Straßner | Die dritte Generation der "Roten Armee Fraktion" | Buch | 978-3-531-14114-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 426 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 244 mm, Gewicht: 685 g

Straßner

Die dritte Generation der "Roten Armee Fraktion"

Entstehung, Struktur, Funktionslogik und Zerfall einer terroristischen Organisation
2003
ISBN: 978-3-531-14114-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Entstehung, Struktur, Funktionslogik und Zerfall einer terroristischen Organisation

Buch, Deutsch, 426 Seiten, Format (B × H): 157 mm x 244 mm, Gewicht: 685 g

ISBN: 978-3-531-14114-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften


Entgegen der weit verbreiteten Verschwörungstheorie, die dritte Generation der RAF habe nicht existiert und sei nur ein behördliches Konstrukt gewesen, um geheimdienstliche Aktivitäten zu verschleiern, schildert der Autor die Genese einer terroristischen Organisation aus dem Geist ihrer Vorgänger. Nach der fundamentalen Niederlage der RAF im Jahr 1977 erwuchs auf dem Nährboden der vorangegangenen, selbst mandatierten Revolutionäre eine in ihren Mitteln und ihrer Vorgehensweise verrohte Kleingruppe. Diese zeichnete sich durch die völlige Abkehr von ideologischen Prämissen, weitgehende Isolierung innerhalb des eigenen linksextremen Spektrums, fortschreitende waffentechnische und strukturelle Professionalisierung wie auch durch breit angelegte Internationalisierungsbestrebungen aus. Aus dieser Gemengelage heraus waren es ihre Attentate, die ihre Isolierung stets weiter vorantrieben. Insofern war die Auflösung der dritten Generation als RAF insgesamt das logische Ende einer Entwicklung, in welcher sich die RAF stets außerhalb des Systems gestellt hatte, ohne selbst positive Zielentwürfe vorzulegen.

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Weitere Infos & Material


I. Fehlperzeptionen und ein wissenschaftliches Desiderat.- 1. RAF: die Aktualität des Vergangenen.- 2. RAF: (k)ein wissenschaftlicher Gegenstand (mehr)?.- 3. Die dritte Generation der RAF in der Literatur.- II. Begriffsklärungen.- 1. Extremismus und Linksextremismus.- 2. Terrorismus und Linksterrorismus.- III. Entstehung, Entwicklung und Zerfall: die Logik des Terrorismus.- 1. Entstehungsbedingungen terroristischer Organisationen.- 2. Phylogenese und Ontogenese terroristischer Gruppierungen.- 3. Terrorismus und Systemtheorie: Zerfallsmöglichkeiten.- 4. „Klassischer“und „neuer“ Terrorismus.- IV. Struktur-, Sozialstruktur- und Personenanalyse: die dritte Generation der RAF.- 1. Das Generationsproblem.- 2. Wer ist die RAF der dritten Generation?.- V. Aktionsanalyse: der Terrorismus der RAF von 1982 bis 1993.- 1. Die Geschichte der RAF bis 1982.- 2. Strategischer Hintergrund der dritten Generation: das Mai-Papier.- 3. Anschläge auf Institutionen.- 4. Anschläge auf Personen.- 5. Zwischenfazit.- VI. Die RAF vor dem Aus: der Prozess ihrer Auflösung.- 1. Der Hungerstreik 1989.- 2. Der Zusammenbruch des „real existierenden“ Sozialismus und die Folgen für die RAF.- 3. Anpassungsbemühungen: die „soziale Gegenmacht von unten“.- 4. Strategien gegen die RAF.- 5. Die Rücknahme der Gewalt.- 6. Die Kritik an der Deeskalation.- 7. Bad Kleinen: „Debakel des Rechtsstaats“oder „legitimer Zugriff“?.- 8. Die Spaltung.- 9. Die Phase der Bedeutungslosigkeit: die RAF 1994–1998.- 10. Die Auflösungserklärung.- 11. Die dritte Generation und die Staatssicherheit der DDR.- VII. War die dritte Generation noch RAF? Ein Generationenvergleich.- 1. Entideologisierung.- 2. Isolierung.- 3. Professionalisierung.- 4. Internationalisierung.- 5. Die dritte Generationzwischen klassischem und neuem Terrorismus.- VIII. Der Anspruch der RAF und ihre aktuelle Situation.- 1. Die Situation nach der Auflösung.- 2. Überprüfung der Prämissen.- IX. Zusammenfassung: Restsignaturen einer terroristischen Organisation zwischen „Phantom“ und Surrogat.- 1. Grundkonstanten des RAF-Denkens bis heute.- 2. Behörden, Politik und die dritte Generation der RAF.- 3. Das perfektionierte Surrogat.- X. Quellen- und Literaturverzeichnis.- XI. Personen- und Sachregister.


Dr. Alexander Straßner ist Akademischer Rat z.A. am Institut für Politikwissenschaft der Universität Regensburg



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