Buch, Deutsch, Band 2577, 405 Seiten, Format (B × H): 109 mm x 177 mm, Gewicht: 240 g
Reihe: edition suhrkamp
Porträts aus 60 Jahren Bundesrepublik
Buch, Deutsch, Band 2577, 405 Seiten, Format (B × H): 109 mm x 177 mm, Gewicht: 240 g
Reihe: edition suhrkamp
ISBN: 978-3-518-12577-9
Verlag: Suhrkamp Verlag AG
Ein Blick in die Nachrichten zeigt: Webers Unterscheidung zwischen charismatischer und der bürokratischer Herrschaft hat nicht ausgedient: Während Obama und Sarkozy (auch) auf ihre Ausstrahlung setzen, dominiert hierzulande der Typ des Büroleiters: Frank-Walter Steinmeier oder Volker Kauder stehen eher für pragmatisches Abwickeln als für politische Visionen. Franz Walter ruft in Erinnerung, daß das auch in Deutschland einmal anders war: In Kurzporträts stellt er die großen Charismatiker der bundesdeutschen Geschichte – Adenauer, Brandt, Strauß, Kohl – ihren effizienten Mit- und Gegenspielern gegenüber: Hans Globke, Horst Ehmke, Edmund Stoiber, Rudolf Seiters und vielen anderen mehr.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Weltgeschichte & Geschichte einzelner Länder und Gebietsräume Deutsche Geschichte
- Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Politikwissenschaft Allgemein Politik: Sachbuch, Politikerveröffentlichungen
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtswissenschaft Allgemein Biographien & Autobiographien: Historisch, Politisch, Militärisch
Weitere Infos & Material
Einleitung: Charismatiker, Tribunen – und Biiroleiter
Die Zeit der Patriarchen (1945-1963)
- Die Adenauer-CDU : Union, nicht Partei
- Autoritärer Patron: Konrad Adenauer
- Die Kanzlerflüsterer
- Bohemien im Kanzleramt: Felix von Eckardt
- Sphinx der Effizienz: Hans Globke
- Der Mann für die Wahlkampfkasse: Robert Pferdmenges
- Pedantischer Hagestolz: Walter Hallstein
- Alleskleber: Heinrich Krone
- Verschleiß der Macht
- Altliberale in der neuen Republik
- Theodor Heuss: Liberaler Patriarch
- Franz Blücher: Bankdirektor und liberaler Vizekanzler
- Thomas Dehler: Der Fundamentalist
- Reinhold Maier: Parteichef wider Willen
- Weimarer Spätlese des Sozialismus
- Moralgestützter Charismatiker: Kurt Schumacher
- Liebling der Karikaturisten: Erich Ollenhauer
Die neuen Reformisten: Jahre des Übergangs (1963-1974)
- Die CDU nach Adenauer: Suche nach Offenheit und Zuwendung
- Der gescheiterte Volkskanzler und ein Double als Berater
- Christdemokratische Diadochen: Helmut Kohl und Rainer Barzel
- Die Sozialdemokraten: Arbeitsteilung im Triumvirat und neue Wendigkeit
- Der lange Weg zum sozialdemokratischen Charismatiker: Willy Brandt
- Der Hofstaat des Kanzlers der Demokratisierung
- Egon Bahr: Intellektueller, Diplomat und Kommunikator
- Horst Ehmke: Hemdsärmeliger und vitalistischer
- Conrad Ahlers: Schnodderig und unabhängig
- National- oder sozialliberal? Die Hüttung der Freien Demokraten
- Erich Mende: Der Liberale aus dem Schützengraben
- Walter Scheel: Fröhlicher Realist mit Fortune
Etatisten, Enkel und Alternative. Die Schmidt-Kohl-Jahre (1974-1998)
- Der Weg der Sozialdemokratie: Von der Planung zur Machbarkeit
- Helmut Schmidt: Kanzler des Notfalls und der Berechenbarkeit
- Manfred Schüler: Der kalkulierende Administrator der Macht
- Das "Kleeblatt": Vier allzu Gleiche
- Männerfreunde in der Dauerfehde um die Führung des Bürgertums
- Helmut Kohl: In Symbiose mit Partei und Volk
- Franz Josef Strauß: Egozentriker zwischen Hybris und Kleinmütigkeit
- Waldemar Schreckenberger: Der Unglücksrabe
- Wolfgang Schäuble, Rudolf Seiters und Friedrich Bohl: Experten für Problemfälle
- Wendige Liberale
- Hans-Dietrich Genscher: Offenheit nach allen Seiten
- Martin Bangemann: Lässiger Optimist von außerhalb
- Otto Graf Lambsdorff: Feldherr des Wirtschaftsbürgertums
- Klaus Kinkel: Populärer Außenminister – gescheiterter Parteipolitiker
- Wolfgang Gerhardt: Liberaler klassischen Typus
- Der Verschleiß des Charismas und der Stabswechsel zu den ""Enkeln""
- Willy Brandt: Abschied vom Amt – Aufstieg zur Legende
- Hans-Jochen Vogel: Primus und Diener seiner Partei
- Die Engholm-Episode: Diskursiver Anspruch und kommunikatives Defizit
- Das Scharping-Desaster: Die Partei im falschen Jahrzehnt
- Oskar Lafontaine: Der Hedonist als Karren
- Gegenelite des Ökologismus
- Baldur Springmann: Der Bio-Bauer
- Petra Kelly: Die Jeanne d'Arc der frühen Grünen
- Thomas Ebermann: Linksradikaler Traberzocker
- Antje Vollmer: Pastorin der neuen Citoyens
Machtdeterministen: In der Berliner Republik (1998-2009)
- Sozialdemokraten an der Macht und in Not
- Gerhard Schröder: Mann des Coups, nicht des Projekts
- Franz Müntefering: Parteisoldat und Sphinx
- Matthias Platzeck: Parteichef für 146 Tage
- Kurt Beck: Erst bodenständiger Glücksfall, dann geschmahter Provinzling
- Bodo Hombach und Frank-Walter Steinmeier: Souffleure und Maschinisten des Regierens
- Frank-Walter Steinmeier: Der Bürochef als Wahlkampfführer
- Brandenburg oder Bayern: Die Union im Machtkampf
- Angela Merkel: Nichtzugehörigkeit als Chance, der Aufstieg
- Edmund Stoiber: Vom blonden Fallbeil zum Umfaller
- Angela Merkel: Wortlose Führung, die Kanzlerin
- Thomas de Maizière: Verwalter der Regierungsphys
- Der Neuliberale mit klassischer Karriere: Guido Westerwelle
- Arrivierte Alternativelite
- Joschka Fischer: Meister der Metamorphose
- Jürgen Trittin: Der Berufskader
- Renate Künast: Shootingstar durch Rinderwahn
- Fritz Kuhn: Emotional unmusikalisch
- Claudia Roth und Cem Özdemir: Pfleger grüner Seelen
- Alte Anführer der neuen Linken
- Gregor Gysi: "Don't worry"
- Von Bisky zu Bisky
- Oskar Lafontaine: Der Paulus der sozialen Frage
Ausblick: Leadership in der modernen Politik. Ein Spiel mit zahllosen Bällen




