Steiner / Haas | Die Welt der Seele | Buch | 978-3-7274-5361-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 271 Seiten, GEKL, Format (B × H): 114 mm x 177 mm, Gewicht: 266 g

Reihe: Themenwelten

Steiner / Haas

Die Welt der Seele

Ausgewählte Texte
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7274-5361-8
Verlag: Steiner Verlag, Dornach

Ausgewählte Texte

Buch, Deutsch, 271 Seiten, GEKL, Format (B × H): 114 mm x 177 mm, Gewicht: 266 g

Reihe: Themenwelten

ISBN: 978-3-7274-5361-8
Verlag: Steiner Verlag, Dornach


Die geistigen Dimensionen der Seele in ihren Höhen und Tiefen
Der Herausgeber hat aus dem Gesamtwerk Rudolf Steiners Textpassagenherausgegriffen, die bewusst machen, in welchen geistigen Zusammenhängen die Seele des Menschen lebt. Verschiedene Dimensionen und Gesichtspunkte werden dabei angesprochen. Hinsichtlich auf das Thema bekräftigen sie alle vor allem eines: die Eigenständigkeit der seelischen Welt, die heute intellektualistisch infrage gestellt wird, und das mit verheerenden Folgen. Die Negation eines inneren seelischen Wesens gefährdet nicht nur die psychische Gesundheit, sondern zieht auch physische Folgen nach sich wie zum Beispiel die Anfälligkeit für Infektionen. So wird das Erkenntnisleben auf einen lebensfremden Materialismus eingeschworen. Der Aufbau der durchwegs kommentierten Textauswahl führt von erkenntniswissenschaftlichen Grundlagen über die menschheitliche Entwicklung der Seele bis zur Darstellung ihres inneren Wesens. Anschließend werden wesentliche Aspekte des Seelenlebens wie Schlaf und Tod, das Ringen mit dem Geist, Krankheit und Heilung vertieft. Das Buch bildet eine willkommene Einführung in die anthroposophische Seelenwissenschaft, zeigt aber auch, welche unauslotbaren Tiefen sich darin verbergen. So wird ein lebenslanges Studium angeregt. Und dies kann auf den Menschen in allen Bereichen aufbauend und stärkend wirken.

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Textauszug: Geistig: nun, der Mensch würde niemals zu dem albernen Glauben an eine bloß materielle Außenwelt, wie sie die Naturforschung heute annimmt, würde niemals zu einer Annahme von toten Atomen kommen, wie er heute kommt, und zu Ähnlichem …, wenn nicht der Drache in ihm die Elementarwesen von außen aufsaugen würde. Dadurch, dass die Elementarwesen von außen in ihm sitzen, wird der menschliche Blick von dem Geistigen der Dinge abgelenkt. Wenn der Mensch nach außen sieht, dann sieht er nicht mehr das Geistige in den Dingen, das mittlerweile in ihn eingezogen ist, sondern er sieht nur die tote Materie…
Und im Seelischen? Alles, was der Mensch jemals geäußert hat an demjenigen, was ich Feigheiten der Seele nennen möchte, rührt von dem her, was der Drache an Elementargewalten in ihm aufsaugt. Oh, wie sind sie verbreitet, diese Feigheiten der Seele! Der Mensch weiß ganz gut: Dies oder jenes soll ich tun, dies oder jenes ist in einer bestimmten Lage das Richtige. – Er kann sich nicht dazu aufraffen, er kann es nicht tun, irgend etwas wirkt als seelische Schwere in ihm …

Und physisch? Der Mensch würde niemals von demjenigen geplagt werden, was man die Bazillen der Krankheiten nennt, wenn nicht in ihm durch jene geistigen Wirkungen, die ich jetzt beschrieben habe, sein Leib fähig gemacht würde, ein Boden für Bazillenwirkungen zu sein. Bis in die physische Organisation gehen diese Dinge hinein.


Haas, Harald
Harald Haas, Medizinstudium in Heidelberg, Spezialarztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie in Berner Kliniken. Verschiedene Weiterbildungen. Fähigkeitsausweise für anthrop. erweiterte Medizin (VAOAS und GAÄD) und Psychotherapie (DtGAP). Seit 2012 Durchführung von anthroposophisch orientierten Achtsamkeits-Patientengruppen zusammen mit dem Heileurythmisten Theodor Hundhammer.
Seit vielen Jahren in eigener Praxis tätig zusammen mit der Ärztin für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin Heidi Böll Haas und Dr. phil. Karl Andres, psychologischer Psychotherapeut.

Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 in Kraljevec (Königreich Ungarn, heute Kroatien), geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule Wien und promovierte an der Universität Rostock mit einer erkenntnistheoretischen Arbeit, die mit dem Satz endet: «Das wichtigste Problem alles menschlichen Denkens ist das: den Menschen als auf sich selbst gegründete, freie Persönlichkeit zu begreifen.» Diese Überzeugung leitete ihn auch in seiner Tätigkeit als Goethe-Herausgeber in Weimar, als Schriftsteller, als Redakteur und Vortragsredner in Berlin, später in Dornach und an vielen anderen Orten Europas. Seine durch Bewusstseinsforschung erweiterte Sichtweise, die er «Anthroposophie» (Weisheit vom Menschen) nannte, ermöglichte es ihm, auf zahlreichen Lebensgebieten praktische und tiefreichende Impulse zu geben, stets mit dem Ziel einer spirituellen Erneuerung der Zivilisation. Nach der Trennung von der Theosophischen Gesellschaft, deren Deutscher Sektion er zunächst als Generalsekretär vorstand, wirkte bei der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft mit. Im Goetheanum in Dornach bei Basel bekam die Gesellschaft ihr Zentrum «Freie Hochschule für Geisteswissenschaft». Als der Doppelkuppelbau aus Holz durch Brandstiftung zerstört wurde, stellte sich Rudolf Steiner an die Spitze der neu begründeten Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner starb am 30. März 1925. Sein Werk umfasst neben zahlreichen geschriebenen Büchern Nachschriften von rund 6000 Vorträgen und ist in der «Rudolf Steiner Gesamtausgabe» zum großen Teil ediert.



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