Stahnke | Struktur und Ästhetik bei Boulez | Buch | 978-3-7431-8754-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 268 Seiten, Paperback, Format (B × H): 155 mm x 220 mm, Gewicht: 431 g

Stahnke

Struktur und Ästhetik bei Boulez

Dritte Sonate, Formant "Trope" - mit Mallarmé & Joyce
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7431-8754-2
Verlag: BoD - Books on Demand

Dritte Sonate, Formant "Trope" - mit Mallarmé & Joyce

Buch, Deutsch, 268 Seiten, Paperback, Format (B × H): 155 mm x 220 mm, Gewicht: 431 g

ISBN: 978-3-7431-8754-2
Verlag: BoD - Books on Demand


2016 verstarb Pierre Boulez, einer der zentralen Komponisten des 20. Jahrhunderts und des sogenannten "Serialismus". Er selbst prägte diesen Denkstil entscheidend mit durch seine Werke und seine Schriften. In der zweiten Hälfte der 50er Jahre unterwarf er den Serialismus selbst einer Analyse, ganz besonders durch die Komposition seiner "Dritten Klaviersonate", hier noch tiefgründiger als in seinen Schriften. Dieses fulminante Fragment einer Sonate, von dem er große Teile wieder zurückzog, setzt sich tief auseinander mit Literatur, insbesondere mit Mallarmé und Joyce. Beide Dichter verbindet Boulez im Rahmen seiner komplex formulierten Musiksprache mit dem damals auch in die Kompositionswelt gelangenden Gedanken der "offenen Form". Einen der veröffentlichten Teile der Sonate, "Trope" ("Einfügung" im mittelalterlichen Sinn) werden wir hier eingehend untersuchen, nicht nur in seinen rein-musikalischen Strukturelementen, sondern ganz besonders in seiner ästhetischen Haltung. Wir werden sehen, dass dieses Werk weitgespannt künstlerische und nebenbei auch naturwissenschaftliche Positionen des 20. Jahrhunderts mit einbezieht und beschreibt. Diese Sonate wird sich herausstellen als eine Klang gewordene Philosophie.

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Weitere Infos & Material


Stahnke, Manfred
Manfred Stahnke wurde 1951 in Kiel geboren, studierte Komposition, Musiktheorie, Klavier, Violine und Musikwissenschaft sowie Geschichte in Lübeck, Freiburg, Hamburg und Urbana-Champaign. Er ist beeinflusst von vielerlei Lehrern und Musikdenkweisen von komponierter bis improvisierter Musik, von Malerei und Geschichte.

Seine Lehrer waren in Lübeck ab 1966 Jens Rohwer in Musiktheorie, Wolfgang Klatt und Hildegard Krafft von Dellmensingen, Violine, Gotlinde Sudau und Evelinde Trenkner, Klavier, in Freiburg ab 1970 Wolfgang Fortner, Brian Ferneyhough und Klaus Huber, Komposition, Hannsdieter Wohlfarth, Violine, Robert-Alexander Bohnke und Edith Picht-Axenfeld, Klavier, Hans-Heinrich Eggebrecht, Peter Andraschke und Elmar Budde, Musikwissenschaft, in Hamburg ab 1974 György Ligeti, Komposition, Constantin Floros und Peter Petersen, Musikwissenschaft, in Neuerer Geschichte Bernd-Jürgen Wendt und Helmut Bley.

Stahnke promovierte 1979 über Pierre Boulez. Danach ging er ein Jahr in die USA und studierte Mikrotonalität bei Ben Johnston, Computermusik bei John Melby und John Chowning.

Zu seinen Kompositionen zählen einige Bühnenwerke: 2001 schrieb er Orpheus Kristall, Oper in zwei Medien (Bühne und Internet), für die Münchener Biennale 2002. Vorher gab es drei Kammeropern: Der Untergang des Hauses Usher nach E.A. Poe, Kiel 1981; Heinrich der Vierte nach L. Pirandello, Kiel, Großes Haus 1987; Wahnsinn, das ist die Seele der Handlung, musikalische Szene, Gelsenkirchen 1985, Neufassung Staatsoper Berlin 2012.

