Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 451 g
Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 451 g
ISBN: 978-3-87387-570-8
Verlag: Junfermannsche Verlagsbuchhandlung
Jeder Mensch hat in seinem Inneren ein tiefes Verlangen, das gelebt werden möchte. Leben wir dieses Potenzial nicht, werden wir unzufrieden, frustriert und vielleicht sogar unglücklich. Folgen wir jedoch unserer Sehnsucht nach dem Wesentlichen, gewinnt unser Leben nicht nur an Leidenschaft, sondern auch an Sinn.
Mehr noch: Sobald wir "Ja" zu unserem Ruf sagen, erwacht in uns eine enorme Kraft, mit der wir unsere Wünsche, Ziele und Sehnsüchte auch dann realisieren können, wenn mal nicht alles nach Plan läuft.
"Quest" ist ein intensiver Prozess, der Ihnen hilft:
- zu entdecken, welcher rote Faden sich schon immer durch Ihr Leben gezogen hat;
- sich Lebensziele zu setzen, die Sie inspirieren, motivieren und begeistern;
- eine handfeste Planung auf die Beine zu stellen;
- Mittel und Wege zu finden, mit denen Sie Ihre Ziele Schritt für Schritt realisieren können;
- Ihrem Leben die Richtung zu geben, die Ihnen wirklich am Herzen liegt.
Auf einer speziellen Website zu diesem Buch finden Leserinnen und Leser weitere Hintergrundinformationen, interaktive Übungen und Arbeitsformulare: http://das-buch.qu-e-st.de
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Die Pforte - Ziehen Sie eine Bilanz Ihrer momentanen Lebenssituation.
Der Ruf - Entdecken Sie Ihre Bestimmung. Worum geht es in Ihrem Leben?
Die Entscheidung - Finden Sie heraus, was für und gegen Ihre Lebensziele spricht - und treffen Sie eine Entscheidung.
Der Weg - Planen Sie die Umsetzung. Wie wollen Sie Ihre Ziele erreichen? Welche Unterstützung benötigen Sie?
Der Drache - Stellen Sie sich Ihrer ultimativen Herausforderung.
Das Elixier - Entdecken Sie das Wesentliche - in Ihrem Innern!
Die Rückkehr - So realisieren Sie Ihre Lebensziele.
Wenn Sie Ihr Leben aus der Sicht eines Außenstehenden betrachten, werden Ihnen neue und zusätzliche Informationen zugänglich, die Sie vorher so noch nicht gesehen haben.
Ich bin sicher, Sie haben genau das schon mal bei einem Bekannten oder bei einem Freund erlebt: Er erzählt Ihnen von einem Problem, und Sie sehen sofort, was bei ihm schief läuft. Denn sobald wir etwas als Außenstehende betrachten, entdecken wir Zusammenhänge, die man als Beteiligter, der mitten im Geschehen steckt, einfach nicht wahrnimmt. >>Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen<< wird das im Volksmund genannt.
Da wir bei Quest aber den Wald, also das große Ganze, entdecken wollen, ist es hilfreich, Distanz zu gewinnen und unser Leben, die Menschen, mit denen wir zu tun haben, und natürlich auch uns selbst mit Abstand zu betrachten.
Das von Joseph Campbell entdeckte Muster, das sich in den Erzählungen der Antike bis hin zu den Blockbuster-Filmen von heute immer wieder aufs Neue manifestiert, spielt - so behaupte ich an dieser Stelle - auch in Ihrem Leben eine Rolle. Das Problem ist nur: Solange man nicht erkennt, dass das eigene Leben einem gewissen Handlungsstrang folgt, kann man Gefahr laufen, dass man lediglich Hauptdarsteller in seinem eigenen Leben ist - nicht aber dessen Autor.
Mit dem Ergebnis, dass man >>irgendwie<< immer wieder in der gleichen Geschichte landet, egal, was auch immer man anstellt. Man verliebt sich immer wieder in eine bestimmte Art von Frau oder Mann, und wenn sich die rosa Wolken der ersten Verliebtheit auflösen, findet man sich in genau dem gleichen Drama wieder, das man mit diversen anderen Partnern zuvor durchlebt und immer wieder Türen knallend verlassen hatte. Oder man arbeitet hart für seinen beruflichen Erfolg, aber kurz vor dem Durchbruch erscheint immer wieder jemand, der einem ungerechterweise Steine in den Weg legt. Und zwar jedes Mal. Man kann fast schon die Uhr danach stellen.
Kennen Sie so etwas? Trifft das vielleicht auch auf Ihr Leben zu? Wenn ja, lohnt es sich, einen Blick ins Drehbuch zu werfen. Denn erst dann kann man verstehen, worum es hier eigentlich geht und was uns diese Geschichte eigentlich sagen möchte - damit wir dieses Kapitel unseres Lebens beenden und ein neues aufschlagen können.
Wenn Sie bereit sind und Lust haben, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, dann folgen Sie mir nun in die Welt des Films …
1994 war ich als NLP-Experte an einem Projekt beteiligt, in dem für eine Franchisekette ein so genannter >>Markencharakter<< entwickelt wurde - quasi ein unverwechselbares Aushängeschild, das die Tonalität der gesamten Werbemaßnahmen vorgibt.
