Wespennest | Verein Gruppe Wespennest | Zeitschrift | www.sack.de

Zeitschrift, Deutsch

Erscheinungsweise: halbjährlich

Wespennest


Zeitschrift für brauchbare Texte und Bilder

ISSN 10127313

Verein Gruppe Wespennest


Zeitschrift für brauchbare Texte und Bilder

Zeitschrift, Deutsch

Erscheinungsweise: halbjährlich

ISSN 10127313
Verein Gruppe Wespennest




Die Zeitschrift Wespennest zählt zu den wichtigsten Publikationen im Bereich der Literatur und der Essayistik und setzt seit über vier Jahrzehnten «als Schwerpunkt die Reflexion» (Norbert Mayer, Die Presse).

Wespennest entwickelte sich als Projekt einer Autorengruppe im gesellschaftskritischen Kontext der Wiener 68er-Szene. Der Stachel im Titel zeugt vom Zeitgeist der späten Sechzigerjahre. 1969 gegründet, kämpft man für eine Öffnung der Kultur und beteiligt sich – oft auch mit den Mitteln des Pamphlets und der Polemik – an den Debatten um das Verhältnis von Kunst und Politik, die engagierte Dichtung und eine Literatur der Arbeitswelt.

Der aufklärerische Impuls und der Wunsch nach Öffnung bleiben bestehen. Mit den 1980er-Jahren tritt neben das Interesse an der deutschsprachigen Literatur verstärkt die Hinwendung zu Autorinnen und Autoren, deren literarische Texte, Essays und Reportagen im deutschen Sprachraum bislang unbekannt sind. Diese Tendenz findet in vielen Länder-Heften ihren Niederschlag und ist begleitet von der aktiven Mitgestaltung eines europäischen Zeitschriftennetzwerks, das schließlich auch als Online-Medium (www.eurozine.com) institutionalisiert wird.

Als Zeit-Schrift tritt Wespennest heute in erster Linie einer Sinnauflösung entgegen. Ihre Wandelbarkeit und publizistische Ausdauer versteht, wer sie als vielfältigen Versuch liest, einer komplexen Welt literarisch Rechnung zu tragen. Als Laboratorium, in dem künstlerische und intellektuelle Beiträge herausfinden möchten, wer wir sind – und wie wir darüber schreiben können. Aktuelle Debatten in den Geistes- und Sozialwissenschaften haben dabei viele Schwerpunktsetzungen der letzten Jahre – von den «anarchistischen Welten» zu den «Spielformen des Widerstands», vom Verhältnis «Mensch und Maschine» zur «Entfremdung», vom «Phantomschmerz Europa» zu «Kultur erben» – angeregt.

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