Pauls Sprache ist Noise: monströs dahertosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber mehr und mehr zurückzieht – und bis Paul nach einem Konzert Annika kennenlernt. Sie teilt seine Faszination für Noisebands wie Hanatarash oder Atrax Morgue, und Paul verliebt sich übergangslos in sie. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Und wieso ist Mark endgültig abgetaucht
Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen Leidende – in Mein Leben als Noiseband versammelt Clemens J. Setz Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft. Mit so präzisen wie poetischen Alltagsbeobachtungen führen sie uns durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, dass Groteske und das Obsessive umeinander kreisen. Gewalt und Einsamkeit stehen neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit.
Setz, Clemens J.
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er Mathematik und Germanistik studierte. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter als Übersetzer und freier Schriftsteller in Wien. 2011 wurde er für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Roman Indigo stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 und wurde mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013 prämiert. 2014 erschien sein erster Gedichtband Die Vogelstraußtrompete. Für seinen Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre erhielt Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015. Mit drei seiner Stücke war Setz bei den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Zuletzt 2023 mit Der Triumph der Waldrebe in Europa. Zuletzt wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis 2021 und dem Österreichischen Buchpreis 2023 geehrt.
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er Mathematik und Germanistik studierte. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter als Übersetzer und freier Schriftsteller in Wien. 2011 wurde er für seinen Erzählband
mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Roman
stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 und wurde mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013 prämiert. 2014 erschien sein erster Gedichtband
. Für seinen Roman
erhielt Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015. Mit drei seiner Stücke war Setz bei den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Zuletzt 2023 mit
. Zuletzt wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis 2021 und dem Österreichischen Buchpreis 2023 geehrt.