Texier | Der weibliche Weg | Buch | 978-3-86374-481-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 302 Seiten, Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, Format (B × H): 139 mm x 216 mm, Gewicht: 426 g

Texier

Der weibliche Weg

Kraftvolle Rituale und Übungen für Schwangerschaft und Geburt. Das Erfolgsbuch aus Frankreich!
2. Auflage 2018
ISBN: 978-3-86374-481-6
Verlag: Mankau Verlag

Kraftvolle Rituale und Übungen für Schwangerschaft und Geburt. Das Erfolgsbuch aus Frankreich!

Buch, Deutsch, 302 Seiten, Klappenbroschur, 13,5 x 21,5 cm, Format (B × H): 139 mm x 216 mm, Gewicht: 426 g

ISBN: 978-3-86374-481-6
Verlag: Mankau Verlag


Wie stellen Sie sich die Geburt Ihres Kindes vor - und welche Gefühle begleiten Ihre Erwartungen? "Der weibliche Weg", das zweite Buch der französischen Yoga-Lehrerin Martine Texier, versteht Entbindung nicht als schmerzhafte Mühe, sondern als eine Art Initiation in die "Gemeinschaft der Mütter". Der Geburtsvorgang wird aktiv gestaltet und mit allen Sinnen als Zustand der absoluten Offenheit und Verbundenheit mit dem Kind erlebt.
Das Buch beschreibt auf einfühlsame und leicht verständliche Weise die anatomischen und energetischen Zusammenhänge der Geburtserfahrung. Zentral ist dabei die "Energie der Welle", um selbstbestimmt und freudig gebären zu können und somit Ängste und Schmerzen zu bewältigen. Dabei schöpft Martine Texier aus ihrem großen Erfahrungsschatz in der Geburtsvorbereitung sowie in der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit werdenden Müttern und Hebammen.
Ihr revolutionärer Ansatz besteht darin, in einer aufrechten Haltung ganz bewusst die verschiedenen Türen in Becken, Gebärmutterhals und Damm zu öffnen - unterstützt durch über 100 kraftvolle Yoga- und Beckenbodenübungen. Dank dieser Vorbereitung und einer positiven Geisteshaltung "tanzt" die Frau gleichsam im Rhythmus der unendlichen Bewegung durch die Geburt. Da mit dem Kind immer auch eine ganze Familie geboren wird, ist "Der weibliche Weg" zugleich ein mitreißender Appell an das Leben.
Der bewährte Begleiter durch Schwangerschaft und Geburt - erstmals in deutscher Sprache!

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Zielgruppe


Frauen, Eltern, werdende Mütter, Schwangere

Weitere Infos & Material


INHALT

Dank an ...
Vorwort von Richard Moss
Vorwort von Yves Mangeart

Einleitung
- Der Ablauf der Initiation
- Intensität, Anstrengung, das Über-sich-Hinauswachsen

- Aufruf ans Leben
- Die Geburt: ein natürlicher Vorgang
- Zur Welt kommen
- Präsenz

1. Die Durchquerung des Beckens

A. Die Beckenhöhle als Nest
Das Becken im Körperschema
Anatomie und Körperwahrnehmung im Yoga
Das Becken als Wegkreuzung im Körper
Das Becken als Wegkreuzung der Energieströme

B. Die Eingangspforte zum Becken
Sich das große Becken bewusst machen
Das große Becken in den Yoga-Stellungen
Die Eingangspforte des Beckens

C. Die Ausgangstür des Beckens
Die Sitzbeinhöcker: Vorderseite des Beckens
Die Raute an der Beckenunterseite
Der Beckenboden
Die Erweckung der Basis
Die Ausgangstür des Beckens

D. Das kleine Becken: das Heiligtum
Der Weg zur Initiation
Die Atmung
Die Geburtsspirale
Das kleine Becken in den Yoga-Haltungen
Das innere Heiligtum
Der Appell an das Leben im Heiligtum

E. Die Festigkeit des Beckens
Festigende Haltungen: Kreisen in Seitenlage

F. Die Öffnung des Beckens
Die Gelenke des Beckens
Haltungen zur Öffnung des Beckens

2. Das Fundament, die Tür zum Gebärmutterhals

A. Das Fundament
Das Fundament für den Damm
Sich des Damms bewusst werden
Die Beckenspange
Das Dammkreuz
Das Symbol der Unendlichkeit am Damm
Die Scheidenatmung
Das Licht der Geburt

