Buch, Englisch, Deutsch, 104 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 463 g
Buch, Englisch, Deutsch, 104 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 463 g
ISBN: 978-3-900508-43-2
Verlag: Camera Austria
Wir freuen uns sehr, Ihnen mit Camera Austria 81 das erste Heft des Jahres 2003 vorzustellen! Mit einem Interview, das Wolfgang Tillmans mit Isa Genzken in Berlin führte, setzen wir unsere im vergangenen Jahr mit Isaac Julien und Constanze Ruhm begonnene Reihe von Gesprächen zwischen KünstlerInnen fort. Wir danken Isa Genzken – die auch das Cover dieses Heftes gestaltet hat – für die Veröffentlichung ihres Gesprächs mit Wolfgang Tillmans, ist es doch das erste Mal, dass sie zu ihren Arbeiten in Form eines Interviews Stellung bezieht. Wir danken aber auch Wolfgang Tillmans für sein Interesse an dieser gemeinsamen Veröffentlichung sowie Daniel Buchholz für seine Unterstützung dieses Projektes.
Ein zweiter Beitrag (von Annett Busch und Max Annas) ist dem Werk des senegalesischen Filmemachers Djibril Diop Mambéty, Autor des legendären Films „Touki Bouki“, gewidmet. Die beiden Autoren zeigen in ihren Texten, dass jene Momente, die in einer vornehmlich europäischen Rezeption als spezifisch afrikanisch identifiziert werden, letztlich universell sind: Mambétys Motivation sei zwar an sein Heimatland gebunden und durchaus politisch zu nennen: „Die Motivation ist für mich immer das Bild, und für mich ist es immer das Bild von dem Ort, an dem du geboren wurdest“.
Helmut Draxler greift in seinem Essay die Installation „Drombeg“ von Michael Schuster in der Galerie Camera Austria auf und nähert sich über die Beschreibung der fototechnischen Umsetzung und computersimulierten Installation der Arbeiten dieses wichtigen österreichischen Medien-Künstlers. In seinem methodischen Vorgehen, das im Werk von Michael Schuster von Parametern wie Übertragung, Verschiebung und Transfer gekennzeichnet sei, zeige sich, dass Bedeutung im Prozess entsteht bzw. dass Kunst als Verfahren parallel zum modernen Alltag zu verstehen sei.
In den computergenerierten Arbeiten von Vuk Cosic öffnet sich ein vielschichtiges Verweissystem, das kanonische Werke der Kunstgeschichte mittels FBI-Technologie zur Überwachung des Datenverkehrs in „Bewegung“ versetzt: Indem Kunstwerke, wie etwa Malewitsch‘ berühmtes „Schwarzes Quadrat“ als Interface für die Überwachungssoftware usurpiert werden, entsteht ein »sozial verträgliches Überwachungsspektakel: eine gehobene Version der populären TV-Serie Big Brother“ (Saul Albert).




