Simmel / Köhnke | Gesamtausgabe in 24 Bänden | Buch | 978-3-518-57967-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 626 Seiten, Format (B × H): 129 mm x 203 mm, Gewicht: 598 g

Simmel / Köhnke

Gesamtausgabe in 24 Bänden

Band 17: Miszellen, Glossen, Stellungnahmen, Umfrageantworten, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge 1889–1918. Anonyme und pseudonyme Veröffentlichungen 1888–1920. Beiträge aus der "Jugend" 1897-1916.
1. Auflage 2004
ISBN: 978-3-518-57967-1
Verlag: Suhrkamp

Band 17: Miszellen, Glossen, Stellungnahmen, Umfrageantworten, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge 1889–1918. Anonyme und pseudonyme Veröffentlichungen 1888–1920. Beiträge aus der "Jugend" 1897-1916.

Buch, Deutsch, 626 Seiten, Format (B × H): 129 mm x 203 mm, Gewicht: 598 g

ISBN: 978-3-518-57967-1
Verlag: Suhrkamp


Der neue Band der Gesamtausgabe enthält eine Vielzahl kleinerer Texte von Georg Simmel, die bisher kaum bekannt oder nur schwer zugänglich sind. Darunter sind Miszellen, Glossen und Stellungnahmen, aber auch überraschende politische Diskussionsbeiträge, Umfrageantworten und Leserbriefe. Dazu versammelt er pseudonyme und anonyme Veröffentlichungen, die in den unterschiedlichsten Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurden, sowie die nur mit Sigle gekennzeichneten Beiträge in der Münchner Wochenschrift aus den Jahren 1897 bis 1907. Etliche der Veröffentlichungen werden somit hier erstmals unter dem Namen Simmels abgedruckt.
Die Schriften des Bandes umfassen das gesamte Spektrum von Simmels Theorie und widmen sich politischen wie psychologischen, philosophischen wie soziologischen und ästhetischen Fragen. Texte über Spiritismus finden sich hier ebenso wie »Reflexionen zur Prostitutionsfrage«, Besprechungen von Ausstellungen und Büchern und großartige Feuilletons, wie »Rosen. Eine soziale Hypothese«, »Jenseits der Schönheit« oder »Metaphysik der Faulheit«.

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Weitere Infos & Material


Miszellen, Glossen, Stellungnahmen, Umfrageantworten, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge 1889-1918
Notiz [über psychologische Studien in Nord-Amerika] [1889] / Psychologische Glossen zur Strafgesetznovelle [28.3.1892] / Ein Wort über soziale Freiheit [4.7.1892] / Gerhart Hauptmanns »Weber« [13.3.1893] / Ueber Plagiate. Offener Brief an Herrn Hermann Bahr [27.6.1896] / Berliner Gewerbe-Ausstellung [25.7.1896] / Der Frauenkongreß und die Sozialdemokratie [10.10.1896] / Noch einmal »Der Pulsschlag« [Leserbrief vom 8.5.1897] / [Zuschrift zur Vorlesungsrezension von Ferdinand Frey: Psychologische Konsequenzen des Sozialismus, Jan. 1899] / Zum Fall Schmoller [Leserbrief vom 26.5.1902] / [Gutachten über die Petitionen zur >Gestattung bzw. Errichtung vollständiger Mädchengymnasien<, 27.3.1903] / [Umfrageantwort zu:] Wettbewerb oder Auftrag? [16.4.1904] / Über die Zurechnungsfähigkeit perverser Verbrecher [16.7.1904] / [Beitrag zu:] Die Zukunft der Soziologie. Eine Enquete über ihre Aussichten [Febr. 1908] / [Widmung an Hans Heinrich Reclam, 1909] / [Beitrag zu:] Religiöse Grundgedanken und moderne Wissenschaft. Eine Umfrage [Febr. 1909] / [Beitrag zu:] Die Zukunft unserer Kultur. Stimmen über Kulturtendenzen und Kulturpolitik [14.4.1909] / [Umfrageantwort zu:] Zur Frage der Mädchenschulreform [8.7.1909] / [Beitrag zu:] Urteile unserer Zeitgenossen über Goethe [Dez. 1909] / [Redebeiträge auf dem Ersten Deutschen Soziologentag] [21.-22.10.1910] / [Umfrageantwort zu:] Unsere Gelehrten bei der Arbeit [31.12.1911] / [Umfrageantwort zu:] Frankfurter Universität und Gelehrtenwelt. Eine Umfrage bei deutschen Hochschullehrern [24.3.1912] / Die Hamburgische Universität [12.2.1913] / An Herrn Professor Karl Lamprecht [17.5.1913] / [Beitrag zu:] Immanuel Kants Grabstätte. Eine Rundfrage der »Königsberger Hartungschen Zeitung« [12.4.1914] / Der Fall Jastrow [10.10.1914] / »Aufklärung des Auslands« [16.10.1914] / Bergson und der deutsche »Zynismus« [i. n. 1914] / Vollendung und Aufgabe [Ende 1914] / »Durch alle Furchtbarkeit...« [1915] / [Beitrag zu:] Kulturarbetet efter krigets slut. Enquêtesvar till Svenska Dagbladet från Georges Clemenceau och Georg Simmel [16.5.1915] / Aus einer Aphorismensammlung [Juni 1915] / »Das ist das Wundervolle dieser Zeit...« [1916] / »Wenn die Menschen damit großtun ...« [Ende 1916] / Eine Fastenpredigt. Von dem Opfer der Wohlhabenden [18.3.1917] »Es sind viel zu große Worte...« [23.9.1917] / »Zu nichts Wichtigerem« [Ende 1917] / »Es ist ein noch immer verbreitetes Mißverständnis . [7.4.1918] / »Man hat sich an den Schutz ...« [10.4.1918]

