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Schwedler / Müller | Stadterweiterungen und urbane Dynamik im Mittelalter | Buch | 978-94-6427-184-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 13, 300 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 280 mm

Reihe: ROOTS Studies

Schwedler / Müller

Stadterweiterungen und urbane Dynamik im Mittelalter


Erscheinungsjahr 2027
ISBN: 978-94-6427-184-3
Verlag: Sidestone Press

Buch, Deutsch, Band 13, 300 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 280 mm

Reihe: ROOTS Studies

ISBN: 978-94-6427-184-3
Verlag: Sidestone Press


Die Vielzahl und Dimensionierungen der Stadterweiterungen im späteren Mittelalter lassen Aufbruchstimmung und Zukunftsoptimismus erkennen. Trotz geringer Ressourcen wurden Vergrößerungen und Erweiterungen großflächig und auf erheblichen Zuwachs angelegt. Erweiterungsprozesse zogen sich in der Regel über Jahrzehnte hin, wobei die auftretenden Strukturveränderungen nur interdisziplinär zu erfassen sind. Der materielle „Fußabdruck“ dieser komplexen Vorgänge sind neue Mauern, Straßen und Gebäude, mitunter sogar Gebäudetypen. Politisch und rechtlich erforderten Stadterweiterungen vor allem die Integration des „Neuen“ und die jeweilige Aushandlung von privilegierten und hinzukommenden Rechtspositionen. Konkurrierende korporative Rechte waren in Einklang zu bringen; Altstädte, Altstadterweiterungen, „Neustädte“ oder auch Vorstädte mussten politisch, sozial und ökonomisch funktional interagieren können. So finden Erweiterungen ihren Ausdruck von unterschiedsloser Integration des neuen Stadtteils bis hin zu komplexen Verfassungskonstrukten wie den rechtlich und bisweilen auch räumlich getrennten Doppel- oder Mehrfachstädten. Die vielfältigen Formen und Abstufungen, auf die man sich vorübergehend oder auf lange Dauer angelegt einigen konnte, deuten darauf hin, dass urbane Wachstumsprozesse nicht auf Vergrößerung oder Verbesserung reduziert werden können, sondern auch stets von Konflikten und Konsenssuchen begleitet waren.

Im Band werden Perspektiven entwickelt, um Stadterweiterungen im Hinblick auf Topographie, Architektur, Verfassung, Wirtschaft und Alltagskultur zu analysieren und interdisziplinär zusammenzuführen, aber auch um einzelne Fälle und „Cluster-Einzelfälle“ in größere Konjunkturen und Aufschwungsphasen einzuordnen.

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Weitere Infos & Material


Stadterweiterungen im Mittelalter. Phänomene, Dynamiken, Deutungen
Ulrich Müller und Gerald Schwedler

Urbane Dynamik im Mittelalter. Archäologische und historisch-topographische Beobachtungen zu Stadterweiterung und zum Verhältnis von Innen und Außen
Matthias Untermann

Von der „Vor“-Stadt zur Vorstadt. Die mittelalterliche städtebauliche Entwicklung Freiburgs i. Br. im Vergleich
Armand Baeriswyl

Gewachsen am Widerstand: Stadterweiterung und Konflikte im Florenz des 13. Jahrhunderts
Mathias Franc Kluge

Östliches Mitteleuropa – Stadtgründungen und „planmäßiger“ Ausbau. Raumentwicklung von Prag, Breslau und Krakau bis zum Ende des Mittelalters
Jerzy Piekalski

Vorstadtklöster als Urbanisierungskerne. Beobachtungen zum Wachstum von Paris (12.–14. Jahrhundert)
Jörg Oberste

Stadterweiterungen in Ungarn im 14. Jahrhundert. Königliche Städte und Bischofsstädte im Vergleich
Katalin Szende

Von Einheit und Vielfalt. Die Stadterweiterungen Braunschweigs vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Weichbilden und Gesamtstadt
Henning Steinführer

Stadtwüstungen und städtische Wüstungsprozesse in Westfalen-Lippe – Einordnung und Potentiale einer besonderen Denkmalgattung
Kim Wegener und Andreas Wunschel

Zwischen früher Erweiterung und großzügiger Planung. Stadterweiterungen und ihr Ausbleiben in den Städten der mittelalterlichen Ober- und Niederlausitz
Max Grund

Stadterweiterungen und urbane Dynamik im Mittelalter. Planmäßige Nachverdichtung der mittelalterlichen Stadtverwaltung Brandenburg, Stadt Brandenburg an der Havel
Joachim Müller

Erweiterungen von Residenzstädten im späten Mittelalter
Sven Rabeler

Empty peripheries: Between image and reality of urban spaces in extended parts of medieval towns
Pawel Cembrzynski and Maciej T. Radomski

Suburbs and town expansion in the Middle Ages: Bohemian and Moravian towns and the case of Stríbro
Martin Nodl

Hafenviertel und Gartenstadt: Antwerpen um 1550
Caecilie Weissert

Stadterweiterungen – Zusammenfassende Überlegungen
Sebastian Brather


Prof. Dr. Gerald Schwedler:

Gerald Schwedler studied history, historical auxiliary sciences, English and philosophy at the universities of Salzburg, Oxford, Rome and Heidelberg. In 2006, he received his doctorate from the University of Heidelberg with the dissertation “Herrschertreffen des Spätmittelalters”. He completed his habilitation at the University of Zurich in 2016 with a habilitation thesis titled: “Vergessen, Verändern, Verschweigen und damnatio memoriae im frühen Mittelalter”. He has been teaching at the Universities of Zurich, Constance and Heidelberg. Since 2018, he has been awarded full Professor of Late Medieval History and Economic and Social History at Kiel University.
Prof. Dr. Ulrich Müller:

Ulrich Müller studied Pre- and Protohistoric Archaeology, History, and Geography at the universities of Kiel, Mainz, and Konstanz. He received his doctorate from Kiel University in 1992 with a dissertation on wooden artefacts from Konstanz and Freiburg. In 2000, he completed his habilitation at the University of Greifswald with a study on the semiotics of medieval hand-washing equipment. He subsequently worked as an archaeologist in Lübeck and held teaching positions at the universities of Greifswald, Freiburg, and Bergen. Since 2004, he has been Full Professor of Historical Archaeology at Kiel University.



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