nachhinein überhaupt möglich ist.“

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Zielgruppe


Historiker, Kunsthistoriker, Zeithistoriker, Politologen, Kulturwissenschaftler, Denkmalpfleger, Biografieforscher

Weitere Infos & Material


Vorwort
1 Kindheit und Grundschule
2 Domgymnasium Naumburg

3 Schulpforta

4 Heimatflak

5 Kinderlandverschickung

6 Einberufung und Krieg

7 Kriegsende in Naumburg

8 Umzug nach Halle

9 Abitur in Halle

10 Studium in Halle

11 Die Promotion

12 Erlebnisse während des Studiums

13 Einschub: Das Berliner Schloss

14 Nachträge zum Studium

15 Der Spirituskreis und ein weiterer Angriff auf meinen Vater

16 Archivar auf Abruf

17 Freier Forscher

18 Arbeitsstelle für Kunstgeschichte

19 Naumburg 1961–1965

20 Ein Stahlrohrgerüst muss her

21 Die Klosterkirche in Schulpforta

22 Klassenvortrag und Habilitation

23 Die Akademiereform

24 An der Akademie verblieben

25 Dienstreisen

26 Akademieprofessur

27 Union Verlag

28 Familie

29 Wurzbach

30 Das Domkapitel

31 Besuche in Zeitz

32 Das Domkapitel hatte nur drei Mitarbeiter

33 Kurzer Zustandsbericht über Kirchen und bewohnte Grundstücke

34 Die neue Orgel – Walter Supper

35 Friedenstoast und Elefantenklo

36 Ausgewählte Begegnungen im und am Naumburger Dom vor 1989

37 Die Briefmarkenserie

38 Wohngebäude des Domkapitels in Naumburg, Merseburg und Zeitz

39 Eintrittsgelder

40 Kirche oder Museum

41 Werbungen für die „Firma“

42 Die „Firma“ im Hause

43 Der Kauf des Hauses in Reinharz

44 Die Genehmigung für den Bau einer Garage

45 Wasser und elektrischer Strom

46 Der Bau einer Garage

47 Der Anschluss elektrischen Stroms

48 Der Brunnen

49 Sächsische Akademie der Wissenschaften

50 Akademietätigkeit nach der „Wende“

51 Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte

52 Einige Besucher des Naumburger Doms nach der „Wende“

53 Ein Nachwort mit sicherlich zu subjektiven Reflektionen und Gedanken


Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst Schubert

geboren am 17. Juni 1927 in Halle (Saale), verstorben am 4. August 2012

- Studium der Geschichte und alte Sprachen, Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie
- ab 1954 an der Arbeitsstelle für Kunstgeschichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
- 1971 Zentralinstitut für Alte Geschichte und Archäologie bei der Akademie der Wissenschaften der DDR
- er war maßgeblich beteiligt an vielen bedeutenden archäologischen Grabungen, etwa in den Domen zu Halberstadt, Magdeburg und Naumburg
- 1977–1984 Domherr im Domkapitel der Vereinigten Domstifter zu Merseburg, Naumburg und des Kollegialstifts Zeitz
- 1984–2003 Dechant im Domkapitel der Vereinigten Domstifter zu Merseburg, Naumburg und des Kollegialstifts Zeitz
- ordentliches Mitglied in zahlreichen renommierten wissenschaftlichen Vereinigungen
- lebt in Halle (Saale) und Bad Schmiedeberg

Wichtige Publikationen

Der Naumburger Dom. Verlag Janos Stekovics, Dößel, 2008, 2. Auflage;
Der Dom zu Naumburg. Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2010, 15., aktualisierte Auflage;
Und alles fließt bis ins Vergessen. Erlebnisse im Dritten Reich, in der DDR und in der vereinigten Bundesrepublik. Verlag Janos Stekovics, Dößel, 2009;
Der Dom Merseburg. Schnell + Steiner, Regensburg, 2009, 5., neu bearb. Aufl.;

Der Naumburger Dom. Verlag Janos Stekovics, Dößel, 2008, 2. Auflage;
The cathedral Merseburg. Regensburg: Schnell + Steiner, 2009, 1. Engl. ed.;
Zwölf Bildgrabmäler des hohen Mittelalters und die Forschungen zur Memoria
Schubert, Ernst. - Stuttgart: Hirzel, 2008;
Schubert, Ernst: Die ältesten Personen-Denkmäler des Mittelalters in Sachsen
(= Sitzungsbericht, Phil.-hist. Kl., Band 136, Heft 4). S. Hirzel, Stuttgart/Leipzig 2000;
Magdeburger Dom. E. A. Seemann Verlag, Leipzig 1994;
Der Dom zu Erfurt. Buchverlag Union, München/Berlin 1992;
Naumburg, Dom und Altstadt, Verlag Weidlich, Frankfurt a. M., 1983;
Der Magdeburger Reiter / Magdeburger Museen. Ernst Schubert. (Hrsg.)
Schubert, Ernst; Puhle, Matthias, Magdeburg: Magdeburger Museen, 1994;
Stätten sächsischer Kaiser: Quedlinburg, Memleben, Magdeburg, Hildesheim, Merseburg, Goslar, Königslutter, Meissen/Ernst Schubert. Aufnahmen von Klaus G. Beyer
Schubert, Ernst; Beyer, Klaus G., Leipzig; Jena; Berlin: Urania-Verlag, 1990



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