Anhang I: Simmel als Mitunterzeichner von Aufrufen und Erklärungen 1903-1914
[Petition:] Gestattung bzw. Errichtung vollständiger Mädchengymnasien [27.3.1903] / Kuno Fischer-Ehrung. Aufruf! [30.6.1904] / Aufruf [für die Errichtung vollständiger Mädchengymnasien] [ca. 1906] / Das intellektuelle Deutschland gegen die Schulvorlage [23.3.1906] / Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie[Einladung zum Beitritt in die DGS, 1909] / [Kundgebung:] Für die Preußische Wahlreform [7.12.1909] / Erklärung gegen die Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Vertretern der experimentellen Psychologie [März 1913] / Aufruf zur Errichtung eines Kantmausoleums [12.4.1914] / Aufruf! [zur Gründung der »Deutsch-Armenischen Gesellschaft«, vom 4.6.1914]

Anhang II: Einträge in Herrmann A. L. Degeners
Wer ist's?

II. Ausgabe 1906 (Vorw.: Anfang März 1906) / III. Ausgabe 1908 (Vorw.: Nov. 1907) / IV. Ausgabe o.J. (Vorw.: Okt. 1908) / V. Ausgabe 1911 (Vorw.: März 1911) / VI. Ausgabe 1912 (Vorw.: Aug. 1912) / VII. Ausgabe 1914 (Vorw.: Nov. 1913)

Anonyme und pseudonyme Veröffentlichungen1888-1920
Die Bauernbefreiung in Preussen [1888] / Zur Psychologie des Pessimismus [1888] / Die Clark-University in Worcester [18.7.1889] / [Über:] Ein Weg zum Frieden [von Hermann Faber] [23.11.1889] / Ueber Kunstausstellungen [1890] / Ex malis minimal Reflexionen zur Prostitutionsfrage [1891] / Einiges über die Prostitution in Gegenwart und Zukunft [Jan. 1892] / Etwas vom Spiritismus [10. u. 12.7.1892] / Humanistische Märchen [Aug. 1892] / Infelices possidentes! [8.4.1893] / [Über:] Die Analogie im volksthümlichen Denken. Eine psychologische Untersuchung von William Stern [29.4.1894] / Weltpolitik [Mai 1894] / Professoren-Honorare [Okt. 1894] / Berliner Kunstbrief [21.3.1896] / Zur Privatdocenten-Frage [2.5.1896] / »Frauenstudium an der Berliner Universität ...« [Leserbrief vom 21.12.1899] / [Über:] Karl Joe'l, Professor in Basel: Philosophenwege. Ausblicke und Rückblicke. Berlin, Heyfelder 1901 [27.4.1901] / »Zulassung ausländischer Studenten ...« [Leserbrief vom 31.5.1901] / »Zu der Ausländerfrage an den deutschen Universitäten ...« [Leserbrief vom 5.6.1901] / Philosophie und Psychologie [18.9.1910] / Die Umwertung der Werte. Ein Wort an die Wohlhabenden [5.3.1915] / Nochmals: Deutschtum und Europäertum [Leserbrief vom 13.4.1916]

