Stalder, Heinz
Als Bauernsohn 1939 in Allenlu¨ften BE geboren, hat Stalder nach dem Debu¨t mit Ein Pestalozzi (1981) mit provokativen Stu¨cken wie Lerchenfeld und Wi Unghu¨u¨r us Amerika als Dramatiker Karriere gemacht. Mit Adaptionen fu¨r das Laientheater und unzähligen Hörspielen blieb er dem Theater bis heute treu. Als Romanautor debu¨tierte er 1981 mit Das schweigende Gewicht und war mit Marschieren und Die Hintermänner einer der ersten Autoren von Nagel & Kimche. Ab 2010 u¨berraschte er sein Publikum mit einer ganzen Reihe erfolgreicher Romane, darunter die Finnland gewidmeten Bärenlieder, das barocke Zeitgemälde Frédéric de Cergnaux oder der autobiographische Ru¨ckblick Veilchenblau von 2024.
Linsmayer, Charles
CHARLES LINSMAYER
Wie es eine angewandte Sprachwissenschaft gibt, betreibt der Schweizer Literaturvermittler – Dr. phil I der Universität Zu¨rich, Dr. hc. der Universität Basel, Träger des Deutschen Sprachpreises – angewandte Literaturwissenschaft. Mit Blick auf ein breites Publikum, mit der Fähigkeit, literarische Phänomene verständlich darzustellen und indem er sich in Zeitungs-Serien wie aktuell «Linsmayer liest» mit dem aktuellen Literaturgeschehen ebenso leidenschaftlich auseinandersetzt wie mit den Autorinnen und Autoren, die er, u¨ber hundert an der Zahl, an der wissenschaftlichen Forschung vorbei wieder neu ins Gespräch gebracht hat. Wobei er in letzterem Bereich ein Verfahren wählt, das die Bu¨cher bis weit ausserhalb des Literaturbetriebs attraktiv macht: Seine Neuausgaben, aber auch seine zu Bestsellern gewordenen Anthologien liefern dem Lesepublikum in einem «biographisches Nachwort» genannten Anhangteil das fu¨r das Verständnis eines Buches notwendige Hintergrundmaterial immer gleich mit. Reich illustriert, erzählerisch brillant und so, dass die von ihm auf diese Weise vorgelegten u¨ber 130 Bu¨cher zu einer lebendigen, reich bebilderte Literaturgeschichte in Einzeldarstellungen geworden sind: zur faszinierenden Präsentation einer anderen Schweizer Literatur.