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von Mises | Die Letztbegründung der Ökonomik | Buch | 978-3-902639-37-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 180 Seiten, PB, Format (B × H): 127 mm x 203 mm

von Mises

Die Letztbegründung der Ökonomik

Ein methodologischer Essay
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-902639-37-0
Verlag: mises.at

Ein methodologischer Essay

Buch, Deutsch, 180 Seiten, PB, Format (B × H): 127 mm x 203 mm

ISBN: 978-3-902639-37-0
Verlag: mises.at


Das letzte Buch des großen österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises ist ein würdiger Abschluss seines Lebenswerks und zu Unrecht bislang eher in Vergessenheit geraten. Erstmals liegt es nun in deutscher Sprache vor, da Mises nach der Flucht aus Europa in die USA fast nur noch auf Englisch schrieb.
Es ist eines seiner leidenschaftlichsten Bücher: Mises zeigt auf, welche verhängnisvollen Folgen erkenntnistheoretische Irrtümer haben können. Wortgewaltig schreibt er gegen den Positivismus an, der zu einer Hybris von Technokraten führte. Die Ökonomik wurde so zu einer Kontroll- und Planungswissenschaft. Mises begründet als Essenz seines Lebenswerkes noch einmal in aller Klarheit die Alternative einer realistischen Ökonomik als Wissenschaft vom menschlichen Handeln, abseits ideologischer Spekulation und pseudowissenschaftlicher Allmachtsansprüche.
Diese bündige, aber tiefgehende Darstellung der Irrwege moderner Wirtschaftswissenschaft und einer alternativen Perspektive, die dem Menschen in seiner Komplexität und Würde wirklich gerecht wird, könnte der Keim eines dringend nötigen ökonomischen Umdenkens sein. Die Letztbegründung der Ökonomik als wissenschaftliches Testament eines der größten Ökonomen der Neuzeit sollte daher in keiner Bibliothek fehlen.

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Zielgruppe


Das Buch richtet sich sowohl an Philosophen und Sozialwissenschaftler als auch an erkenntnistheoretisch interessierte Laien. Seine klare Sprache vermittelt verständlich grundlegende Ideen der Epistemologie, die sich aus praxeologischen Überlegungen speisen. Es ist für jeden geeignet, der sich grundlegende Fragen stellt, wie der Mensch Erkenntnisse gewinnt und welche Implikationen dies für die Struktur gesellschaftlichen Zusammenlebens hat, und auch für Menschen, die Zweifel am Relativismus, Positivismus und Polylogismus haben.

