Willmann | Camera Austria International 84/2003 | Buch | 978-3-900508-49-4 | www.sack.de

Buch, Englisch, Deutsch, 128 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 295 mm, Gewicht: 533 g

Willmann

Camera Austria International 84/2003


1. Auflage 2003
ISBN: 978-3-900508-49-4
Verlag: Camera Austria

Buch, Englisch, Deutsch, 128 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 295 mm, Gewicht: 533 g

ISBN: 978-3-900508-49-4
Verlag: Camera Austria


In Camera Austria 1/1980 publizierte Tsuno Enari eine Serie über New Yorker Familien, bereits 1980 zeigte die von Manfred Willmann geleitete Fotogalerie im Forum Stadtpark, nicht zuletzt durch die Vermittlung Seiichi Furuyas, eine große Austellung von Daido Moriyama (siehe Camera Austria 2/1980), 1978 und 1984 von Shomei Tomatsu und 1993 von Miyako Ishiuchi, 1992 schließlich die erste Einzelausstellung von Nobuyoshi Araki außerhalb Japans, die anschließend in ganz Europa gezeigt wurde; 1994 wurde die Gruppenausstellung europäischer FotografInnen „Another Continent“ im Tokyo Metropolitan Museum of Photography gezeigt – der Austausch zwischen Camera Austriaund japanischen Institutionen wie KünstlerInnen reicht also weit zurück. „Keep in Touch. Der soziale Gebrauch von Bildern“, ein Projekt, dass durch die Kooperation mit Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas und mit Unterstützung von EU Japan Fest möglich wurde, bedeutet für uns, aus aktuellem Anlass, diesen Austauschprozess fortzusetzen.

Im vorliegenden Heft dokumentieren wir die Ausstellung „Positionen japanischer Fotografie“ zusammen mit dem Symposion gleichen Titels und gleicher Zielsetzung: Welche Themen bearbeitet eine jüngere Generation japanischer KünstlerInnen heute? Unter welchen kulturellen Vorzeichen stehen die aktuellen künstlerischen Produktionen angesichts eines hoch entwickelten und schon wieder brüchig gewordenen kapitalistischen Systems? Greifen japanische KünstlerInnen Themen auf, die in der japanischen bzw. asiatischen Kultur selbst begründet sind, und wenn ja, in welcher Weise sind sie – angesichts ihrer starken Präsenz in aktuellen Ausstellungen in Europa – von westlichen Entwicklungen beeinflusst und umgekehrt: Welchen Einfluss üben sie auf die Produktion ihrer westlichen Kollegen angesichts des „Japanbooms“ aus, der in den letzten Jahren in Europa zu beobachten ist?

Die Ausstellung wie das Symposion bilden in diesem Zusammenhang einen Beitrag, Japan und seine gegenwärtige visuelle Kultur in einen Kontext der Analyse politischer und sozialer Entwicklungen zu stellen, die ihrerseits wieder – sozusagen von innen heraus – die Vorstellung dessen, was „Japan“ sein und bedeuten könnte, ständig revidieren und kritisch beleuchten: so etwa Kazue Kobata in ihrer Skizze der Konflikte und Widersprüche der gesellschaftlichen Entwicklung Japans der Nachkriegszeit, oder Michiko Kasahara in ihrer Beschreibung der veränderten Rahmenbedingungen der Fotografie in Japan, besonders der Rolle der Frau zwischen Tradition und Pluralismus der Postmoderne.

Masafumi Fukagawa, Shino Kuraishi, Minoru Shimizu und Toshiya Ueno schlagen aus je unterschiedlicher Perspektive neue Leseweisen zeitgenössischer japanischer Fotografie vor: vor dem Hintergrund aktionistischer Strategien der 1970er Jahre, im Hinblick auf das Verhältnis von Bild und Fotograf, durch die Analyse der Farbe als spezifisches Moment der Bedeutungsproduktion, oder durch die Einführung des Begriffs „Site Graphics“ aus der Analyse der Landschaftsfotografie der 1990er Jahre. Mao Ishikawa, deren Arbeit sich ausschließlich um die politische und kulturelle Situation Okinawas dreht, beschreibt ihre Rolle als Fotografin zwischen Dokumentation und Anteilnahme, zwischen Reportage und politischem Aktivismus. Der Beitrag von Toshiharu Ito fasst schließlich unter dem Begriff des „Randes“ die Positionen der Ausstellung zusammen und ist deren gemeinsamen Hintergrund auf der Spur.

Mit der Ausstellung „Positionen japanischer Fotografie“ wurden auch die neuen Räumlichkeiten von Camera Austria im Kunsthaus Graz mit großem Erfolg eröffnet: mehr als 28.000 BesucherInnen dokumentieren das außerordentliche Interesse an Fotografie und bestärken uns in unserem Vorhaben, durch unsere Projekte – die Zeitschrift wie die Ausstellungen und Symposien – eine Befragung zeitgenössischer Kultur über den Bereich der Kunst hinaus in Gang zu halten und die kritische Beobachtung kultureller Entwicklungen fortzuführen.

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