Thomas | Der inszenierte Habitus | Buch | 978-3-658-53074-7 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 280 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Thomas

Der inszenierte Habitus

Bildungsprozesse im Spiel "Academia"
Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-658-53074-7
Verlag: Springer

Bildungsprozesse im Spiel "Academia"

Buch, Deutsch, 280 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-658-53074-7
Verlag: Springer


Wie "wird" man wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in – wenn explizite Ordnungsmittel beruflicher Bildung weitestgehend fehlen?

Die Studie untersucht, welche Vorstellungen wissenschaftliche Mitarbeiter*innen von „vollendeter Kompetenz“ entwickeln und wie diese Vorstellungen ihr professionelles Selbstverständnis prägen. Auf Grundlage narrativer Interviews und visueller Materialien wird das akademische Feld als ein Spiel zwischen Passung, impliziten Regeln und biografischen Kipppunkten rekonstruiert.

Im Zentrum steht die Entwicklung einer wissenschaftlichen Persona: zunächst getragen von Vertrauen und Anpassung, später häufig geprägt durch Entzauberung, Reflexivität und strategische Selbststeuerung. Kompetenz erscheint dabei als Fähigkeit, in widersprüchlichen Erwartungen und institutioneller Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

Die Arbeit verbindet Habitustheorie, strukturale Bildungstheorie und dokumentarische Methodologie zu einer dichten Analyse von Bildungsprozessen. Dabei wird mit dem „inszenierten Habitus“ eine empirisch rekonstruierte Habitusform sichtbar, die das Spannungsverhältnis von Passung und Autonomie beschreibt. Zugleich bestätigen die Ergebnisse zentrale Annahmen der strukturalen Bildungstheorie, insbesondere die Bedeutung diskontinuierlicher, durch Brüche angestoßener Transformationsprozesse. Die Studie eröffnet damit einen differenzierten Blick auf die Frage, was es bedeutet, in der Universität nicht nur mitzuspielen, sondern sich in ihr zu bilden.

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Zielgruppe


Research


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Einleitung.- Wissenschaftliche Mitarbeit im Hochschulsystem.- Theoriebezüge: Habitus, Kompetenz und Bildung.-  Zwischenfazit.- Forschungsdesign.- Das Spiel Academia als implizite Inszenierung.- Der Kipppunkt: Die Inszenierung wird sichtbar.- Die Reflexion der Inszenierung als Bildungsprozess.- Theoretische Verdichtung.- Kritische Reflexion der Untersuchung.


Dr. phil. Vivienne Thomas , derzeit Vertretungsprofessorin für Berufliche Bildung mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege an der Universität Leipzig. Forschungsschwerpunkte: Professionalisierung, Habitus, Berufsidentität, Didaktik der Gesundheits-/Therapieberufe. Bei der Publikation handelt es sich um die Habilitationsschrift der Autorin im Fach Berufspädagogik.



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