Bei meinen Recherchen stoperte ich in einem Buch vollkommen unvermutet über eine Spur, die mich im Laufe der darauf folgenden Jahre zu einer Reihe von Entdeckungen führen sollte, aus denen letztendlich Quest hervorgegangen ist.
In dem Buch hieß es sinngemäß, dass man die Mythen und Märchen unserer Zivilisation studieren solle, um eine Marke zu schaffen, die Menschen auf einer sehr tiefen Ebene anspreche. Es wurde auf die Arbeit eines gewissen Joseph Campbell verwiesen, dessen Werk unter anderem die Grundlage für die Star Wars-Saga von George Lucas gebildet haben sollte.
Von Campbell hatte ich bis dahin noch nie gehört. Von George Lucas dagegen sehr wohl. Star Wars hatte auf mich - wie auf viele andere meiner Generation - eine starke und intensive Faszination ausgeübt. Die gesamte Trilogie hatte ich gut und gerne siebenmal gesehen, und ich war jedes Mal aufs Neue von der epischen Wucht der Saga berührt worden. Aber worin eigentlich der genaue Reiz lag, den Star Wars auf mich ausübte, vermochte ich nicht zu sagen.
Sicher: Die Weltraumaufnahmen waren atemberaubend, die fremden Welten fantasievoll und zugleich bestechend realistisch dargestellt worden. Aber es gab später durchaus Filme, die Star Wars technisch um Längen überboten - und denen doch das gewisse >>Etwas<< fehlte.
Aber was war dieses "Etwas"?
Neugierig begab ich mich auf die Suche nach Campbells Arbeit und wurde schnell fündig. Sein Buch "Die Kraft der Mythen", das auf einer amerikanischen Fernsehserie mit millionenfacher Einschaltquote beruht, war ein in Interviewform gehaltener Streifzug durch die Mythen der Urzeit bis hin in die Moderne.
Verwundert und verblüfft las ich, wie Campbell die Mythen vergangener Zeiten und Kulturen untersucht und ein Muster entdeckt hatte, das sich wie ein roter Faden durch indianische, griechische, spanische, japanische, ägyptische oder biblische Geschichten und Erzählungen zog.
Jonas, der vom Wal verschlungen wurde, Prometheus, der von Göttern das Feuer stahl, Ödipus, der seinen Vater erschlug und seine eigene Mutter heiratete - sie alle sind Helden einer grundlegenden Geschichte, die George Lucas aufgegriffen und in Star Wars wiedergegeben hatte. Mein Instinkt sagte mir, dass hier der Schlüssel für die Faszination liegen konnte, die von Star Wars ausging. Vielleicht, so dachte ich mir, waren Mythen Ausdruck von etwas, das tief in uns verborgen lag. Und vielleicht gelang es Lucas, mit dieser tiefen Ebene in uns in Kontakt zu treten und eine Saite zum Schwingen zu bringen.
Nachdenklich und in höchstem Maße inspiriert legte ich das Buch zur Seite und beschloss, dass ich irgendwann zu Campbells Arbeit zurückkehren würde. Das war, wie gesagt, 1994.
Krisenzeiten
1995 schlitterte ich in eine Krise. Ungewollt. ...
... In dem Maße, wie sich die Krise aus meinem Leben zurückzog, wuchs in mir der Wunsch heran, aus meinen Erfahrungen zu lernen und herauszufinden, was man tun kann, damit einen diese Art von Krise nicht so hart erwischt - oder wie man mit ihr umgeht, wenn man in sie hineingerutscht ist. In dieser Zeit kehrte Campbells Arbeit in mein Leben zurück. Diesmal in Gestalt eines Buches von Christoph Vogler, einem amerikanischen Drehbuchexperten, der unter anderem für die Disney-Studios gearbeitet hatte.
Obwohl ich selbst schon einige Kurzgeschichten und ein Hörspiel geschrieben hatte, entdeckte ich nun zu meinem Erstaunen, dass in der Welt von Drehbuchautoren Campbells >>Heldenreise<< ein fester Bestandteil von fast jedem >>Storyboard<< war - ja, dass Drehbücher von >>Scriptdoktoren<< wie Vogler darauf hin untersucht wurden, wie konsequent und gekonnt sie die mythischen Motive anwandten.
Die Macht des Mythos
Durch Voglers Arbeit erkannte ich etwas sehr Wesentliches: Ob Der Zauberer von OZ, Unheimliche Begegnung der dritten Art, Das Schweigen der Lämmer, Der Pferdeflüsterer, Harry Potter oder Titanic: Jeder dieser Filme (und jedes der Bücher) fußt auf dem Muster von Campbell und erzählt die gleiche Geschichte in stets neuem Gewand.
Und nach und nach begann ich zu begreifen, wie machtvoll Mythen sind. Ob sie sich als Abenteuererzählung eines Schamanen beim Flackern eines nächtlichen Lagerfeuers verwirklichten, in den kunstvollen Dramen eines Sophokles zum Vorschein kamen oder im 21. Jahrhundert als schillernde Kinospektakel zelebriert wurden - die zeitlose Botschaft der Mythen hatte stets einen Weg gefunden, sich mitzuteilen.
Worin aber besteht diese Botschaft?




