Buch, Deutsch, 128 Seiten, GBSCHU, Format (B × H): 310 mm x 285 mm, Gewicht: 1744 g
Buch, Deutsch, 128 Seiten, GBSCHU, Format (B × H): 310 mm x 285 mm, Gewicht: 1744 g
ISBN: 978-3-8332-2655-7
Verlag: Panini
Als Gene Roddenberrys Star Trek 1969 nach nur drei Staffeln wieder von den Bildschirmen verschwand, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass Kirk, Spock und die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise in die Geschichte eingehen würden. Nun – mehr als 40 Jahre später – umfasst das Star Trek-Universum sechs TVSerien, zwölf Kinofilme und unzählige Romane, Computerspiele und Comics. Star Trek Archive umspannt vier Jahrzehnte – von der Originalserie bis Star Trek: Enterprise – und enthält Interviews, Analysen und seltene Fanartikel, die die anhaltende Faszination des Star Trek-Universums widerspiegeln. Das Buch ergründet, wie Roddenberrys radikale, optimistische Vision von der Zukunft zu einem der beliebtesten und dauerhaftesten Renner in der Unterhaltungsindustrie wurde. Das Buch hat mehr als 300 Abbildungen und beinhaltet auch 14 herausnehmbare Erinnerungsstücke aus den offiziellen Archiven, darunter Schilder vom Set, Blaupausen für Picards Kommandosessel, eine Reproduktion eines Malbuchs aus der Originalserie, seltene Sammelkarten und vieles, vieles mehr. Star Trek Archive ist somit eine Fundgrube für alle Fans – eine ultimative Hommage an die Reisen von Captain Kirk, Picard, Sisko, Janeway und Archer.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Zeit für eine Zeitreise, verehrte Leser. Begeben wir uns zurück ins Jahr
1976, als sich jeden Vorabend um 17 Uhr der kleine Scott, sein Bruder
und sein Vater vor dem Fernsehgerät versammelten und KTVU Channel
2 einschalteten, um ein besonderes Ritual zu zelebrieren: Abendessen
und Star Trek. Meist hofften wir, eine unserer Lieblingsepisoden zu sehen
zu bekommen, sei es „Kennen Sie Tribbles“, „Griff in die Geschichte“
oder unser absolute Liebling „Ich heiße Nomad“, damit wir alle unsere
Version der Roboterstimme von Nomad zum Besten geben konnten.
Doch es blieb nicht bei der Serie: Unter den Comicstapeln in der Ecke
meines Kinderzimmers fanden sich jede Menge Star Trek-Comics aus
dem Hause Gold Key – sogar ein paar der frühen Exemplare, die so wirkten,
als wären sie von jemandem gezeichnet worden, der noch nie die
Serie gesehen hatte (Jahre später sollte ich herausfinden, dass dies tatsächlich
der Fall gewesen war). Und meine Star Trek-Actionfiguren von
Mego waren fast immer im Wohnzimmer, ebenso wie ein Spielset mit der
Brücke der Enterprise, auf der ein etwa 20 cm großer Captain Kirk mit
diesem Shatner-typischen Funkeln in den Augen saß. Diese Fanartikel
bedeuteten mir ebenso viel wie die Serie selbst.
Was also genau war es, das Star Trek so bedeutsam für uns – einen
erwachsenen Mann und zwei kleine Kinder – machte? Gewiss war die
Unterhaltung ein Faktor. Star Trek war eine der wenigen Serien, die sowohl
Erwachsene als auch Kinder ansprach: Die Kinder waren ergriffen von den
Action-Szenen, den Monstern und den bunten Farben, während die
Erwachsenen von den intelligenten, raffinierten Drehbüchern und dem
cleveren Humor fasziniert waren.
Doch es steckte mehr dahinter, etwas, das uns zum damaligen Zeitpunkt
wohl gar nicht bewusst war. Die 1970er waren eine beängstigende
Zeit, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Noch immer die Möglichkeit
eines Kalten Kriegs vor Augen, war die Gefahr einer atomaren
Vernichtung allgegenwärtig. Es war eine ungewisse Zeit, selbst für Kinder,
die nicht immer wussten, was genau gerade vor sich ging. An Bord
der USS Enterprise gab es eine solche Ungewissheit nicht. Hier sah man
eine Zukunft, die uns nur das Beste, was wir erreichen konnten, zeigte.
Eine Zukunft ohne Krieg, Hass, und Armut. Eine, in der die Menschheit
nicht nach den Sternen greift, um sie zu erobern, sondern um sie zu
erkunden und ihnen in Freundschaft die Hand zu reichen. Eine, in der
veraltete Vorstellungen von Geschlecht und Rasse einem Gefühl der
Gleichheit weichen mussten, das so selbstverständlich ist, dass es nicht
extra erwähnt werden muss.
Erkunden wir also auf den folgenden Seiten gemeinsam das Phänomen
Star Trek und mit etwas Glück werden auch in Ihnen alte Erinnerungen an
jene Zeit wach, in der sie Star Trek für sich entdeckten, und Sie erkennen,
welche Bedeutung die Serie für Sie hatte. Obwohl wir es nie so geradeheraus
gesagt haben, wir liebten Star Trek, weil es uns Hoffnung gab.
Und Hoffnung ist gewiss Grund genug, um jeden Tag um fünf einzuschalten. (— Scott Tipton)




