Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
Buch, Deutsch, Band 203, 324 Seiten, Format (B × H): 146 mm x 223 mm, Gewicht: 512 g
Aufbruch wagen, Mitbestimmung gestalten
Buch, Deutsch, Band 203, 324 Seiten, Format (B × H): 146 mm x 223 mm, Gewicht: 512 g
Reihe: Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung
ISBN: 978-3-8376-8100-0
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Vertrauensleute begleiten die gewerkschaftliche Praxis und Diskussion seit den 1960er Jahren. Oft wird beklagt, dass die Basis im Betrieb durch die Tendenz zur ›Betriebsrätegewerkschaft‹ aus dem Blick geraten ist. Seit wir wissen, dass sich die digitale und sozial-ökologische Transformation in den Betrieben nur mit aktiver Beteiligung der Beschäftigten effektiv und zufriedenstellend gestalten lässt, werden gewerkschaftliche Aktivitäten auf Arbeitsplatzebene wieder zunehmend relevant.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Vertrauensleute fördern die Entwicklung einer betrieblich-gewerkschaftlichen Kultur und damit solidarische Erfahrungen an der betrieblichen Basis. Es ist wichtig für Gewerkschaften, sich für ›neue‹ Beschäftigungsgruppen wie Junge, Frauen, Migrant:innen, Ingenieur:innen und außertariflich Beschäftigte zu öffnen und sich deren Anliegen und konkreten betrieblichen Themen zuzuwenden. Aufgaben und Beziehungen im Vertrauenskörper sollten ausbalanciert sein, zentral ist die Beteiligungsorientierungektrum.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Seit Axel Honneths 'Der arbeitende Souverän' gerät die Arbeitswelt – und damit der Wirkungsbereich gewerkschaftlicher Vertrauensleute – wieder stärker in den Blick der sozialwissenschaftlichen Forschung und der Debatte um die Stärkung der Demokratie. Neuere Studien zeigen, dass Mitbestimmung im Betrieb, Partizipation am Arbeitsplatz und Selbstwirksamkeitserfahrung von Beschäftigten ein wirksames Mittel gegen gesellschaftliche Spaltungstendenzen und wachsenden Rechtsradikalismus sind.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Wir haben schon mit den Mitbestimmungsabteilungen von IG Metall, IG BCE und ver.di und auch mit Vertrauensleuten auf regionalen Tagungen und Konferenzen über unsere Ergebnisse diskutiert. Das würden wir gerne auch nach Erscheinen des Buches tun, und zwar mit all denjenigen in Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Wissenschaft und Politik, denen ›gute Arbeit‹, die Vitalisierung gewerkschaftlicher Aktivitäten und demokratische Teilhabe im Betrieb ein Anliegen sind.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Gestaltung der Transformation und das Ringen um Demokratie finden auch auf betrieblicher Ebene statt – das ruft nach innovativen Vertrauensleuten.




