Trimborn | Narzissmus und Melancholie | Buch | 978-3-8379-2144-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 453 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 657 g

Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Trimborn

Narzissmus und Melancholie

Zur Problematik blockierter Individuation
Erscheinungsjahr 2011
ISBN: 978-3-8379-2144-1
Verlag: Psychosozial Verlag GbR

Zur Problematik blockierter Individuation

Buch, Deutsch, 453 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 657 g

Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse

ISBN: 978-3-8379-2144-1
Verlag: Psychosozial Verlag GbR


Die Psychoanalyse sieht die Ursache depressiver Erkrankungen in unverarbeiteten unbewussten Konflikten. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit führen zu psychischen Abwehrstrukturen, die Auslöser narzisstischer und melancholischer Erkrankungen sein können. Vielschichtige pathologische Prozesse blockieren die Individuation als Subjekt. Kann die Individuation nicht gelingen, entstehen Pseudoautarkie und die Fantasie von Ungetrenntheit. Eine spätere Entwicklung daraus kann akute depressive Störungen auslösen.

Trimborn erfasst diese Psychodynamik und die damit verbundenen therapeutischen Anforderungen und Begrenzungen mit klassischen und modernen psychoanalytischen Konzepten. Er greift dabei auf eine Vielzahl theoretischer Arbeiten sowie auf klinische, literarische und filmische Beispiele zurück.

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Inhalt

Vorwort

Theoretischer Überblick – Eine Einführung

I Gewalt und katastrophische Veränderung

1. Die Gefahr der Heilung – Pathologische Identifizierungs- und Mentalisierungsprozesse
als Grenzen therapeutischer Möglichkeiten

2. »Ich lasse mich nicht zerstören« – Zur Dynamik der Gewalt bei narzisstischen Störungen

3. Der Verrat am Selbst – Zur Gewalt narzisstische Abwehr

4. Der Rahmen und das psychoanalytische Ereignis

5. Der analytische Prozess und die Fähigkeit zur Destruktion

6. Die Zerstörung der Einheit und die Separation von der frühen Mutter –
Über das katastrophische Ende schwer beendbarer Analysen

II Narzissmus und Melancholie in Literatur und Film

7. Der Analytiker, der Rahmen und die Öffentlichkeit – Der »Vater«
in Kleists Prinz Friedrich von Homburg

8. Leidenschaft und Melancholie als psychoanalytisches Thema
in Das Jagdgewehr von Yasushi Inoue

9. Narzissmus versus Anerkennung – Gedanken zur analytischen Beziehung
nach Iwan Turgenjews Erzählung Faust und dem Film Das Piano von Jane Campion

10. »Ich hatte mir einen Bruder geschaffen« – Narzissmus, Körper und Geheimnisse
in Grimberts autobiografischer Erzählung Ein Geheimnis

III Klinische Behandlungen und Fragestellungen

11. »Ich bin nicht da« – Die Psychoanalyse einer Patientin mit Morbus Crohn

12. Die Rolle des Übergangsobjekts in einer psychotherapeutischen Behandlung

13. Von der Entgrenzung der Generationen zum globalen, unlösbaren Auftrag

14. Möglichkeiten und Grenzen der Transformation in krisenhaften Schwellensituationen

15. »Es gibt keinen Unterschied, Tag und Nacht sind gleich« –
Bericht einer analytischen Psychotherapie mit einer Jugendlichen



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