B. Der Gebärmutterhals mit dem Muttermund als Tür
Der Gebärmutterhals im kleinen Becken
Der Gebärmutterhals im großen Becken
Der Gebärmutterhals und der Damm
Der Gebärmutterhals in körperlicher Hinsicht
Der Gebärmutterhals in energetischer Hinsicht

3. Kraft und Gleichgewicht

A. Die Kraft des Bauches
Der Körperschwerpunkt
Das Kraftzentrum
Die aktive Bauchatmung
Das energetische Zentrum
Die Erfahrung Universum

B. Das Gleichgewicht wiederfinden
Das Gleichgewicht des Beckens
Die Haltungen für das Gleichgewicht

4. Das Baby ist zu hoch oder zu tief: Was tun?
Bewusst kommunizieren
Der Ort des Treffens
Das Kind liegt zu tief
Das Kind liegt zu hoch

5. Die Senkrechte

Strecken
Die Streckhaltungen
Der bewegliche Brustkorb
Stärkung der tiefen Rückenmuskeln
Die Senkrechte

6. Entspannen: ein Initiationsritus

A. Das Loslassen
Das Loslassen üben

B. Das Dazwischen: Zutritt zu einer anderen Dimension
Die Stille zwischen den Geräuschen
Die Räume zwischen den Dingen
Die Entspannung, die der Wehe folgt
Die Entspannung herbeiführen

7. Die Energie der Welle

Die Verlagerung des Bewusstseins
Der Blick von innen oder Bewusstsein
Die Energie spüren
Die energetische Dimension der Wellenatmung
Die verschiedenen Stufen der Wellenatmung
Die energetische Atmung
Das energetische Wiederaufladen

Verbundenheit mit dem Unendlichen und Meditation

8. Sich von der Angst befreien

Der Prozess der Angst
Die Angst vor der Entbindung
Eine angstfreie Entbindung

9. Der Schmerz: ein Initiationsritus

Der Entbindungsschmerz
Wie geht man mit Schmerzen um?
Der Schmerz der letzten Wehen

Einen Sinn erkennen: ein Initiationsritus

10. Die Gemeinschaft der Mütter

Die Zugehörigkeit zur Ahnenreihe
Die Familie der Mütter
Die universelle Mutter

11. Die Welle und der Fels

Die Symbolkraft des Wassers
Das Wasser und die Mutterschaft
Das Wasser und die Emotionen
Verflüssigung und Entbindung
Die Präsenz des Felsens

12. Miteinander verbundene Geburten

Den Zustand der Öffnung begünstigen
Von Geburt zu Geburt
Die anderen Geburten
Die eigene Geburt noch einmal erleben
Die Geburten des Lebens

13. Der Tanz mit der Unendlichkeit

Das Unendlichzeichen
Das Unendlichzeichen im Körper
Das Unendlichzeichen in der Bewegung

Die Unendlich-Bewegungen im Becken
Der Tanz der Unendlichkeit
Die minimalen Unendlich-Bewegungen
Der Wille zur Unendlich-Bewegung

Schlussfolgerung
Endnoten
Stichwortregister


((Auszug))
Kapitel 4: Das Baby ist zu hoch oder zu tief: Was tun?

Die Lage des Babys ist kein unabwendbares Schicksal. In den Yoga-Kursen ist es schon häufig vorgekommen, dass eine werdende Mutter nach einem Ultraschall oder einem Arztbesuch Besorgnis geäußert hat. In der Regel hat sie dann gerade erfahren, dass ihr Kind entweder zu früh zu tief liegt oder noch zu hoch, obwohl sie im letzten Monat ist.

Das gefühlvolle Erleben der Yoga-Übungen ermöglicht Ihnen zu spüren, dass es kein Zufall ist, wenn Ihr Baby so liegt, und auch kein unabwendbares Schicksal. Wir wollen versuchen, das nachzuvollziehen. Das Baby ist ja bereits eine Person. Die Forschung der letzten Jahre im Bereich der Kinderheilkunde und der Psychoanalyse hat erneut gezeigt, was die Wissenschaft des Yoga seit Jahrtausenden weiß: "Das Baby ist eine Person", eine eigenständige Person, und das nicht erst bei der Geburt, sondern bereits in utero. Ihr Kind hat in der Tat bereits in den ersten Monaten nach der Zeugung seine Empfindungsfähigkeit. Zahlreiche Veröffentlichungen helfen Ihnen zu erkennen, dass Sie sehr früh mit ihm sprechen und kommunizieren können. Es hört, sieht ein wenig und kann durch die Bauchwand auf Ihren Kontakt reagieren, indem es sich gegen Ihre Hand schmiegt.