Beiträge aus der >Jugend< 1897-1907
Herbst am Rhein [23.1.1897] / Zehn Einzelheiten [13.3.1897] / Jenseits der Schönheit [10.4.1897] / Rosen. Eine soziale Hypothese [12.6.1897] / Der Schweizer Sommer 1897. Eine Reminiszenz [23.10.1897] / Das Gleichgiltigste. Ein moralisches Dilemma
[13.11.1897] / Weniges [4.6.1898] / Theistische Phantasien eines Fin-de-sièclisten[23.7.1898] / Recht. Ein Tragödien-Fragment [24.9.1898] / Momentbilder sub specie aeternitatis [24.1.1899] Gegensatz – Moral – Aufenthalt – Beseeltheit – Entsagung – Reihenfolge / Von erfüllten Wünschen. Zwei sehr ähnliche Märchen [12.9.1899] / »Klinge, kleines Frühlingslied –« Ein Momentbild [9.12.1899] / Eine Sehnsucht. [8.1.1900] / Metaphysik der Faulheit. Ein Satyrspiel zur Tragödie der Philosophie [14.5.1900] / Momentbilder sub specie aeternitatis [10.12.1900] Spuren im Eise – Blüthenverschwendung – Wenig Kuchen – Kein Dichter – Der Tornister / Nur eine Brücke [13.3.1901] / Momentbilder sub specie aeternitatis [24.4.1901] »Geld allein macht nicht glücklich« – Himmel und Hölle / Momentbilder sub specie aeternitatis [8.5.1901] / Der Lügenmacher – Die Düse / Momentbilder sub specie aeternitatis [25.9.1901] / Gelbe Kühe – Die Mauer des Glücks – Koketterie / Moralische Unterhaltungen. I. »Und ist denn Liebe ein Verbrechen?« [23.4.1902] / Moralische Unterhaltungen. II. Tout comprendre c'est tout pardonner [27.5.1902] / Momentbilder sub specie aeternitatis [25.6.1902] Relativität – Reinheit – Nur Alles / Momentbilder sub specie aeternitatis [12. n. 1902] / Versteigerung – Rache – Ausrede / Momentbilder sub specie aeternitatis [29.7.1903] Treulosigkeit – Anima candida / Strandgut [5.4.1906] / Strandgut [3.5.1906] / Fragmente aus einer Philosophie der Liebe
[18.3.1907]

Anonyme Selbstanzeigen 1910-1920
Soziologie, Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung [1910] / Beiträge zur Philosophie der Geschichte [1910] / Hauptprobleme der Philosophie [1912] / Das Problem der religiösen Lage [1913] / Goethe [1913] / Kant [1913] / Grundfragen der Soziologie [1920]


Simmel, Georg
Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern des Fabrikanten Edward Simmel und dessen Frau Flora (geb. Bodenstein) geboren und starb am 26. September 1918 in Straßburg. Die Familie ist jüdischer Herkunft, beide Elternteile traten jedoch schon früh zum christlichen Glauben über. Georg Simmel wurde evangelisch getauft. Von 1876 bis 1881 studierte er an der Berliner Universität Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie. Seine erste Promotionsschrift Psychologisch-ethnologische Studien über die Anfänge der Musik wurde von dem Philosophiehistoriker Zeller und dem Physiker Helmholtz wegen formaler Fehler und 'zu gewagter' Thesen abgelehnt. Als Dissertation wird jedoch die prämierte Abhandlung Darstellung und Beurteilungen von Kants verschiedenen Ansichten über das Wesen der Materie akzeptiert. Nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde er 1885 mit der Schrift Kantische Studien im Fach Philosophie habilitiert und an der Berliner Universität zum Privatdozenten ernannt. Mit der öffentlichen Antrittsvorlesung 'Über das Verhältnis des ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen' begann er seine sehr erfolgreichen Veranstaltungen, die auch gesellschaftlich große Resonanz fanden. Trotz seines akademischen Erfolgs wurde Simmel mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. So wurde 1898 sein erster Antrag auf Erteilung eines Extraordinariats vom Kultusministerium abgelehnt. 1908 scheiterte seine Berufung auf die zweite Professur für Philosophie in Heidelberg trotz der Empfehlungen von Max Weber und Eberhard Gothein am antisemitischen Gutachten des im Alldeutschen Verband engagierten Berliner Historikers Dietrich Schäfer (1845-1929). Heute gilt Simmel als einer der wichtigsten und faszinierendsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts, der entscheidend zur Formierung dieser Disziplin als eigenständiger Wissenschaft beigetragen hat.

Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern des Fabrikanten Edward Simmel und dessen Frau Flora (geb. Bodenstein) geboren und starb am 26. September 1918 in Straßburg. Die Familie ist jüdischer Herkunft, beide Elternteile traten jedoch schon früh zum christlichen Glauben über. Georg Simmel wurde evangelisch getauft. Von 1876 bis 1881 studierte er an der Berliner Universität Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie. Seine erste Promotionsschrift wurde von dem Philosophiehistoriker Zeller und dem Physiker Helmholtz wegen formaler Fehler und »zu gewagter« Thesen abgelehnt. Als Dissertation wird jedoch die prämierte Abhandlung akzeptiert. Nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde er 1885 mit der Schrift im Fach Philosophie habilitiert und an der Berliner Universität zum Privatdozenten ernannt. Mit der öffentlichen Antrittsvorlesung »Über das Verhältnis des ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen« begann er seine sehr erfolgreichen Veranstaltungen, die auch gesellschaftlich große Resonanz fanden. Trotz seines akademischen Erfolgs wurde Simmel mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. So wurde 1898 sein erster Antrag auf Erteilung eines Extraordinariats vom Kultusministerium abgelehnt. 1908 scheiterte seine Berufung auf die zweite Professur für Philosophie in Heidelberg trotz der Empfehlungen von Max Weber und Eberhard Gothein am antisemitischen Gutachten des im Alldeutschen Verband engagierten Berliner Historikers Dietrich Schäfer (1845-1929). Heute gilt Simmel als einer der wichtigsten und faszinierendsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts, der entscheidend zur Formierung dieser Disziplin als eigenständiger Wissenschaft beigetragen hat.



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