Sirota / Kleinberger | Das Pripjat-Syndrom | Buch | 978-3-8382-2087-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 248 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 326 g

Reihe: Edition Noema

Sirota / Kleinberger

Das Pripjat-Syndrom


1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8382-2087-1
Verlag: ibidem-Verlag

Buch, Deutsch, 248 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 326 g

Reihe: Edition Noema

ISBN: 978-3-8382-2087-1
Verlag: ibidem-Verlag


Pripjat, April 1986. Innerhalb kürzester Zeit verändert die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl das Leben vieler Menschen unwiderruflich. Auch für eine junge Frau, die ihre Stadt, ihre Arbeit und ihre Zukunftspläne plötzlich infrage gestellt sieht, beginnt eine Zeit der Unsicherheit und Entwurzelung. Mit der Evakuierung bleiben nicht nur Orte zurück, sondern Teile von Identität und Erinnerung, die nie wieder dieselben sein werden.

In erzählt Ljubow Sirota vom Leben nach dem Unglück und von der langsamen Erkenntnis, dass es kein einfaches Zurück gibt. Während der vertraute Alltag aus dem Gleichgewicht gerät, wächst zugleich das Gefühl, von staatlichen Strukturen und Versprechen im Stich gelassen zu werden. Krankheit und Tod rücken näher und werden zu unausweichlichen Begleitern in einer veränderten Wirklichkeit.

Der Roman erzählt eine Geschichte, die eng mit den persönlichen Erlebnissen der Autorin verbunden ist. Mit ruhiger Präzision und großer menschlicher Nähe zeichnet Sirota das Bild einer Generation, die lernen muss, mit den unsichtbaren Folgen einer Katastrophe zu leben und dennoch ihren eigenen Weg zu finden. ist ein eindringlicher Roman über Erinnerung, Verlust und die Suche nach Zukunft. Geschrieben bereits 1991, erscheint er nun erstmals in deutscher Übersetzung mit einem ausführlichen Nachwort der Autorin, die heute im österreichischen Exil lebt.

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Ljubow Sirota (*1956 in der Kasachischen SSR) wuchs in Kirgisien auf und zog 1975 in die Ukraine. Ab 1983 lebte sie mit ihrem Sohn in Pripjat, wo sie im Kulturhaus arbeitete und erste Theaterstücke inszenierte. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 wurde sie evakuiert und engagierte sich anschließend für ehemalige Bewohner der Stadt. Sie arbeitete bis 1992 im Dowschenko-Filmstudio in Kiew, konnte ihre Tätigkeit jedoch aufgrund strahlenbedingter Erkrankungen nur eingeschränkt fortsetzen. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit dem Lyrikband „Noscha“ und dem Dokumentarfilm „Tschernobyl – Die Schwelle“, der früh die sozialen Folgen der Katastrophe thematisierte. Nach Stationen in Kiew und auf der Krim lebt sie heute im österreichischen Exil und schreibt weiter über Erinnerung, Verlust und Verantwortung.



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