Bewusst kommunizieren

Jede Mutter stellt während der Schwangerschaft instinktiv einen Kontakt mit ihrem Kind her. Diese Beziehung kann aber von einer zur anderen Frau ganz anders aussehen. Sobald Sie einen Augenblick haben, nehmen Sie sich die Zeit, in Kontakt mit Ihrem Kind zu treten. Spüren Sie es: Wie geht es ihm heute? Machen Sie sich die Atmosphäre bewusst, die Sie ihm bieten.

Wenn Sie sich einmal nicht so wohlfühlen, machen Sie eine Pause, und atmen Sie langsam und gleichmäßig. Ein paar Atemzüge, schon wird es Ihnen besser gehen. Gehen Sie zur Bauchatmung über, so können Sie die Region entspannen, in der sich die Gebärmutter und Ihr Baby befinden. Genießen Sie die Entspannung, die sich in Ihnen ausbreitet, in Ihnen und Ihrem Kind.

Der Ort des Treffens
Legen Sie sich mit angewinkelten Beinen auf den Rücken. Legen Sie die Hände auf den Unterleib, geben Sie sich der Bauchatmung hin. Stellen Sie fest, wo Sie Ihre Hände abgelegt haben. Das ist nicht unerheblich! Im Yoga-Kurs stellen wir jedes Mal fest, dass eine Frau, deren Kind zu tief liegt, die Hände nahe ans Schambein legt. Liegt es zu hoch, legt sie die Hände unter die Brust. Natürlich kommen alle Abstufungen dazwischen ebenfalls vor. Die Position Ihrer Hände zeigt einfach nur den Ort, wo Sie - bewusst oder unbewusst - Ihr Kind treffen möchten:

Ihr Baby wird sich nie an einem Platz einrichten, dessen Leere es spürt. Es schmiegt sich an die Stellen, an denen Sie sich gern regelmäßig aufhalten. Sie treffen Ihr Kind lieber ganz da oben, nahe an Ihrem Herzen? Sie dagegen ganz weit unten, nahe an der Ausgangstür? Sie wiederum in der Mitte, in der Rundung Ihres Leibes?

Das Ganze ist wie in einem Haus: Sie betreten ein Zimmer, in dem Sie sich nicht wohlfühlen. Sie haben keine Lust, sich dort einzurichten: Hier herrscht keine Wärme, keine Herzlichkeit; Sie erkennen, dass es unbewohnt ist. So geht es auch Ihrem Kind. Das ist eine erste, wichtige Feststellung. Doch diese Erkenntnis reicht bedeutend tiefer.(...)

Das Kind liegt zu tief

Wenn Sie die Hände auf das Schambein legen, bedeutet das meist, dass Sie die Ausgangstür besetzen. Dieses Verhalten ist im letzten Monat der Schwangerschaft normal, kann aber zu Problemen führen, wenn der Moment noch nicht gekommen ist. Machen Sie sich also Ihre Einstellung bewusst, versuchen Sie, Ihre Beweggründe zu verstehen, ohne sich Vorwürfe zu machen. Und dann ist es ja auch ganz leicht, Ihre Hände zu verlagern, um sie weiter oben abzulegen. Das Baby folgt ihnen. Achten Sie darauf, wie diese einfache Geste eine veränderte Beziehung zu Ihrem Kind herstellt. (...)

((Auszug aus dem Vorwort von Richard Moss))

(...) Die Natur hat in ihrer Großartigkeit verschiedene Initiationen für unser Leben vorgesehen. Die bedeutendsten sind wohl die Geburt und der Tod, auch wenn sie durch den ständigen Ruf nach Sicherheit und Komfort, die unsere moderne Welt ausmachen, total oberflächlich geworden sind. (...) Weil uns anscheinend die Fähigkeit abhandengekommen ist zu erkennen, was wir da aufgeben, verzichten wir auf diese Initiationsriten, ohne es überhaupt zu merken. Wir fühlen uns verpflichtet, das Risiko und die Unsicherheit, die nun einmal zu einer wahren Initiation gehören, gegen den kurzfristigen Trost einzutauschen, den uns die moderne Medizin verspricht: eine Entbindung ohne Schmerzen und fast ohne Probleme.

Wir alle können dankbar sein für die Möglichkeit, die Entbindung für Mutter und Kind so risikofrei wie möglich zu gestalten. Das ist eine sensationelle Befreiung. Aber leider begnügen wir uns ja nicht damit, das Leben zu schützen. Wir greifen ständig und oft auch noch ganz grundlos in den Prozess des Gebärens ein. (...)

