Buch, Deutsch, 176 Seiten, Klappenbroschur, Format (B × H): 124 mm x 205 mm, Gewicht: 240 g
Eine Kritik der dissonanten Herrschaft
Buch, Deutsch, 176 Seiten, Klappenbroschur, Format (B × H): 124 mm x 205 mm, Gewicht: 240 g
ISBN: 978-3-406-72722-1
Verlag: C.H.Beck
Die Bundeskanzlerin erklärt ihre Entscheidungen für 'alternativlos'. Der Finanzminister fordert andere dazu auf, 'ihre Hausaufgaben zu machen'. Und gebetsmühlenartig versichern Politiker nach Wahlniederlagen, 'die Sorgen der Bürger künftig ernst zu nehmen'. Das ist der 'Sound der Macht', den niemand mehr hören mag. Astrid Séville erklärt den Verfall der politischen Sprache in Deutschland – und welche Folgen das für die Demokratie hat.
Viel zu lange haben unsere Politiker mit ihren Phrasen notwendige gesellschaftliche Debatten über politische Zukunftsentwürfe schon im Keim erstickt. Das schlägt nun wie ein Bumerang auf sie zurück: Die Politikverdrossenheit ist einem wütenden Anreden gegen die Politik gewichen, einer toxischen Gegensprache, in der diffamiert, gehetzt und gelogen wird. Die etablierten Parteien reagieren hilflos auf diese Entwicklung. Sie wollen die Menschen wieder abholen, wo sie sind, und machen sich die Ressentiments ihrer populistischen Jäger selbst zu eigen. Die Politikwissenschaftlerin Astrid Séville plädiert in ihrem Buch für eine neue demokratische Streitkultur und fordert von unseren Abgeordneten den Mut, sich dem Verfall der politischen Sprache in Deutschland offensiv entgegenzustellen – notfalls auch mit der Konsequenz, abgewählt zu werden.
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Inhalt
Einleitung: Die Fallstricke politischer Sprache im Zeitalter des Populismus
1. Kapitel
'There is no alternative' Die lange Geschichte einer fatalen Floskel
2. Kapitel
'Hausaufgaben machen' Die toxischen Phrasen politischer Ökonomie
3. Kapitel
'Wir sind das Volk' Die diskursive Privilegierung der Unterprivilegierten
4. Kapitel
'Mut zur Wahrheit' Die Unkultur des Disclaimers
Schluss: Die Dissonanzen unserer Zeit
Anmerkungen




