Tschernokoshewa / Jacobs | Über Dualismen hinaus | Buch | 978-3-8309-2928-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 6, 334 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 235 mm

Reihe: Hybride Welten

Tschernokoshewa / Jacobs

Über Dualismen hinaus

Regionen – Menschen – Institutionen in hybridologischer Perspektive
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8309-2928-4
Verlag: Waxmann

Regionen – Menschen – Institutionen in hybridologischer Perspektive

Buch, Deutsch, Band 6, 334 Seiten, Format (B × H): 165 mm x 235 mm

Reihe: Hybride Welten

ISBN: 978-3-8309-2928-4
Verlag: Waxmann


Das ausgehende 20. Jahrhundert leitete in den Sozialwissenschaften einen Paradigmenwechsel ein, der den methodologischen Nationalismus hinterfragt und nach alternativen analytischen Instrumenten sucht, um etwa Gruppenbildungsprozesse, Institutionen und kulturelle Ausdrucksformen jenseits essentialistischen Reinheitsdenkens zu untersuchen. Für diesen Paradigmenwechsel steht die Hybridologie, wie sie sich in den letzten Jahren am Sorbischen Institut in Bautzen als neuer Forschungsansatz etabliert hat. Ihren diversitätsbewussten Fokus richtet sie vor allem auf die Dialogizität und Prozessualität von interkulturellen Begegnungen, wobei auch alte und neue Formen von Reinheitsdenken thematisiert werden. Dieser sechste Band der Reihe „Hybride Welten“ versammelt nun neben neuen Erkenntnissen aus transdisziplinären Diskussionen eine Vielzahl von Anwendungen der hybridologischen Sicht auf kulturelle, sprachliche, schulische, historische und minderheitenpolitische Themen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Dörfergemeinschaft, dem Kirchspiel Schleife in der mittleren Lausitz, das ein historisch gewachsenes, mehrkulturelles Beziehungsgeflecht darstellt und sich dabei aktuell mit den Auswirkungen des Braunkohletagebaus konfrontiert sieht.

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Weitere Infos & Material


Jacobs, Fabian
Dr. Fabian Jacobs Forschungsinteresse bewegt sich zwischen der Tsiganologie (Romani Studies) und der vergleichenden Minderheitenforschung Europas. Er studierte Ethnologie, Soziologie und Psychologie an der Universität Leipzig und promovierte dort 2010 am Institut für Ethnologie. An den SFB 586 „Differenz und Integration“ war er mit einem Projekt zu horizontaler und vertikaler Mobilität bei Dienstleistungsnomaden in Siebenbürgen (Rumänien) assoziiert. Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sorbischen Institut in Bautzen, um im Kirchspiel Schleife (Mittlere Lausitz) die Verflechtungen von sorbischer Minderheitenpolitik und Braunkohlentagebau zu untersuchen.

Tschernokoshewa, Elka
Elka Tschernokoshewa, PD Dr., seit 1992 Leiterin der Abteilung Empirische Kulturforschung/Volkskunde am Sorbischen Institut Bautzen; geboren in Sofia; Studium der Kulturwissenschaft und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin; Promotion in Berlin; Habilitation in Sofia; Forschungs- und Lehrtätigkeit an diversen Universitäten u.a. in Sofia, Basel, Tübingen, Leipzig, Berlin, Bremen, Bristol; Mitglied des Vorstands des europäischen Instituts für Kulturforschung ECURES (zuvor ERICarts).



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