Sobiech | Grenzüberschreitungen | Buch | 978-3-531-12588-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 351 Seiten, Format (B × H): 152 mm x 229 mm, Gewicht: 516 g

Sobiech

Grenzüberschreitungen

Körperstrategien von Frauen in modernen Gesellschaften
1994
ISBN: 978-3-531-12588-6
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Körperstrategien von Frauen in modernen Gesellschaften

Buch, Deutsch, 351 Seiten, Format (B × H): 152 mm x 229 mm, Gewicht: 516 g

ISBN: 978-3-531-12588-6
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften


Machtverhältnisse kommen in modernen Gesellschaften vor allem auch in der "Modellierung" des Körpers zum Ausdruck. Die Strategien, die den Körper disziplinieren und gefügig machen - die Politik des Körpers - ist zugleich eine der Geschlechterdifferenz. Während für Männer die Handlungs- und Erfolgsmaximen wie Leistungsfähigkeit, Handlungswille und Effizienz am Körper ablesbar sein sollen, muß die "normale" Frau ihren Körper gemäß den von Männern entworfenen Schönheitsidealen formen, um ihre "Weiblichkeit" zu demonstrieren. Wie die Frauen in den gesellschaftlich-kulturellen Grenzen von "Weiblichkeit" handlungsfähig bleiben und wo sie diese Grenzen überschreiten, ist Gegenstand dieser Studie. Die Selbstkonstruktionen der Frauen über und im Hinblick auf ihren Körper können auch als typische Aneignung des Ensembles gesellschaftlicher Verhältnisse gedeutet werden. Der "Sport" wird hierbei als exemplarisches Feld untersucht.

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1. Einleitung.- 2. Körperpolitik und Disziplinierung: Wandlungsprozesse.- 2.1 Macht-Dispositive ab dem 17. Jahrhundert und ihre Finalisierung: “männliches” Individuum versus “weibliches” Gattungswesen.- 2.2 Sexualitätsdispositiv im 19. Jahrhundert: “weibliche” Normalität und hysterische Verweigerung.- 2.3 Die doppelte Disziplinierung des Frauenkörpers: von der Körpererziehung im 19. bis zum Sport des 20. Jahrhunderts.- 2.4 Zusammenfassung.- 3. Moderne Formen der Körperkultur im kulturellen System der Zweigeschlechtlichkeit.- 3.1 Vergesellschaftung zwischen Macht und Unterwerfung: Die Frau als tätiges Subjekt.- 3.2 Sport als Focussierung gesellschaftlicher Körper-Macht-Verhältnisse.- 3.3 Geschlechtsspezifische Körper- und Bewegungskarrieren in modernen Gesellschaften:.- 3.4 Zusammenfassung.- 4. Körperdisziplinierung und Körperstrategien von Mädchen und Frauen am Beispiel von Sportstudentinnen — Ergebnisse einer Interviewstudie —.- 4.1 Zum Forschungsdesign — Methodologie und Methode.- 4.2 Karrieremuster von Sportstudentinnen — Biographische Aspekte.- 4.3 Die spezifische Körper- und Bewegungsaneignung von sportlich-aktiven Mädchen.- 4.4 Körperpolitik und Körperstrategien: Die internalisierte Disziplinierung von Sportstudentinnen.- 4.5 Aspekte der Veränderung.- 5. Literatur.


Gabriele Sobiech promovierte am Fachbereich Philosophie/Psychologie/Sportwissenschaft der Universität Oldenburg.



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