Buch, Deutsch, 240 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Buch, Deutsch, 240 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Reihe: Diversität und Gleichheit im Recht
ISBN: 978-3-16-200186-3
Verlag: Mohr Siebeck
Johannes Michael Siegel will mit seiner Arbeit Racial Profiling jenseits des Einzelfalls rechtlich erfassen. Er entwickelt eine rechtswissenschaftliche Definition von Racial Profiling und zeigt, dass es sich nicht um vereinzelte Rechtsverstöße, sondern um ein strukturelles Problem polizeilicher Rechtsanwendung handelt. Ausgangspunkt ist eine präzise Auslegung des Rechtsbegriffs der Rasse als sozialer Zuschreibungsprozess im Sinne des Art. 3 Abs. 3 GG. Auf dieser Grundlage bestimmt der Autor Racial Profiling als exekutive Maßnahme, die auf einer, auch unintentionalen, rassifizierenden Ermessensentscheidung zu Lasten strukturell diskriminierungsgefährdeter Gruppen beruht. Er belegt, dass Racial Profiling stets rechtswidrig ist und sich dennoch im geltenden Polizeirecht reproduziert. Systematisch untersucht werden die einschlägigen Ermächtigungsgrundlagen des Bundes- und Landespolizeirechts sowie deren Anwendungspraxis. Durch die Verbindung rechtsdogmatischer Analyse mit empirischen Erkenntnissen der Polizeiforschung wird sichtbar, dass Ermessen, institutionelle Routinen und polizeiliche Wissensbestände in einer problematischen Weise zusammenwirken. Diese Synergie begründet ein strukturelles Racial Profiling, ohne dass die Rechtsnormen selbst zwingend diskriminierend ausgestaltet sind. Abschließend entwickelt Johannes Michael Siegel konkrete Einhegungsstrategien. Er zeigt, wie durch verfahrensrechtliche Vorgaben, externe Kontrollmechanismen und institutionelle Reformen ein besserer Umgang mit RacialProfiling möglich wird. Damit leistet er einen grundlegenden Beitrag zur Antidiskriminierungsdogmatik, zum Polizeirecht und zur rechtssoziologischen Analyse staatlichen Handelns.
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Einleitung
A. Gegenstand der Arbeit
B. Forschungsstand
C. Methode
D. Gang der Arbeit
Kapitel 1 - Der Begriff der Rasse
A. Dynamische Begriffsgeschichte
B. Biowissenschaftliches und sozial- und geisteswissenschaftliches Verständnis
C. Rasse als Rechtsbegriff
D. Gesamtfazit
Kapitel 2 - Die Polizei und Racial Profiling
A. Polizei als Institution im Wandel
B. Profiling
C. Von präventivem Profiling zu Racial Profiling
D. Stets rechtswidrig?
Kapitel 3 - Die Ermächtigungsgrundlagen
A. Gefahrenabwehr und Gefahrenvorsorge
B. Struktur der Ermächtigungsgrundlagen
C. Bundesrecht
D. Landesrecht
E. Zwingendes Racial Profiling per Rechtsnorm?
F. Fazit
Kapitel 4 - Das strukturelle Racial Profiling
A. Institution trifft auf Rechtsgrundlage
B. Eine Struktur, die zu institutionellem Rassismus führt
Kapitel 5 - Die Einhegung
A. Kontrollvorgang
B. Externe Kontrolle der Polizei
C. Reformierung der Polizei
D. Fazit
Gesamtbetrachtung
A. Antworten
B. Schlüsse
Literaturverzeichnis
Einleitung
A. Gegenstand der Arbeit
B. Forschungsstand
C. Methode
D. Gang der Arbeit
Kapitel 1 - Der Begriff der Rasse
A. Dynamische Begriffsgeschichte
B. Biowissenschaftliches und sozial- und geisteswissenschaftliches Verständnis
C. Rasse als Rechtsbegriff
D. Gesamtfazit
Kapitel 2 - Die Polizei und Racial Profiling
A. Polizei als Institution im Wandel
B. Profiling
C. Von präventivem Profiling zu Racial Profiling
D. Stets rechtswidrig?
Kapitel 3 - Die Ermächtigungsgrundlagen
A. Gefahrenabwehr und Gefahrenvorsorge
B. Struktur der Ermächtigungsgrundlagen
C. Bundesrecht
D. Landesrecht
E. Zwingendes Racial Profiling per Rechtsnorm?
F. Fazit
Kapitel 4 - Das strukturelle Racial Profiling
A. Institution trifft auf Rechtsgrundlage
B. Eine Struktur, die zu institutionellem Rassismus führt
Kapitel 5 - Die Einhegung
A. Kontrollvorgang
B. Externe Kontrolle der Polizei
C. Reformierung der Polizei
D. Fazit
Gesamtbetrachtung
A. Antworten
B. Schlüsse
Literaturverzeichnis