Die heiligsten Initiationsriten der Natur kurzzuschließen hat auf lange Sicht weitreichende Konsequenzen: Es schwächt unsere angeborene Fähigkeit, uns zu liebevollen und einfühlsamen Persönlichkeiten zu entwickeln, die später in der Lage sind, auf sozialer Ebene gute Entscheidungen zu treffen.

Deshalb ist auch dieses Buch von Martine Texier so wichtig. Sie erinnert uns daran, dass eine Entbindung auch eine Bewährungsprobe ist und als etwas Heiliges aufgefasst werden sollte. Die Autorin erklärt, wie die Mutter, wenn sie das Gebären als eine wahrhaftige Initiation erlebt, durch Schwangerschaft und Entbindung darauf vorbereitet wird, ihr eigenes, grenzenloses Selbst mit der Seele des Kindes zu verschmelzen. Diese Initiation erweckt in ihr die tief reichende Fähigkeit, das Kind "gedeihen" zu lassen. Dieser heilige Bund ist für mich die Wurzel der naturgegebenen Fähigkeit, die wir alle besitzen, um uns zu liebevollen und einfühlsamen Persönlichkeiten zu entwickeln. Wie auch die Autorin betont, wird dieses Potenzial grausam beschnitten, wenn es einer Frau nicht gestattet ist, bis an ihre Grenzen zu gehen, um dann darüber hinaus und in neue Sphären geleitet zu werden, indem sie den Härtetest der Geburtswehen und die finale Befreiung des Gebärens durchlebt.

Die Autorin warnt uns nachdrücklich: Wenn wir die Verantwortung für die Geburt der Ärzteschaft überlassen, dann berauben wir die Frauen der ihnen eigenen Kraft und das Ereignis seiner besonderen Bedeutung. (...)

Die Geburt sowie die darauf folgenden Minuten und Tage sind eines der größten Wunder des Lebens. Wenn die Mutter sich ihr Kind sofort auf die Brust legt, sodass es ihren Herzschlag hört, dann werden durch ihren Herzschlag die Verbindungen zwischen dem Herzen des Kindes, seinem limbischen System, das über unser Gefühlsleben entscheidet, und den Bereichen der Großhirnrinde aufeinander abgestimmt. Daraus kann sich eine größere soziale und spirituelle Kompetenz entwickeln. Diese ersten Augenblicke im Leben beeinflussen also unsere Fähigkeit, liebenswürdig zu sein und soziale Kompetenz zu erlangen. Und der himmlische Frieden, den eine Frau nach einer natürlichen Geburt empfindet, bringt auch dem Kind Frieden, sodass es sich schnell von seinem Geburtstrauma erholt. Das hat dann einen weitreichenden Einfluss darauf, wie dieses Kind später einmal mit Angst umgehen wird. (...)

Ich kenne Martine seit Jahren. Sie ist eine Frau mit Herz und Verstand. Ich habe ihre Entwicklung verfolgt und erlebt, wie sie ihr ganzes Leben einer Aufgabe gewidmet hat: Sie will der breiten Öffentlichkeit ein tieferes Bewusstsein für die Bedeutung von Schwangerschaft und Geburt vermitteln. (...) Wir sollten die großartige Initiation ganz bewusst annehmen, die eine Geburt bedeutet. Die Natur macht sie eigentlich jedem Menschenleben zum Geschenk.

Richard Moss


Texier, Martine
Martine Texier ist seit 1981 Yoga-Lehrerin im französischen Grenoble und bildet seit 1986 an der Yoga-Schule Evian auch andere Yoga-Lehrer aus. Drei Jahre lang leitete sie zudem den Kurs "Yoga und Mutterschaft" an einem Krankenhaus in Grenoble. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Erfahrung in der Geburtsvorbereitung durch Yoga und in der Ausbildung von Hebammen in Frankreich und der Schweiz. Ihre Bücher "L’attente sacrée, 9 mois pour donner la vie" (2009) und "Accouchement, naissance: un chemin initiatique" (2012) sind im Verlag Le Souffle d’Or erschienen.

Martine Texier ist seit 1981 Yoga-Lehrerin im französischen Grenoble und bildet seit 1986 an der Yoga-Schule Evian auch andere Yoga-Lehrer aus. Drei Jahre lang leitete sie zudem den Kurs "Yoga und Mutterschaft" an einem Krankenhaus in Grenoble. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Erfahrung in der Geburtsvorbereitung durch Yoga und in der Ausbildung von Hebammen in Frankreich und der Schweiz. Ihre Bücher "L’attente sacrée, 9 mois pour donner la vie" (2009) und "Accouchement, naissance: un chemin initiatique" (2012) sind im Verlag Le Souffle d’Or erschienen.



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