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Stelter Coronomics



Nach dem Corona-Schock: Neustart aus der Krise

1. Auflage 2020, 217 Seiten, Kartoniert, Großformatiges Paperback. Klappenbroschur, Format (B × H): 142 mm x 218 mm, Gewicht: 315 g
ISBN: 978-3-593-51321-8
Verlag: Campus Verlag GmbH


Stelter Coronomics

Der Beginn einer neuen Wirtschafts- und Finanzordnung
März 2020. Angela Merkel spricht von der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens haben innerhalb kürzester Zeit zu Veränderungen geführt, die hierzulande noch völlig unmöglich erschienen als sie in China bereits Realität waren. Dann kam der Corona-Schock – der größte ökonomische Crash der Weltgeschichte.
Daniel Stelter legt mit Coronomics das Fundament für die Zukunft der Wirtschaft. Seine Logik: Was zumacht, muss auch wieder aufmachen. Aber resistenter als zuvor! Stelter legt dar, wie wir uns jetzt für die Zukunft nach Corona aufstellen müssen. Das wirtschaftliche Umfeld wird ein anderes sein: Aktive Notenbanken, aktive Staaten, Abkehr von der Globalisierung. Die Rückkehr der Inflation droht. Dies verlangt andere Prioritäten: Investition statt Konsum. Echte Reformen von Staat und Gesellschaft. So kann eine alttestamentarisch anmutende Katastrophe der Schlüssel zu einer prosperierenden Zukunft für uns alle werden.

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InhaltCoronomics 9Das Virus, das auf eine geschwächte Wirtschaft traf 11Keine Rückkehr zum Trendwachstum vor der Krise 12Anhaltender Rückgang des Produktivitätswachstums 14Aggressivste geldpolitische Maßnahmen 15Schulden, Schulden, Schulden! 16Deutlicher Anstieg der Vermögenspreise 19Zunahme und Abnahme der Ungleichheit 20Gedämpfte Aussichten 21Anfälliges Finanzsystem 23Spekulation auf Kredit 24Leverage hoch drei 26Die Illusion von Sicherheit 30Corona beendete die Party 33Das Virus als ultimativer Schock 39So wirkt das Virus auf die Wirtschaft 40Eine solche Rezession gab es noch nie 42Wir alle haben Schulden 43Operativer und finanzieller »Leverage« 44Ein Beispiel zum Anfassen 46Künstliches Koma für die Wirtschaft 51Die Politik setzt auf Liquiditätshilfen 51Ein Systemwechsel als unvermeidliche Folge? 53Ein künstliches Koma wäre die Lösung gewesen 55Staatliche Umsatzausfallzahlung 57Ein »gedankliches Koma« ist effektiv und effizient 60Wer zumacht, muss auch wieder aufmachen 63Szenarien für die Wiedereröffnung 64Die Logik 65Kosten versus Ertrag 68Mit Schwung aus dem Koma 70Wer soll das bezahlen? 73Spare in der Zeit ... 73Unzureichende Investitionen 76Deutschland will wieder sparen 78Was nicht sein darf ... 80Wachstum und Populismus vereinbaren 83Doch mehr Schulden? 86Risikopatient Eurozone 87Italien alleine 88EU und Euro gingen geschwächt in die Krise 89Kurze Erinnerung: Warum der Euro nicht funktioniert 92Kurze Erinnerung: Warum die EU nicht funktioniert 96Eine bessere EU als Antwort 98Patient Euro mit falscher Medizin 101Natürlich müssen wir solidarisch sein 103Ein »Weiter so« wird nicht möglich sein 104Neustart der Finanzordnung 107Leben auf Pump 107Japanische Verhältnisse für alle 111Notenbanken in der Ecke 113Radikale Ideen 115Das Virus macht es möglich 118Was wäre die Alternative? 122Damit nicht genug 124Neustart mit neuen Regeln 126Deutschland vor der Corona-Krise 127Es rumort in Deutschland 127Überforderte Politik? 132Lange Liste unangenehmer Themen 134Symbolpolitik statt Ursachenbekämpfung 137Neues Denken ist erforderlich 138Deutschland hat die guten Jahre nicht genutzt 141Die Krise als Chance fürgesellschaftsverändernde Projekte? 141Zehn tolle Jahre 143Die Fitness nimmt ab 146Unternehmen investieren nicht genug 149Coronomics für Deutschland 153Mitmachen! 153Solidarisch zeigen 160Ein Programm zur Konjunkturförderung 163Investieren 166Wachstumskräfte stärken 171Effizienz steigern 176Vermögen bilden und sichern 178Existenzielle Weichenstellung 184Corona als Katalysator für Wandel 187Virus statt Krieg 188Der Aufstieg Asiens 191Weihnachten ist es vorbei? 195Anmerkungen 197


Stelter, Daniel
Dr. Daniel Stelter ist Bestseller-Autor und Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Forums beyond the obvious (Website und Podcast). Er ist Experte für Wirtschafts- und Finanzkrisen und berät internationale Unternehmen und Investoren zu den Herausforderungen der sich stetig wandelnden globalen Märkte.


