Voltaire | Candide oder der Optimismus | Buch | 978-3-946619-78-9 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 160 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 211 mm, Gewicht: 287 g

Voltaire

Candide oder der Optimismus

Aus dem Französischen übertragen von Ernst Hardt
Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1913, erschienen im Insel Verlag, Leipzig.
ISBN: 978-3-946619-78-9
Verlag: Boer

Aus dem Französischen übertragen von Ernst Hardt

Buch, Deutsch, 160 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 211 mm, Gewicht: 287 g

ISBN: 978-3-946619-78-9
Verlag: Boer


Der Held Candide wird aus dem westfälischen Heimatschloss verbannt, nachdem er mit der traumhaft schönen Prinzessin Kunigunde in flagranti ertappt worden ist. Die Verbannung gleicht der Vertreibung aus jenem Paradies, das nach der Leibnizsche Theorie die »beste aller Welten« zu sein scheint. Auf der anschließenden Reise wird die Theorie des Optimismus zusehends ad absurdum geführt. Denn was ihm auf den Irrwegen quer durch Europa und nach Übersee widerfährt, ist durch eine Kette zufälliger Unglücke, Katastrophen und unwahrscheinlicher Rettungen gekennzeichnet ... Nach enttäuschenden Aufenthalten in Paris, Portsmouth und Venedig erreicht er schließlich Konstantinopel. Dort findet er nicht nur seinen längst totgeglaubten Lehrer Pangloss, sondern auch Kunigunde wieder, letztere allerdings grauenvoll verstümmelt. Resigniert beschließt Candide, sie dennoch zu heiraten. Er kauft ein Landgut, auf dem er sich mit seinen Begleitern niederlässt und Landwirtschaft betreibt. Kunigunde wird eine gute Köchin und Lehrer Pangloß predigt wie eh und je einen ungetrübten Optimismus. So bietet Voltaire in seinem negativen Märchen, das die unausrottbare Unverbesserlichkeit des Menschen zum Thema hat, in der Beschränkung auf die gemeinsame, banale häusliche Arbeit letztlich doch noch einen Ausweg.

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Weitere Infos & Material


Moreau, Adrien
1843-1906

Hardt, Ernst
1876-1947

Voltaire, François-Marie Arouet
1694-1778

Der Übersetzer
Ernst Hardt (1876-1947) , deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Theater- und Rundfunkintendant. Literarische Beiträge von ihm erschienen im »Simplicissimus«, wo er aus einem Novellen-Wettbewerb als Sieger hervorging, und in Stefan Georges »Blättern für die Kunst«. 1898 übernahm er die Stelle eines Feuilletonredakteurs der Dresdner Zeitung . Bis 1907 lebte Hardt als freier Schriftsteller abwechselnd in Berlin und Athen. 1907 zog er nach Weimar und gehörte bald zum Mittelpunkt einer Künstlergemeinde am Hof des Großherzogs Wilhelm Ernst. Bei Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er Vorstandsmitglied des »Bundes deutscher Gelehrter und Künstler« in Berlin. Nach dem Krieg wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der »Deutschen Schillerstiftung« gewählt und 1919 Generalintendanten des Hoftheaters. Hardt trat in Weimar außerdem entschieden für die Errichtung des »Staatlichen Bauhauses« unter Walter Gropius ein. 1924 legte er die Leitung des Nationaltheaters nieder. 1925 wurde Hardt als Nachfolger von Gustav Hartung zum Intendanten des Schauspielhauses in Köln berufen. Auf Empfehlung von Konrad Adenauer, damals Oberbürgermeister von Köln, erhielt er die Leitung der neuen »Westdeutschen Rundfunk A.G.« Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Hardt als Leiter des Westdeutschen Rundfunks »beurlaubt«, erhielt Hausverbot und wurde nach einigen Wochen entlassen. Nach 1945 plante er die Übernahme einer Rundfunkintendanz in München, Köln oder Hamburg. Dies scheiterte jedoch an seiner Lungenkrebserkrankung, die am 3. Januar 1947 zum Tod führte.



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