Straßner | Sozialrevolutionärer Terrorismus | Buch | 978-3-531-15578-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 482 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 928 g

Straßner

Sozialrevolutionärer Terrorismus

Theorie, Ideologie, Fallbeispiele, Zukunftsszenarien
2009
ISBN: 978-3-531-15578-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Theorie, Ideologie, Fallbeispiele, Zukunftsszenarien

Buch, Deutsch, 482 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 928 g

ISBN: 978-3-531-15578-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften


Sozialrevolutionärer Terrorismus in seiner Breite und ideologischen Bezügen ist zu einem Stiefkind der Forschung degeneriert. Waren die relevanten Organisationen der sechziger und siebziger Jahre (RAF, Bewegung 2. Juni, Rote Brigaden, Tupamaros) eins der dominante Faktor der Berichterstattung, so fristen sie heuten ein Schattendasein neben dem die Agenda beherrschenden transnationalen Netzwerkterrorismus. Im Mittelpunkt des Sammelbandes steht dabei nicht allein die historische Analyse der wichtigsten europäischen wie überseeischen sozialrevolutionären Gruppierungen, sondern deren ideologischer Bezugsrahmen sowie gemeinsame Entstehungs- und Zerfallsbedingungen. Wie an taktischen und ideologischen Grenzfällen deutlich wird, findet sich aber auch im Terrorismus moderner Prägung sozialrevolutionäres Gedankengut. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass der sozialrevolutionär motivierte Terrorismus nicht mit dem Kollaps des real existierenden Sozialismus sein Ende gefunden hat. Angesichts von Negativeffekten der Globalisierung und fortschreitender sozialer Deprivation auch in Industriegesellschaften können sozialrevolutionäre Motive auch zukünftig Motive für Terroristen sein.

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Sozialrevolutionärer Terrorismus: Typologien und Erklärungsansätze.- Sozialrevolutionärer Terrorismus: Typologien und Erklärungsansätze.- Die Heterogenität sozialrevolutionärer Grundlagen.- Terrorismus als Revolutionshindernis: Karl Marx und Friedrich Engels.- Der Katechismus des Revolutionärs: Sergej Nechaev.- Anarchismus im Zarenreich: Michail Bakunin und Pjotr Kropotkin.- Die Idee der „Permanenten Revolution“: Leo Trotzki.- Die Avantgarde als Keimzelle der Revolution: Vladimir I. Lenin.- Angewandte Guerillatheorie: Mao Tse Tung.- Die Theorie der Revolutionsherde: Befreiung der Dritten Welt oder Wegbereiter des Terrorismus?.- Gewalt als Widerstandsrecht? Herbert Marcuse.- Die Frankfurter Schule — Das Primat der Theorie.- Organisationen.- Terrorismus im Zarenreich mit Vorbildfunktion: Die „Narodnaya Wolya“.- Bewaffneter Kampf im Mutterland des Imperialismus: Der Weather Underground.- Revolution als Tradition: Die Action Directe in Frankreich.- Orthodoxer Marxismus und Antiimperialismus: Die Belgischen Kommunistischen Zellen.- Perzipierter Weltbürgerkrieg: Rote Armee Fraktion in Deutschland.- Terroristische Alternative in der BRD: Die Bewegung 2. Juni.- Erdung durch Netzwerkstruktur? Revolutionäre Zellen in Deutschland.- Erdung durch Arbeiternähe? Die Roten Brigaden Italiens.- Die Schimäre der Weltrevolution: Rote Armee Faktion, Vereinigte Rote Armee und Japanische Rote Armee - Bewaffneter Kampf in Japan und im internationalen Kontext.- Die Phantomguerilla: Revolutionäre Organisation 17. November in Griechenland.- Erfolgreicher Terrorismus? Die Tupamaros in Uruguay.- Terrorismus oder Guerilla? Der Sendero Luminoso in Peru.- Ein „tragisch-groteskes“ Missverständnis: Das Scheitern der argentinischen Montoneros.- Die BrasilianischeStadtguerilla: Aktionskonglomerat auf widersprüchlicher Grundlage.- Moderner Terrorismus zwischen religiösen, politischen und sozialrevolutionären Motiven: das Beispiel AlQaida.- Folgerungen.- Die Zukunft des sozialrevolutionären Terrorismus.


Dr. Alexander Straßner ist Akademischer Rat am Institut für Politikwissenschaft der Universität Regensburg.



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