CoronomicsDas Corona-Virus hat Europa und die Weltwirtschaft fest im Griff. Die Pandemie hat eine dramatische Dynamik entwickelt. Wenn Sie dieses Buch in den Händen halten, hat die durch COVID-19 ausgelöste umfassende Gesundheits- und Wirtschaftskrise bereits neue Dimensionen angenommen. Hoffentlich liegt dann der Höhepunkt der Infektionswelle hinter uns und medizinische Therapien sind in Sicht oder gar schon in Anwendung.Selbst wenn es zu einer raschen Erholung der wirtschaftlichen Lage kommt und wir schon in einigen Monaten wieder dieselbe Wirtschaftsleistung aufweisen wie vor der Krise, wird uns die Epidemie noch lange beschäftigen. Die ökonomischen Folgen des Corona-Schocks sind gravierend und sie werden andauern.Vor allem werden sie eine neue Ära der Wirtschaftspolitik einläuten. Ich nenne sie »Coronomics«, ein Kunstwort aus den Wörtern »Corona«, dem Namen des Virus, und »Economics«, den Wirtschaftswissenschaften. Diese neue Wirtschaftspolitik wird das Jahrzehnt prägen und zu einem ganz anderen Umfeld führen, als wir es kennen. Die Inflation dürfte zurückkehren und die Staaten werden weitaus aktiver sein als in den letzten Jahren.Dabei lag ein Politikwechsel ohnehin in der Luft. Auch ohne Virus war absehbar, dass die Weltwirtschaft auf erhebliche Probleme zusteuert. Das Virus hat diese Probleme schließlich nur beschleunigt und vergrößert. Alle Schwachstellen sehen wir nun wie unter einem Brennglas.Viele Leser werden bei der Lektüre geschockt sein und ausrufen, dass man diese oder jene Maßnahme unmöglich hinnehmen oder gar unterstützen dürfe. Dem halte ich entgegen: Ich beschreibe hier, was unweigerlich auf uns zukommt und wie sich Länder aufstellen sollten, um in diesem Szenario die eigenen Interessen konsequent zu vertreten. Denn nur so können wir noch größeren Schaden abwenden - von unserem Land und unserer Wirtschaft und letztlich von Europa.Coronomics wird kommen, ob wir wollen oder nicht.Daniel StelterBerlin, April 2020Das Virus, das auf eine geschwächte Wirtschaft traf2019 war ein gutes Jahr. Zumindest an den Börsen. Nach Daten der Deutschen Bank konnte man als Kapitalanleger faktisch keine Verluste machen. Aktien, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, egal ob in den Industrieländern oder in den Schwellenländern - alles wies Gewinne auf. Ebenso stiegen der Goldpreis und der Preis von Öl. Die Wirtschaft wuchs, aber nicht zu schnell, um zu steigenden Zinsen zu führen. Ein ideales Umfeld für die Kapitalmärkte, die von Rekord zu Rekord eilten.Die Welt feierte den längsten Aufschwung der Nachkriegsgeschichte und die Überwindung der Finanz- und Eurokrise. Auf den ersten Blick sah alles gut aus und man schaute optimistisch auf die kommenden Jahre. Doch diese Sicht trog. Denn die Wirtschaft und die Finanzmärkte waren keineswegs gesund. Warnzeichen häuften sich, dass die Welt nicht so rosig war, wie Politiker, Notenbanken und nicht zuletzt auch die Kapitalmärkte dachten. Nicht wenige Beobachter warnten vor neuen Exzessen an den Börsen und erwarteten eine Korrektur. Nur was der Auslöser sein würde, wussten sie natürlich nicht.Keine Rückkehr zum Trendwachstum vor der KriseEs lohnt, sich den Zustand der Weltwirtschaft vor der Corona-Krise vor Augen zu führen. Denn dann versteht man besser, weshalb das Virus so verheerend auf die Wirtschaft wirkte und noch wirkt, wie wir aus der Krise herauskommen und vor allem, was wir nach der Überwindung der Krise alles ändern müssen, um unser Wirtschaftssystem robuster aufzustellen und zukunftsfähig zu machen.Dies beginnt mit dem Eingeständnis, dass wir zwar seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009 eine lange wirtschaftliche Erholung erlebt haben, der Aufschwung aber im Vergleich mit früheren Erfahrungen nach Rezessionen enttäuschte. Die Wachstumsraten lagen deutlich unter dem Niveau in der Zeit vor der Finanzkrise. Ökonomen vergleichen dazu das sogenannte Trendwachstum - also die Entwicklung der Wirtschaft, wenn alles so weitergegangen wäre wie vor der Krise - mit der tat


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