Buch, Deutsch, 272 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm
Eine Geschichte besonderer Bildbegegnungen
Buch, Deutsch, 272 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm
Reihe: Allgemeines Programm - Sachbuch (Wagenbach)
ISBN: 978-3-8031-3771-5
Verlag: Wagenbach Klaus GmbH
Die Museumsbesucher in Florenz schwindelt es. Überwältigt von der Schönheit der Uffizien oder des Palazzo Pitti, leiden sie unter Desorientierung, Herzrasen und Angstzuständen, sie werden ›kunstkrank‹: Derartige psycho-physische Bildwirkungen beobachtet Ende der 1980er Jahre die Psychiaterin Graziella Magherini. Sie prägt dafür den Begriff 'Stendhal-Syndrom'.
Dieses Phänomen ist keineswegs neu: Kunst hat seit jeher verletzt und geheilt, schockiert und getröstet, war religiöses Vorbild und Versprechen irdischen Glücks. Beispiele solch starker Reaktionen auf Bilder sind vielfältig – und haben ihre je eigene Geschichte.
Von überwältigenden ästhetischen Gefühlen erzählt Bernd Stiegler in neun historischen Fallstudien: Sie reichen von Pilgerreisen zu wundertätigen Bildern im Mittelalter, vom gemeinsamen Weinen vor anrührenden Gemälden im 18. Jahrhundert bis hin zur Begegnung mit Schockfotos und Op-Art im 20. Jahrhundert.
Ein ebenso originelles wie anregendes Buch über die mal kollektive, mal intime Faszination von Bildern – und was sie über die Wünsche ihrer Betrachter verrät.




