Sünder-Gaß | Der Dom St. Nikolaus in Stendal | Buch | 978-3-89923-346-9 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 48, 48 Seiten, PB, Format (B × H): 118 mm x 170 mm, Gewicht: 75 g

Reihe: STEKO-Kunstführer

Sünder-Gaß

Der Dom St. Nikolaus in Stendal


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-89923-346-9
Verlag: Stekovics, Janos

Buch, Deutsch, Band 48, 48 Seiten, PB, Format (B × H): 118 mm x 170 mm, Gewicht: 75 g

Reihe: STEKO-Kunstführer

ISBN: 978-3-89923-346-9
Verlag: Stekovics, Janos


Seit dem 12. Jahrhundert erlebte die Altmark, das Gebiet westlich der Elbe zwischen Magdeburger Börde und Wendland, einen beträchtlichen Aufschwung. Bis heute prägt der planmäßig vorangetriebene Landesausbau des hohen Mittelalters die Region im nördlichen Sachsen-Anhalt in ihrer dörflichen Siedlungsstruktur mit einer deutschlandweit einmaligen Ansammlung romanischer Dorf- und Klosterkirchen. Stendal entwickelte sich seit 1160 zu einer der wichtigsten und größten Städte des Territoriums. Gegen 1188 wurde das Kollegiatstift St.?Nikolaus in die aufstrebende Stadt verlagert. Diese einzige Einrichtung für Weltgeistliche in der Mark Brandenburg erlangte umgangssprachlich alsbald den Status eines Doms. Auch von der sehr frühen Gründung einer Schule ging große Wirkung aus. Die Stiftsherren erhielten später am weiträumigen Domplatz Wohnhäuser. Der langgestreckte spätgotische Chor mit dem 66 Sitzplätze umfassenden Chorgestühl vermittelt einen Eindruck von der großen Zahl der Geistlichen. Endgültig aufgelöst wurde das Stifskapitel nach der Reformation 1551.

Über das Aussehen des romanischen Vorgängerbaus kann mangels archäologischer Befunde nur spekuliert werden. Zu den umfangreichen Bauaktivitäten im 15. Jahrhundert am Ausgang des Mittelalters zählte auch der Neubau des Doms ab 1420. Spätgotik traf dabei auf erste Anklänge der Renaissance. Vierjochiger Langchor, neuer Chorraum, hoch aufstrebende Fenster, dreischiffiges Langhaus, zwei Lettnerpforten und mächtige Strebepfeiler kennzeichnen den Bau. Berichte aus dem 18. und 19.?Jahrhundert schildern den Bau als verwahrlost. Die aufkeimende Denkmalpflege der Romantik und des Historismus widmete sich auch dem Dom. In der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine erste Restaurierungsphase ein. Am 8. April 1945 erlitt die Anlage mehrere Bombentreffer. Zahlreiche Reparaturen nach 1990 waren Voraussetzung für ein inzwischen wieder reges Gemeindeleben.

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Zielgruppe


Besucher des Doms, Kunsthistoriker, Historiker, Theologen



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