Ferner schrieb Stahnke ein Werk für Chor und Orchester, drei Orchesterwerke, u.a. aufgeführt vom Radiosinfonieorchester Hilversum, den Kieler Philharmonikern und dem SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden, ein Saxofon- und ein Violinkonzert (für John-Edward Kelly bzw. Barbara Lüneburg) sowie diverse Hörspiel- und Kammermusiken.

Stahnke schrieb für führende Ensembles der Neuen Musik, u.a. für das ensemble modern, das ensemble avance, das Clementi-Trio, das Stockholmer Bläserquintett, das ensemble 13, das nieuw ensemble Amsterdam, das Trio Accanto bis zum Ensemble United Berlin 2023. Seine Musik wurde auf großen Festivals wie den "Frankfurt Festen" oder den "Donaueschinger Musiktagen" gespielt.

Er veröffentlichte diverse Bücher über Musik, eines auch über die deutsch-litauische Malerin Aliute Mecys sowie jüngst, wegen der Geschichte seiner Familie, eines über Danzig, Preußen und Polen.

Mit seiner Frau Susanne hat er zwei Kinder.

Manfred Stahnke:
Manfred Stahnke wurde 1951 in Kiel geboren, studierte Komposition, Musiktheorie, Klavier, Violine und Musikwissenschaft sowie Geschichte in Lübeck, Freiburg, Hamburg und Urbana-Champaign. Er ist beeinflusst von vielerlei Lehrern und Musikdenkweisen von komponierter bis improvisierter Musik, von Malerei und Geschichte.

Seine Lehrer waren in Lübeck ab 1966 Jens Rohwer in Musiktheorie, Wolfgang Klatt und Hildegard Krafft von Dellmensingen, Violine, Gotlinde Sudau und Evelinde Trenkner, Klavier, in Freiburg ab 1970 Wolfgang Fortner, Brian Ferneyhough und Klaus Huber, Komposition, Hannsdieter Wohlfarth, Violine, Robert-Alexander Bohnke und Edith Picht-Axenfeld, Klavier, Hans-Heinrich Eggebrecht, Peter Andraschke und Elmar Budde, Musikwissenschaft, in Hamburg ab 1974 György Ligeti, Komposition, Constantin Floros und Peter Petersen, Musikwissenschaft, in Neuerer Geschichte Bernd-Jürgen Wendt und Helmut Bley.

Stahnke promovierte 1979 über Pierre Boulez. Danach ging er ein Jahr in die USA und studierte Mikrotonalität bei Ben Johnston, Computermusik bei John Melby und John Chowning.

Zu seinen Kompositionen zählen einige Bühnenwerke: 2001 schrieb er Orpheus Kristall, Oper in zwei Medien (Bühne und Internet), für die Münchener Biennale 2002. Vorher gab es drei Kammeropern: Der Untergang des Hauses Usher nach E.A. Poe, Kiel 1981; Heinrich der Vierte nach L. Pirandello, Kiel, Großes Haus 1987; Wahnsinn, das ist die Seele der Handlung, musikalische Szene, Gelsenkirchen 1985, Neufassung Staatsoper Berlin 2012.

Ferner schrieb Stahnke ein Werk für Chor und Orchester, drei Orchesterwerke, u.a. aufgeführt vom Radiosinfonieorchester Hilversum, den Kieler Philharmonikern und dem SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden, ein Saxofon- und ein Violinkonzert (für John-Edward Kelly bzw. Barbara Lüneburg) sowie diverse Hörspiel- und Kammermusiken.

Stahnke schrieb für führende Ensembles der Neuen Musik, u.a. für das ensemble modern, das ensemble avance, das Clementi-Trio, das Stockholmer Bläserquintett, das ensemble 13, das nieuw ensemble Amsterdam, das Trio Accanto bis zum Ensemble United Berlin 2023. Seine Musik wurde auf großen Festivals wie den "Frankfurt Festen" oder den "Donaueschinger Musiktagen" gespielt.

Er veröffentlichte diverse Bücher über Musik, eines auch über die deutsch-litauische Malerin Aliute Mecys sowie jüngst, wegen der Geschichte seiner Familie, eines über Danzig, Preußen und Polen.

Mit seiner Frau Susanne hat er zwei Kinder.



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