Buch, Deutsch, Band 440, 274 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 342 g
Zur Strafbarkeit von Sportfunktionären durch Vergabeentscheidungen
Buch, Deutsch, Band 440, 274 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 342 g
Reihe: Strafrecht in Forschung und Praxis
ISBN: 978-3-339-14932-9
Verlag: Verlag Dr. Kovac
Obwohl Korruptionsfälle im Sport in den letzten Jahren vermehrt Gegenstand öffentlicher und medialer Debatten waren, ist die strafrechtliche Verfolgung derartiger Delikte in Deutschland bislang noch eingeschränkt.
Die vorliegende Untersuchung belegt, dass die Mehrzahl der Vergabeentscheidungen innerhalb internationaler Sportorganisationen grundsätzlich unter den Anwendungsbereich des §?299 StGB fällt, gleichwohl kommt es in der Praxis nur selten zu einer konsequenten strafrechtlichen Verfolgung.
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung liegt zudem darin, dass spezifische Korruptionspraktiken – insbesondere die Einflussnahme auf Funktionäre bereits auf der ersten Stufe der Auswahlphase von Bewerbungen für Großveranstaltungen sowie die Korruption im Kontext der Ämtervergabe innerhalb der Organisationen – vom geltenden deutschen Strafrecht bisher nicht erfasst werden. Ursache hierfür ist insbesondere das Tatbestandsmerkmal „beim Bezug von Waren und Dienstleistungen“, das für die Anwendung des §?299 StGB eine maßgebliche Voraussetzung darstellt.
Abschließend widmet sich die Dissertation der Frage, ob und in welchem Umfang eine Ausweitung der strafrechtlichen Regelungen auf diese bislang unzureichend regulierten Verhaltensweisen angezeigt ist. Sie entwickelt Ansätze, wie eine solche Strafbarkeit ausgestaltet werden könnte, um sowohl die Integrität internationaler Sportorganisationen zu wahren als auch rechtliche Handhabbarkeit für die deutsche Strafverfolgung zu schaffen.




