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Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 132 mm x 220 mm, Gewicht: 600 g
Reihe: edition linz
Literarisches Jahrbuch der Stadt Linz
Buch, Deutsch, 304 Seiten, Format (B × H): 132 mm x 220 mm, Gewicht: 600 g
Reihe: edition linz
ISBN: 978-3-99126-332-6
Verlag: Bibliothek der Provinz
In die Natur und in die Welt der Märchen entführen uns diesmal Corinna Antelmann und Werner Stangl: Vom Verschmelzen mit der Erde und sprechenden Bäumen erzählt uns die Autorin, vom Wetter mit seinen vier Kindern Werner Stangl.
Die meisten Themen der Beiträge berühren allerdings unser praktisches Leben und unseren Alltag. Eine Frau, die auf einen Mann wartet, steht im Mittelpunkt bei Marlene Gölz, im Gegensatz dazu schildert Judith Gruber-Rizy die Situation einer Frau, die endlich aus einer demütigenden Beziehung ausbrechen will. Von einer alltäglichen Arbeitswelt berichtet in den interessanterweise ausschließlich Karina Luger. Ihr Protagonist führt das Leben eines fremdbestimmten Bauern, der sich von den familiären Zwängen nicht befreien konnte. Am Puls dessen, was täglich auf uns einströmt, bewegt sich Peter Gegners Ich-Erzähler, der die aktuellen medialen Kriegsbilder nicht mehr ertragen kann und mit seinen Ängsten kaum fertig wird. „Bild auf Bild schichtete sich in mir.“
Neben hauptsächlich narrativen Texten sind diesmal auch einige handlungsarme Texte fast ohne Personal zu finden, die vor allem auf die Wiedergabe von Atmosphären setzen. Das trifft auch auf die Eröffnung dieses Literarischen Jahrbuchs zu. Daniela Rosenberger führt uns durch einen beliebigen Tag in Linz und lässt uns dabei durch die Stadt gleichsam mitwandern.
Um manche Texte in ihrer Eigenständigkeit wirken zu lassen, habe ich in dieser aktuellen Ausgabe thematisch und stilistisch unterschiedliche Arbeiten gegenübergestellt, soll heißen: direkt hintereinander geordnet.
Insgesamt ist die Lyrik diesmal etwas weniger vertreten. Bei dem einen Lyriker Stallmist und Motorsäge und die „Gewißheit über Vermeidbares“, und bei der anderen Lyrikerin ein Ziesel und die „spöttischen Namen“ der Hagebutten: Landschaftsbeschreibungen und Erinnerungen bestimmen die Langgedichte von Richard Wall und Birgit Rivero. Und mit Haiku und Waka von Christoph Janacs finden sich auch fernöstliche Formen. […]
(Herausgeberin im Vorwort)




