Wehr | Seines hellen Herzens war kein Ende | Buch | 978-3-7374-1272-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 3, 160 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 200 mm

Reihe: Mystik

Wehr

Seines hellen Herzens war kein Ende

Der Sonnengesang und andere Schriften | Textauswahl und Kommentar von Gerhard Wehr
Erscheinungsjahr 2026
ISBN: 978-3-7374-1272-8
Verlag: Marix Verlag

Der Sonnengesang und andere Schriften | Textauswahl und Kommentar von Gerhard Wehr

Buch, Deutsch, Band 3, 160 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 200 mm

Reihe: Mystik

ISBN: 978-3-7374-1272-8
Verlag: Marix Verlag


Eine göttliche Traumerscheinung führte dazu, dass sich Giovanni Battista vom weltlichen Leben abwandte und zu dem Glaubensbruder Franz von Assisi wurde. Standhaft in seinen Überzeugungen führte er ein Einsiedlerleben in Armut und tiefer Liebe zu Gott und den Menschen. Um das Jahr 1209 gründete er mit Ende zwanzig den »Orden der Minderbrüder«, der in der Geschichte der Franziskanerorden bis heute einen langen Nachhall finden sollte. Den Grundstein dafür legte er in den darauffolgenden Jahren als reisender Wanderprediger durch Frankreich, Spanien, Ägypten und das Heilige Land. Es entstanden zahlreiche Franziskanerklöster, die sich auf die christlichen Säulen der Armenpflege und der Seelsorge stützten. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod 1226 im Kloster bei Assisi wurde Franziskus von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Der Mönch, dessen Biografie eine der am besten dokumentierten des Mittelalters ist, gilt heute als Archetyp des christlichen, ökologischen Menschen. Der vorliegende Band versammelt eine kommentierte Auswahl seiner Texte, die von zeitloser Spiritualität und Frieden sprechen.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Einleitung

Franziskus in seiner Zeit

Stationen seines Lebens

Aus seinen Schriften

Gruß an die Tugenden

Von der wahren Freude

Preisgebet zu allen Horen

Aus seinem Testament

Der Sonnengesang

Franziskanische Spiritualität

Exkurs: Bonaventuras Weg nach innen Franziskus und seine Wirkung

Die Franziskaner

Ausblick auf das Reich des Heiligen Geistes

Von Joachim zu Franziskus

Das Friedensgebet

Zeittafel

Stimmen und Zeugnisse zu Franz von Assisi

Literatur, Abkürzungen franziskanischer Quellentexte


Aus seinen Schriften Franziskus wird zwar als intelligent und besonnen geschildert. Seine Lebensentscheidung traf er zweifellos in voller Bewusstheit, selbst wenn er von manchen Zeitgenossen als ein „Narr in Christo“ verspottet werden konnte. Aber er verfügte über keine besondere schulische Bildung, durch die er sich von Seinesgleichen besonders abgehoben hätte. Er hatte Französisch, die Sprache der südfranzösischen Troubadours, und auch Latein gelernt. Einem gesteigerten Wissen und der Klugheit misstraute er jedoch, insbesondere, wenn einzelne Mitbrüder an Studien interessiert waren. Er fürchtete offensichtlich, dass darüber die ihm und ihnen aufgetragene Mission vernachlässigt werden könnte. Als er beispielsweise im Jahr 1220 aus Ägypten zurückgekehrt war und feststellen musste, dass einer von ihnen, Peter Stacia, in Bologna ein minoritisches Studienhaus, wohl ebenfalls in bescheidenster Form, eröffnet hatte, verbot er dies und erzwang den Auszug der Brüder, sogar der erkrankten. Und nicht genug damit: Peter Stacia, der sich seiner Weisung widersetzte, verfluchte er. Es wird sogar gesagt, dass Franz diesen Fluch auch nicht zurückgenommen hätte, als der von ihm derartig Gemaßregelte auf dem Sterbebett lag! Eigentümlich war ihm jedoch ein großer Respekt vor allem Geschriebenen, vor den Buchstaben als solchen, weil er sich sagte: Solche Buchstaben sind es, mit denen – ganz gleich in welcher Sprache oder in welcher Religion – die Namen Gottes und die Worte der Heiligen Schriften geschrieben sind. Insofern hafte bereits ihrer Zeichenhaftigkeit etwas Außerordentliches an, das mit aller Sorgfalt geschützt und gehegt werden müsse. Dabei ist die Zeitlage zu bedenken: „In seiner Zeit, wo man zum Beschreiben außer Tafeln nur das sehr kostbare Pergament hatte, wurde ohnedies nicht viel Müßiges aufgeschrieben. Franz aber meinte, alles Geschriebene müsse geheiligt sein, und prägte die hiermit gegebene Verantwortung auf seine Weise den Zeitgenossen ein. Er mochte nicht einen Buchstaben ohne Scheu anrühren, er ließ nichts Geschriebenes wegwerfen. Er ließ selbst Schriften der Heiden nie an Orten liegen, wo sie verkamen – warum? Auch aus ihren Buchstaben könne man Gottesnamen zusammensetzen, und: Das Gute in ihnen gehöre nicht den Heiden, sondern Gott …“ So war er wohl des Lesens und auch des Schreibens mächtig. Aber als ein spiritueller Autor ist Franz nicht anzusehen. Es beschränken sich die durch ihn entstandenen schriftlichen Dokumente durchwegs auf wenige, kaum mehr als dreißig Texte, von meist geringem Umfang, das heißt auf Briefe, Ermahnungen und auf die Auslegung von Evangelienworten, die für ihn testamentarischen, somit in hohem Maße verbindlichen Charakter annahmen, so auch zwecks Formulierung der ersten Ordensregel. Er hat ihm wichtige Wortlaute wohl in der Hauptsache und insbesondere während seiner Leidenszeit diktiert.


Wehr, Gerhard
Gerhard Wehr (1931–2015) betätigte sich viele Jahre auf verschiedenen Feldern der Diakonie und der Erwachsenenbildung, zuletzt als Lehrbeauftragter an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Rummelsberg/Nürnberg. Anschließend arbeitete er als freier Schriftsteller in Schwarzenbruck bei Nürnberg. Ein Großteil seiner bedeutenden Werke zur neueren Religions- und Geistesgeschichte ist in mehreren europäischen und asiatischen Sprachen verbreitet.



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