Tierbach | Das Ringen um Teilhabe | Buch | 978-3-8379-3515-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 428 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: Dialektik der Be-Hinderung

Tierbach

Das Ringen um Teilhabe

Autismus-Therapie im Spiegel rekonstruktiver Sozialforschung
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8379-3515-8
Verlag: Psychosozial Verlag GbR

Autismus-Therapie im Spiegel rekonstruktiver Sozialforschung

Buch, Deutsch, 428 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: Dialektik der Be-Hinderung

ISBN: 978-3-8379-3515-8
Verlag: Psychosozial Verlag GbR


In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann. Die Besonderheit dieser Arbeit liegt in ihrem multidisziplinären Ansatz: Die Autorin verbindet die materialistische Behindertenpädagogik mit der Feldtheorie Pierre Bourdieus. Dieser theoretische Rahmen wird durch Methoden der rekonstruktiven Sozialforschung untermauert, wodurch ein analytischer Zugang entsteht, der die konstitutiven Spannungsverhältnisse im Feld der Autismus-Therapie präzise offenlegt.

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Danksagung
Abkürzungsverzeichnis
Einleitung
1 Verhältnisbestimmungen von Teilhabe – Teilhabe als Bestimmung von Verhältnissen
1.1 Das Verhältnis zwischen Teilhabe und Behinderung
1.1.1 Das Geflecht zwischen Behinderung – Teilhabe – Normalität
1.1.2 Ausgrenzung, Ausschluss und Isolation – Oder: Was es heißt, nicht teilzuhaben
1.1.3 Rechtliche Verankerungen und Verstrickungen
1.2 Teilhabe im und als Verhältnis zu Inklusion – Partizipation – Zugehörigkeit
1.2.1 Teilhabe und Inklusion
1.2.2 Teilhabe und Partizipation
1.2.3 Teilhabe und Zugehörigkeit
1.3 Teilhabe und pädagogisches Handeln – Oder: Die Pädagogisierung von Teilhabe
2 Das Spektrum der Konstruktionen von Autismus
2.1 Verhalten als Diagnosekriterium
2.2 Zur Einordnung neuropsychologischer Erkenntnisse im Erklärens- und Verstehensprozess
2.3 Vom Verhalten zu den Verhältnissen – Oder: Reduktionistische Sichtweisen auf Autismus überwinden
2.3.1 Kulturhistorische Vorüberlegungen
2.3.1 Zur Rekonstruktion von Autismus als Verhältnis in Verhältnissen
2.4 Spannungsverhältnisse der Konstruktionen von Autismus im Kontext der Pädagogik
2.4.1 Pathologisierende Konstruktion und normalisierende Förderung
2.4.2 Ambivalenzen einer neurodiversitätsorientierten Pädagogik
2.5 Exkurs: Kindheit und Behinderung
3 Teilhabe in der Pädagogik mit Menschen im Autismus-Spektrum
3.1 Verhältnisbestimmung zwischen Pädagogik, Förderung und Therapie
3.2 Rehistorisierung
3.3 Teilhabe als Begegnung im gemeinsamen Sprachraum
4 Das Feld der Autismus-Therapie
4.1 Rechtliche Einordnung von Autismus-Therapie
4.2 Aktueller Forschungsstand
4.3 Zur Entwicklung einer feldtheoretischen Perspektive
4.3.1 Grundzüge der Feldtheorie
4.3.2 Relative Autonomie von sozialen Feldern
4.3.3 Spielregeln und illusio
4.3.4 Feld(un)zugehörigkeit
4.3.5 Doxa
4.3.6 Kapitalformen
4.3.7 Habitus, Feld und Praxis
4.4 Autismus-Therapie – Ein feldtheoretischer Systematisierungsversuch
4.4.1 Das doxische Verständnis von Autismus
4.4.2 Die Verortung von Teilhabe in der Feldlogik der Autismus-Therapie
4.4.3 Die Position der Professionellen im Feld
4.5 Konturierung der Forschungsfrage(n)
5 Method(olog)ischer Rahmen der empirischen Rekonstruktionen
5.1 Grundannahmen rekonstruktiver Sozialforschung
5.2 Narrative Interviews mit Expert:innen
5.3 Praxeologische Wissenssoziologie und Dokumentarische Methode
5.4 Forschungspraxis
5.4.1 Gemeinsames Interpretieren in Interpretationsgruppen
5.4.2 Interpretationsschritte der Dokumentarischen Methode
5.4.3 Feldzugang und Durchführung der Erhebung
5.4.4 Fallauswahl
6 Sinngenetische Typenbildung
6.1 Typ I – Aushandlung von divergierenden Erwartungen
6.1.1 Aushandeln von elterlichen Erwartungen
6.1.2 Aushandeln von Erwartungen an das Umfeld
6.2 Typ II – Vermittlung zwischen Autismus und Normalität
6.2.1 Vermittlung auf Ebene der Zugehörigkeit
6.2.2 Vermittlung auf Ebene der dilemmatischen Besonderung
6.3 Typ III – Veränderung und Öffnung von Beziehungs- und Handlungsräumen
6.3.1 Veränderung und Öffnung nach außen
6.3.2 Veränderung und Öffnung im Innen
7 Die Bedeutungen von Teilhabe im Feld der Autismus-Therapie
7.1 Das Ringen an der Grenze zwischen Autismus und Normalität
7.2 Die Wechselseitigkeit von Beziehungen als ein Ringen um gemeinsame Bedeutungen
7.3 Das Ringen als Spannung in der Zusammenarbeit mit Eltern
7.4 Ausblick und Anfragen an das Feld der Autismus-Therapie
7.5 Grenzen der empirischen Untersuchung
8 Schlusswort
Literatur


Tierbach, Julia
Julia Tierbach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen der Universität Siegen. Sie hat Rehabilitationswissenschaften mit den Schwerpunkten Jugendhilfe und Soziale Arbeit sowie Rehabilitation von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen studiert und an der Fakultät für Bildung, Architektur und Künste der Universität Siegen promoviert.

Stand: April 2026



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