Weitere Infos & Material


Vorwort zur Übersetzung 8
Vorwort 12
Anstelle einer Einleitung: Einige vorhergehende Beobachtungen zur Praxeologie 16
1. Das dauerhafte Substrat der Epistemologie 16
2. Über das Handeln 17
3. Über Ökonomik 19
4. Der Ansatzpunkt des praxeologischen Denkens 20
5. Die Wirklichkeit der Außenwelt 22
6. Kausalität und Teleologie 22
7. Die Kategorie des Handelns 24
8. Die Wissenschaften vom menschlichen Handeln 25
I. Der menschliche Verstand 26
1. Die logische Struktur des menschlichen Verstandes 26
2. Eine Hypothese über den Ursprung der apriorischen Kategorien 30
3. Das Apriori 34
4. Die apriorische Repräsentation der Wirklichkeit 36
5. Induktion 39
6. Das Paradoxon des probabilistischen Empirismus 46
7. Materialismus 48
8. Die Absurdität jeder materialistischen Philosophie 50
II. Handeln als Grundlage des Wissens 54
1. Mensch und Handeln 54
2. Finalität 56
3. Bewertung 58
4. Die Chimäre der Einheitswissenschaft 59
5. Die beiden Zweige der Wissenschaft des menschlichen Handelns 63
6. Der logische Charakter der Praxeologie 67
7. Der logische Charakter der Geschichtswissenschaft 68
8. Die thymologische Methode 70
III. Notwendigkeit und Willenskraft 78
1. Das Unendliche 78
2. Die letzte Gegebenheit 79
3. Statistik 81
4. Freier Wille 84
5. Unvermeidlichkeit 87
IV. Gewissheit und Ungewissheit 91
1. Das Problem der quantitativen Bestimmtheit 91
2. Sicheres Wissen 92
3. Die Ungewissheit der Zukunft 94
4. Quantifizierung und Verstehen im Handeln und in der Geschichte 96
5. Die Unsicherheit von Voraussagen menschlicher Angelegenheiten 97
6. Wirtschaftliche Voraussagen und die Lehre vom Trend 98
7. Entscheidungsfindung 100
8. Bestätigung und Widerlegung 100
9. Die Überprüfung der praxeologischen Lehrsätze 102
V. Über einige populäre Irrtümer den Geltungsbereich und die Methoden der Ökonomik betreffend 105
1. Das Märchen von der Forschung 105
2. Die Untersuchung der Motive 107
3. Theorie und Praxis 110
4. Die Fallen der Hypostasierung 111
5. Über die Ablehnung des methodologischen Individualismus 114
6. Der Ansatz der Makroökonomik 117
7. Wirklichkeit und Spiel 123
8. Die Fehldeutung des Meinungsklimas 127
9. Der Glaube an die Allmacht des Gedankens 128
10. Das Konzept eines perfekten Herrschaftssystems 132
11. Die Verhaltenswissenschaften 140
VI. Weitere Implikationen der Vernachlässigung des ökonomischen Denkens 144
1. Die zoologische Herangehensweise an menschliche Probleme 144
2. Der Ansatz der „Sozialwissenschaften“ 145
3. Der Ansatz der Ökonomik 149
4. Eine Bemerkung über die Juristensprache 151
5. Die Konsumentensouveränität 154
VII. Die erkenntnistheoretischen Wurzeln des Monismus 157
1. Der nicht-experimentelle Charakter des Monismus 157
2. Der historische Hintergrund des Positivismus 160
3. Das Argument für die Naturwissenschaft 162
4. Das Argument für die Wissenschaft vom menschlichen Handeln 164
5. Die Irrtümer des Positivismus 165
VIII. Der Positivismus und die Krise der westlichen Zivilisation 169
1. Die Fehlinterpretation des Universums 169
2. Die Fehlinterpretation des Menschseins 170
3. Der Kult der Wissenschaft 173
4. Die erkenntnistheoretische Unterstützung des Totalitarismus 175
5. Die Folgen 178


