Wernecke | Der Wille zur Weltgeltung | Buch | 978-3-949116-32-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 55, 432 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 212 mm, Gewicht: 572 g

Reihe: Schriftenreihe Geschichte & Frieden

Wernecke

Der Wille zur Weltgeltung

Außenpolitik und Öffentlichkeit im Kaiserreich am Vorabend des Ersten Weltkrieges
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-949116-32-2
Verlag: Donat Verlag, Bremen

Außenpolitik und Öffentlichkeit im Kaiserreich am Vorabend des Ersten Weltkrieges

Buch, Deutsch, Band 55, 432 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 212 mm, Gewicht: 572 g

Reihe: Schriftenreihe Geschichte & Frieden

ISBN: 978-3-949116-32-2
Verlag: Donat Verlag, Bremen


„Kriegstüchtigkeit“ fordern Politiker und Militärs unseres Landes nicht zum ersten Mal. Schon vor 1914 erzeugten weltpolitisches Geltungsbedürfnis und das Schüren von Bedrohungsängsten eine Stimmung, die auf wehrhafte Kampfbereitschaft und Krieg setzte. Klaus Wernecke, angeregt von Fritz Fischer, beschreibt, in welchem Maße das Auswärtige Amt im Zusammenspiel mit der Presse und den Militärs die öffentliche Meinung im Vorfeld des Ersten Weltkrieges beeinflusst hat.
Wie mit der großen Wehrvorlage von 1913 soll Deutschland auch in unserer Gegenwart die „stärkste Armee Europas“ erhalten. Die Medien bieten dafür wiederum den Resonanzraum und täuschen der Öffentlichkeit eine Vorkriegszeit vor. Es gebe, so Kaiser Wilhelm II. im März 1914, „nicht den allergeringsten Zweifel, dass Russland den Krieg systematisch gegen uns vorbereitet.“ Die Parallele zu Aussagen von heute über die neue „Gefahr aus dem Osten“ ist frappierend. Nahezu jeden Tag gaukeln Politiker, Militärs und Massenmedien dem Volk den Willen von Putins Russland zu einem Angriff vor.
Wer gegen die gefährliche Militarisierung der Gehirne Einspruch erhebt, gilt als weltfremd und verdächtig. Dabei verfügen die warnenden Stimmen über ein realitätsnäheres Bild als jene Politiker, Diplomaten und Experten, die für sich die Kompetenz beanspruchen.
Werneckes Buch verdeutlicht, wie die Öffentlichkeit durch die Steuerung der Presse in die Irre geführt und ins Schlepptau einer Politik gezogen worden ist, die den Krieg zur ultima ratio und für unvermeidbar erklärt hat. Umso mehr ist an die Warnung des Sozialdemokraten Eduard Bernstein aus dem Jahre 1912 zu erinnern: „Was aber gestern möglich war, ist auch morgen wieder möglich!“

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Weitere Infos & Material


Wernecke, Klaus
Klaus Wernecke, Jg. 1941, Dr. phil., Studium der Geschichte, Soziologie und Psychologie in Hamburg und München. 1969 Promotion bei Fritz Fischer in Hamburg („Die Weltstellung Deutschlands in der deutschen öffentlichen Meinung 1911-1914 – Ein Beitrag zur Presse und Pressepolitik vor dem Ersten Weltkrieg“). 1969-1971 Redakteur bei der „tagesschau“ der ARD, 1971-2006 Professor für Sozial- und Kulturgeschichte an der Hochschule, dann Universität Lüneburg. Heute pensioniert und freier Autor. Lebt in Hamburg. Zahlreiche Veröffentlichungen von empirisch fundierten und kritischen Beiträgen in Sammelbänden und Zeitschriften zu Themen wie Medien, Politik und gesellschaftlichen Bewegungen des 20. Jahrhunderts, zur Rolle der Presse und zur Landvolkbewegung in der Region Lüneburg, zu Aspekten deutscher Kontinuitäten (Schwerindustrie, rechte Sammlungsbewegung und Militär). Bedeutend u.a. „Medienmacht und Demokratie in der Weimarer Republik“ (gemeinsam mit Peter Heller, 2023) – mit dem Schwerpunkt auf Alfred Hugenbergs Presseimperium und die Entwicklung der Medienlandschaft.



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