Spitra | Kolonialismus und Recht | Buch | 978-3-593-52183-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 156 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

Spitra

Kolonialismus und Recht

Eine Globalgeschichte
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-593-52183-1
Verlag: Campus Verlag GmbH

Eine Globalgeschichte

Buch, Deutsch, 156 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

ISBN: 978-3-593-52183-1
Verlag: Campus Verlag GmbH


Rechtsordnungen stehen heute unter Druck. Die globalen Krisen der Gegenwart bilden schwerwiegende Herausforderungen für eine normenbasierte Ordnung der Welt mit einer langen Liste an Brenn- und Kipppunkten, seien es der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands, weltweite Pandemien, Fluchtbewegungen oder die Klimakrise. Viele dieser Probleme sind Ausdruck der bis heute spürbaren Folgen des Kolonialismus und Imperialismus, die seit der Neuzeit die Welt prägten.
Kolonialismus war dabei nicht nur Eroberung, Gewalt und Unterdrückung – er war zugleich auch ein Projekt des Rechts. Doch wie nutzten Staaten und Gesellschaften das Recht? Wie wurde Recht zum zentralen Austragungsort kolonialer Ordnung? Wie kamen Herrschaft, Kooperation und Widerstand zusammen? Sebastian M. Spitra geht diesen Fragen von der Frühen Neuzeit bis zur Dekolonisierung im 20. Jahrhundert nach und bezieht gegenwärtige Fragestellungen mit ein, etwa die Reparationen für koloniales Unrecht oder die Restitution von Kulturgütern mit kolonialer Provenienz. Das Buch bringt erstmals die Geschichte des Rechts und die Geschichte des Kolonialismus in einer kompakten Monografie zusammen. Sein globalgeschichtlicher Ansatz bezieht auch die Normen und Rechtsvorstellungen indigener und nicht-europäischer Gesellschaften mit ein und eröffnet dadurch eine ganz neue Perspektive auf die Geschichte des Kolonialismus.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Einführung: Normen und koloniale Welten
Recht

Die Rechtsform jenseits des Eurozentrismus

Die rechtliche Ordnung der Welt und die Struktur von Imperien

Die Konstruktion des kolonialen Raums durch Recht

Kolonialismus

Kolonialismus definieren: Theoretische Ansätze

Kolonie: Wegmarken eines geschichtlichen Grundbegriffs

Koloniale Anfänge in der Frühen Neuzeit
Durchrechtete Räume und fließender Austausch

Der Vertrag

Mangaaka

Der Mogul

Private Risiken, imperiale Ambitionen: Organisationsformen von Expansion

Die rechtliche Ordnung des spanischen Imperiums

Das koloniale Chartersystem Englands

»No Peace Beyond the Line«: Zur rechtlichen Abgrenzung von Machtbereichen

Rechtliche Institutionen für den kolonialen Raum

Zwischen Universalmonarchie und res nullius: Normative Begründungsmuster für Herrschaft

Die erste Sklavenplantage und die rechtlichen Folgen

Koloniale Gerichte und die Integration von lokalen Rechtsordnungen

Das Kolonialsystem der Moderne
Zwischen Zeichen und Autorität: Die Rechtsform als Instrument

Faama Mademba

Ein leeres Sklavenschiff

Lontar

Konsolidierung und Konstitutionalisierung: (Trans-)Imperiale Strukturen im Wandel

Imperiale Verfassungsrechtsdiskurse zwischen Unabhängigkeit und Konsolidierung

Privat oder Staat: Neue Grenzziehungen

Der Kultur- und Zivilisationsstandard im Völkerrecht

Ausbeutung rechtfertigen

(Zwangs-)Migration, Menschenhandel und Bewegungsfreiheit

Ausweitung von Jurisdiktionsgrenzen

Grundeigentum unter dem Torrens-System: Internationalisierung eines Rechtsdiskurses

Dekolonisierung und koloniale Kontinuitätslinien
Verflochtene Unabhängigkeit und Vorstellungen von Souveränität

»Met juristen kun je nooist een revolusi beginnen«

»Eurafrika« und der Schuman-Plan (1950)

Da’dilst Ayookx’hl Gitanyow: Die Gesetze der Kitwancool

Die rechtliche Desintegration von Imperien

Die Idee der Selbstbestimmung: Unabhängigkeit als Menschenrecht
Eine Welt von Staaten: Internationale Organisationen und Entwicklungshilfe als Wegbereiter

Föderalismus (de)kolonial global

Schauplätze kolonialer Kontinuitätsdiskurse im Recht

Zugehörigkeit: Staatsbürgerschaftsrecht nach den Imperien

Auf dem Weg zu einer Neuen Weltwirtschaftsordnung?

Reparationen, Restitutionen und die Suche nach Wahrheit

Epilog: Welten von Normen
Literatur
Anmerkungen


Spitra, Sebastian M.
Dr. Sebastian M. Spitra ist Postdoc-Forscher am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien sowie Mitglied der Jungen Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz. Als Experte war er für das Österreichische Bundeskanzleramt und ICOM Austria im Rahmen des Projekts 'Das Museum im kolonialen Kontext' tätig.

Dr. Sebastian M. Spitra ist Postdoc-Forscher am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien sowie Mitglied der Jungen Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz. Als Experte war er für das Österreichische Bundeskanzleramt und ICOM Austria im Rahmen des Projekts 'Das Museum im kolonialen Kontext' tätig.



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