Buch, Deutsch, 220 Seiten, Format (B × H): 130 mm x 200 mm, Gewicht: 273 g
Reihe: Nexx classics
Ein Roman über Schöpfung, Schuld, Verantwortung und die Frage nach dem Menschsein
Buch, Deutsch, 220 Seiten, Format (B × H): 130 mm x 200 mm, Gewicht: 273 g
Reihe: Nexx classics
ISBN: 978-3-95870-756-6
Verlag: nexx verlag
Er schuf Leben – und zerbrach an seiner Schöpfung
Victor Frankenstein wagt das Undenkbare: Er entreißt der Natur ihr Geheimnis und schafft neues Leben. Doch im Moment seiner größten Vollendung beginnt auch sein Untergang – denn was er erschaffen hat, fordert ihn mit der ganzen Wucht menschlicher Schuld und Verantwortung heraus.
Mary Shelleys bahnbrechender Roman ist ein ergreifendes Drama über Macht, Verantwortung und menschliche Hybris.
Diese Neuausgabe zeigt den zeitlosen Konflikt zwischen Schöpfer und Geschöpf in neuer sprachlicher Klarheit und literarischer Tiefe.
Erleben Sie ein Werk, das die Folgen menschlichen Handelns mit erschütternder Klarheit aufzeigt!
nexx classics – WELTLITERATUR NEU INSPIRIERT
Autoren/Hrsg.
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Vorwort des Verlegers
Der Roman »Frankenstein« von Mary Shelley zählt zu den bedeutendsten Werken der Literaturgeschichte und gilt als eines der ersten Science-Fiction-Werke überhaupt. Der erste Entwurf entstand 1816, als die noch unverheiratete Mary Godwin mit ihrem Partner Percy Bysshe Shelley, ihrem gemeinsamen Sohn William, dem Dichter Lord Byron, dessen Leibarzt John Polidori und Marys Stiefschwester Claire Clairmont den Sommer am Genfer See verbrachten. Das Wetter war so schlecht, dass Lord Byron eines Abends vorschlug, dass jeder einen Schauerroman schreiben solle.
Der Roman erzählt die Geschichte des Schweizer Forschers Victor Frankenstein, der die Grenzen des Möglichen auslotet und dabei die Kontrolle über seine Kreatur verliert. Damit stellt Mary Shelley zentrale Fragen nach der Verantwortung des Schöpfers gegenüber seiner Schöpfung, nach moralischen Dilemmata und den Konsequenzen ungebremsten wissenschaftlichen Handelns. Auch heute sind diese Themen von hoher Relevanz, denn technologische Innovationen wie Künstliche Intelligenz, Gentechnik oder autonome Systeme werfen ähnliche ethische Fragen auf, die unsere Gesellschaft bewegen.
»Frankenstein« bleibt eine kraftvolle Mahnung, bewusst und verantwortungsvoll mit wissenschaftlichem Fortschritt umzugehen, und stets die Konsequenzen unseres Handelns zu bedenken. Die Macht, die aus diesem Fortschritt erwächst, geht mit einer großen Verantwortung einher und darf nicht ohne moralische Reflexion ausgeübt werden.
Diese Ausgabe wurde anhand des englischen Originaltextes komplett aufwändig ergänzt und überarbeitet.
Noch ein Wort zum Covermotiv dieses Titels: Ich habe mich dafür entschieden, weil es die stille, menschliche Seite von Mary Shelleys »Frankenstein« zeigt – fern von den Bildern der Filmgeschichte. Der kleine William, eine Figur, die im Roman kaum mehr als eine Erinnerung bleibt, aber dessen Ermordung den Wendepunkt in der Tragödie markiert, ruht hier im weichen Sonnenlicht des Genfer Sees.
Seine Figur steht für Unschuld – und Verantwortung, für das, was verloren gehen kann, wenn der Mensch über seine Grenzen geht. Das Motiv verweist auf das eigentliche Thema von Mary Shelleys Werk: die Verantwortung des Menschen für das, was er erschafft, und die unausweichlichen Folgen, die daraus erwachsen können.
Joachim Feser
Verleger




