Buch, Deutsch, 272 Seiten, GB, Format (B × H): 141 mm x 221 mm, Gewicht: 460 g
Buch, Deutsch, 272 Seiten, GB, Format (B × H): 141 mm x 221 mm, Gewicht: 460 g
ISBN: 978-3-7725-2384-7
Verlag: Freies Geistesleben GmbH
Der junge Alexios ist als Soldat
erledigt. In den Augen der Römischen
Heerführung, und in seinen eigenen
nicht minder. Als Kommandant der
verrufenen 'Grenzwölfe' aber entwickelt
er ungeahnte neue Stärke.
Die Macht der Römer in Britannien bröckelt längst, als Centurio Alexios
infolge einer eigenen Fehlentscheidung dorthin strafversetzt wird. Er
tritt an die Spitze der 'Grenzwölfe', einer bunt zusammengewürfelten
Truppe, die im Norden den äußersten Vorposten des Römischen Reiches
gegenüber den Pikten sichert. Alexios nimmt die Herausforderung an und
öffnet sich für die Menschen mit ihren heidnisch-keltischen, dem Römer
so fremden Bräuchen. Aber kann er mit seinen guten Beziehungen und
seinem Einfühlungsvermögen auch den erneuten Ansturm einheimischer
Stämme aufhalten?
Weitere Infos & Material
Und jetzt sah Alexios auch die Festung, die seinem Kommando
unterstehen sollte. Sie kauerte wie ein alter, vernarbter Hund
zwischen dem Wasser der weiten Flussmündung, das schwertgrau
dahinter schimmerte, und den braunen Dächern der Einheimischensiedlung,
die sich an der Landseite drängte.
Der neben ihm reitende Optio des kleinen Begleittrupps deutete
darauf: «Da ist Castellum, Herr.»
Als müsste man ihm das sagen.
Alexios nickte. Der erste Anblick seiner ersten Kommandostelle
hätte ein stolzer Augenblick sein müssen. Aber es war ja das Ende
von etwas, nicht der Beginn. Hier sollte das letzte bisschen seines
Soldatendaseins gänzlich verkümmern. Er war erledigt. Fertig.
Vernichtet.
Er merkte, wie sich sein Blick von der Festung in der Ferne löste
und dass er auf seine Zügelhand starrte. Auf den brüchigen Saphirring
mit dem eingravierten Delfin an seinem Siegelringfinger. Ein
alter, abgenutzter Ring war es, der von einer langen, stolzen
Soldatenlinie auf ihn gekommen war. Das Einzige, was er jetzt für
sie tun konnte, nachdem er sie so schrecklich entehrt hatte, war,
seine Niederlage so anzunehmen, dass es ihnen nicht noch mehr
Schande brachte.




