Buch, Deutsch, Band Band 070, gebunden
Reihe: Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung
Das Dresdner Fürsorgeamt zwischen Demokratie und Diktatur, 1918-1939
Buch, Deutsch, Band Band 070, gebunden
Reihe: Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung
ISBN: 978-3-525-30398-6
Verlag: Vandenhoeck + Ruprecht
Das Buch untersucht Strukturen und Politik der kommunalen Wohlfahrt in Dresden von 1918 bis 1939. Dabei geht Benjamin Werner der Frage nach, wie sich die städtische Wohlfahrt vom „bürgerlich-konservativen bis sozialdemokratischen" Modell zur Triebkraft einer „völkischen Wohlfahrtsstadt" entwickelte. Im Zentrum steht das Dresdner Fürsorgeamt als Organisation. Mittels eines interdisziplinären, organisationssoziologisch informierten Ansatzes rekonstruiert er dessen Aufbau, Entscheidungswege, Außendarstellung und informale Praktiken sowie das Zusammenspiel von Amtsleitung und dezentralen Kreisstellen. In zäsurenübergreifender Perspektive werden verwaltungsgeschichtliche Kontinuitäten sichtbar, zugleich aber auch eine wohlfahrtspolitische Zäsur ab 1933: Die Praxis orientiert sich zunehmend an völkischen Wertigkeitskriterien, was durch Initiativen „von unten” sowie eine kommunale Sozialverwaltung als eigenständiger Akteur vorangetrieben wurde.