Das letzte Buch des großen österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises ist ein würdiger Abschluss seines Lebenswerks und zu Unrecht eher in Vergessenheit geraten. Erstmals liegt es nun in deutscher Sprache vor, da Mises nach der Flucht aus Europa in die USA fast nur noch auf Englisch schrieb. Es ist eines seiner leidenschaftlichsten Bücher: Mises zeigt auf, welche verhängnisvollen Folgen erkenntnistheoretische Irrtümer haben können. Wortgewaltig schreibt er gegen den Positivismus an, der zu einer Hybris von Technokraten führte. Die Ökonomik wurde so zu einer Kontroll- und Planungswissenschaft. Mises begründet als Essenz seines Lebenswerks noch einmal in aller Klarheit die Alternative einer realistischen Ökonomik als Wissenschaft vom menschlichen Handeln, abseits ideologischer Spekulation und pseudowissenschaftlicher Allmachtansprüche. Diese bündige, aber tiefgehende Darstellung der Irrwege moderner Wirtschaftswissenschaft und einer alternativen Perspektive, die dem Menschen in seiner Komplexität und Würde wirklich gerecht wird, könnte der Keim eines dringend nötigen ökonomischen Umdenkens sein. Die Letztbegründung der Ökonomik als wissenschaftliches Testament eines der größten Ökonomen der Neuzeit sollte daher in keiner Bibliothek fehlen.
Ein Grund dafür, dass dieses wichtige Werk bislang wenig Rezeption fand und nicht übersetzt wurde, liegt wohl in der Schwierigkeit des Originaltextes. Es ist ein Beweis der Genialität von Mises, dass er in fortgeschrittenem Alter noch den Kultur- und Sprachkreis wechseln konnte. Mit dem Untergang seines Europas schwand die Bedeutung der deutschen Sprache. Mises schrieb und lehrte nunmehr auf Englisch. Doch der Duktus des alten Deutsch blieb, der Sprache der Philosophen, die in komplexen Schachtelsätzen jedem möglichen Einwand schon Respekt zollen. Sein Hauptwerk Human Action, die leicht erweiterte und redigierte Fassung von Nationalökonomie, hatte das Glück eines hervorragenden Lektorats, das die Sprache für moderne Leser mit kürzeren Konzentrationsspannen auffrischte, ohne den Inhalt zu mindern. Bei The Ultimate Foundation of Economic Science war das Lektorat zaghafter, zumal auch die Thematik spezieller ist – Erkenntnistheorie ist notorisch schwierig und erfordert hohe Präzision. So war es keine leichte Aufgabe, diese Übersetzung in einer der Bedeutung des Textes angemessenen Qualität fertigzustellen. Helmut Krebs lieferte eine sorgfältige Vorlage, die als Grundlage dieser Übersetzung diente. Das Endergebnis sollte wissenschaftliche Präzision mit Verständlichkeit und guter Lesbarkeit vereinen. Diese große Arbeit war nur dank der Unterstützung von Georg Zundel möglich, dem das Verdienst zukommt, den Wert dieser vergessenen Schrift erkannt und die Übersetzung initiiert, geduldig gefördert und durch fachliche Anregungen begleitet zu haben.
Schon der Titel war nicht leicht zu übertragen. Die „ultimative Grundlage“, auf die Mises hinauswollte, welche man in der Philosophie eine Letztbegründung nennt, steht nicht am Ende, sondern am Ausgangspunkt des Denkens. Es geht um die Prämissen der Wissenschaft. Nach der Säkularisierung der Universität brach einige Verunsicherung aus: die alten Gewissheiten waren dahin und neue nicht so leicht zu finden. Leider setzten sich letztlich zwei Irrwege durch und bestimmen seitdem die Human-, Geistes- bzw. Sozialwissenschaften: einerseits die falsche Gewissheit, dass es grundsätzlich keinen Platz für Gewissheiten gäbe – Relativismus, Polylogismus und Historismus. Andererseits brachte die Naturwissenschaft neue Gewissheit, die im Positivismus und Szientismus auf andere Disziplinen übergestülpt wurde. Doch zwischen Menschen und unbelebten Teilchen, die willenlos Kräften unterworfen sind, bestehen grundlegende Unterschiede. Die Gewissheit von messbaren Konstanten, nach denen Vorgänge formelhaft gleich ablaufen, fehlt in menschlichen Belangen. Der Preis unserer Freiheit ist größere Ungewissheit, aber eben nicht Beliebigkeit. Ludwig von Mises gibt dem Menschen seinen logischen Platz zurück als Ausgangspunkt des Denkens über den Menschen. Damit bietet er ein fundiertes Alternativprogramm sowohl zur autistischen Ökonomik der roboterhaften Modellmenschen als auch zur ideologischen Willkür, die jeweils als „Orthodoxie“ und „Heterodoxie“ die heutigen Wirtschaftsuniversitäten dominiert. Für Ludwig von Mises ging es um viel mehr als bloß Lehrpläne und Forschungsmethoden. Erkenntnistheorie war für ihn keine philosophische Haarspalterei, sondern eine Überlebensfrage. Die Freiheit des Menschen steht auf dem Spiel. Aus der Wissenschaft droht ein Kult zu werden, der unsere Freiheit als Opfer verlangt. Ein Kult der Wissenschaftlichkeit, der keine Häretiker duldet und zur Hybris neigt. Genauso schlimm wie diese falschen Gewissheiten sind allerdings der mangelnde Realitätssinn und das ökonomische Unwissen der meisten „Philosophen“. Ludwig von Mises liefert in seiner letzten Schrift eine letzte Warnung vor drohendem Totalitarismus und dem Untergraben der Fundamente der westlichen Zivilisation. Niemand hat je ein leidenschaftlicheres Plädoyer für eine realistische Erkenntnistheorie abgelegt als Ludwig von Mises, womit er einen Fachbereich, der für die meisten allzu theoretisch und abgehoben scheint, auf den Boden zurückholt, lebendig und relevant macht. (Rahim Taghizadegan)


von Mises, Ludwig
Ludwig von Mises gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie im 20. Jahrhundert. Er lieferte bahnbrechende Erkenntnisse in den Wirtschaftswissenschaften und der Sozialphilosophie.

Taghizadegan, Rahim
Rahim Taghizadegan ist Gründer und Rektor des scholarium in Wien und Ökonom, Philosoph, Naturwissenschaftler, Unternehmer und Bestseller-Autor.



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