Buch, Deutsch, 449 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Buch, Deutsch, 449 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Reihe: Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament
ISBN: 978-3-16-200253-2
Verlag: Mohr Siebeck
Johannesevangelium und Johannesbriefe stehen seit geraumer Zeit im Fokus der neutestamentlichen Forschung. Zwölf aktualisierte und erweiterte jüngere Studien des Autors zum Corpus Iohanneum widmen sich Brennpunkten der jüngeren Debatten, lenken die Aufmerksamkeit aber auch auf bislang wenig beachtete Aspekte. Michael Theobald untersucht zunächst die Raum- und Zeitkonstruktion des Evangeliums, liest johanneische Herrenworte als metatextuelle Spiegel synoptischer Jesusüberlieferung, vergleicht die Verhörszenen der Passion mit ihren synoptischen Fassungen und fragt nach der Genese des Corpus Iohanneum insgesamt. Exegetisch und theologisch werden zentrale Texte neu erschlossen: 2Kön 17 erscheint als prägender Hintergrund für das Gespräch Jesu mit der Samaritanerin. Das Paradigma einer „sakramentalen Ritenvergessenheit" wird zugunsten einer differenzierten Sicht auf Pneumatologie und Inkarnation als Kennzeichen des johanneischen Mahlverständnisses korrigiert. Das Pilatuswort „Seht, der Mensch!" gewinnt christologische Tiefenschärfe, und die Erzählfiguren des Evangeliums veranschaulichen, was mündiger Glaube bedeutet. Zugleich tritt die ekklesiale Lebenswirklichkeit der johanneischen Gemeinden, besonders im Thema der Gastfreundschaft, deutlich hervor. Rezeptionsgeschichtlich spannt sich der Bogen von der asketischen Deutung des Kana-Wunders über eine Neulektüre von Joh 17, die zwischen „heilig" und „sakral" unterscheidet, bis zur Frage nach der Angemessenheit „mystischer" Deutungen des Evangeliums. Als weiterführend erweist sich das Paradigma einer „Mystik des Wortes", die Gegenwart und Entzogenheit Gottes im Evangelium zugleich zu denken aufgibt.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Bibelwissenschaften Neues Testament: Exegese, Geschichte
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Heilige & Traditionelle Texte, Mythologie, Vergleichende Mythologie
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Theologie
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Christliche Kirchen, Konfessionen, Denominationen Protestantismus, evangelische und protestantische Kirchen
Weitere Infos & Material
Literarische Fragen - synchron und diachron
1. Raum- und Zeitkonstruktion im Johannesevangelium. Zugleich ein Beitrag zur expositionellen Funktion der Erzählung von der Tempelreinigung Joh 2,13-22
2. Johannine Dominical Sayings as "Metatexts" of Synoptic Sayings of Jesus. Reflections on a New Category within Reception-History
3. Gattungswandel in der johanneischen Passionserzählung. Die Verhöre Jesu durch Pilatus (Joh 18,33-38; 19,8-12) im Licht der
Acta Isidori
und anderer Prozessdialoge
4. Eine Gemeinschaft von „Zeugen" (von Joh 1,7.15 bis 3Joh 12). Beobachtungen zur Genese des Corpus Iohanneum auf der Basis des Prologs
Vertiefungen - exegetisch und bibeltheologisch
5. 2Kön 17,24-41 als Prätext des Gesprächs Jesu mit der Samaritanerin (Joh 4,4-26)
6. Eucharistie in Joh 6.Vom pneumatologischen zum inkarnationstheologischen Verstehensmodell
7. Ecce homo - Christus und der entehrte Mensch (Joh 19,4-7). Zu einer rätselhaften Christusprädikation
8. „Wir haben geglaubt und erkannt [...]" (Joh 6,69). Selbstverantworteter Glaube nach dem Johannesevangelium
9. Gastfreundschaft im Corpus Iohanneum. Zur religiösen Transformation eines kulturellen Grundcodes der Antike
Rezeptions- und Wirkungsgeschichte
10. Die Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-11) - ein Problem für Asketen?
11. Das sogenannte hohepriesterliche Gebet Jesu (Joh 17). Eckpfeiler der sazerdotal-kultischen Wahrnehmung der Passion Jesu durch Joseph Ratzinger / Benedikt XVI.
12. „An der Brust Jesu" (Joh 13,23) - Christusmystik bei Johannes? Ein rezeptionsgeschichtlicher Zugang
Literarische Fragen - synchron und diachron
1. Raum- und Zeitkonstruktion im Johannesevangelium. Zugleich ein Beitrag zur expositionellen Funktion der Erzählung von der Tempelreinigung Joh 2,13-22
2. Johannine Dominical Sayings as "Metatexts" of Synoptic Sayings of Jesus. Reflections on a New Category within Reception-History
3. Gattungswandel in der johanneischen Passionserzählung. Die Verhöre Jesu durch Pilatus (Joh 18,33-38; 19,8-12) im Licht der
Acta Isidori
und anderer Prozessdialoge
4. Eine Gemeinschaft von „Zeugen" (von Joh 1,7.15 bis 3Joh 12). Beobachtungen zur Genese des Corpus Iohanneum auf der Basis des Prologs
Vertiefungen - exegetisch und bibeltheologisch
5. 2Kön 17,24-41 als Prätext des Gesprächs Jesu mit der Samaritanerin (Joh 4,4-26)
6. Eucharistie in Joh 6.Vom pneumatologischen zum inkarnationstheologischen Verstehensmodell
7. Ecce homo - Christus und der entehrte Mensch (Joh 19,4-7). Zu einer rätselhaften Christusprädikation
8. „Wir haben geglaubt und erkannt [...]" (Joh 6,69). Selbstverantworteter Glaube nach dem Johannesevangelium
9. Gastfreundschaft im Corpus Iohanneum. Zur religiösen Transformation eines kulturellen Grundcodes der Antike
Rezeptions- und Wirkungsgeschichte
10. Die Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-11) - ein Problem für Asketen?
11. Das sogenannte hohepriesterliche Gebet Jesu (Joh 17). Eckpfeiler der sazerdotal-kultischen Wahrnehmung der Passion Jesu durch Joseph Ratzinger / Benedikt XVI.
12. „An der Brust Jesu" (Joh 13,23) - Christusmystik bei Johannes? Ein rezeptionsgeschichtlicher Zugang




