Buch, Englisch, Deutsch, 104 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 466 g
Buch, Englisch, Deutsch, 104 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 466 g
ISBN: 978-3-900508-53-1
Verlag: Camera Austria
Die vorliegende Ausgabe von Camera Austria gibt Einblick in die Arbeit von KünstlerInnen, deren Schaffen wir schon seit längerer Zeit verfolgen und im Kontext unserer Zeitschrift schon zu einem frühen Zeitpunkt dokumentiert oder im Rahmen unseres Ausstellungsprogramms vorgestellt haben. So luden wir bereits 1999 Hans Schabus ein, gemeinsam mit Gottfried Bechtold in unseren ehemaligen Ausstellungsräumen seine Arbeiten zu zeigen. Daran anknüpfend erschienen auch ein erster umfangreicher Beitrag in der Nr. 68 unserer Zeitschrift. Inzwischen konnte Hans Schabus sich nicht nur an zahlreichen Gruppenausstellungen wie etwa der Manifesta in Frankfurt (2002) beteiligen, sondern wurde auch zu Einzelausstellungen in größeren institutionellen Zusammenhängen wie der Secession, Wien, im Bonner Kunstverein (beide 2003) oder demnächst im Kunsthaus Bregenz eingeladen – Grund genug für uns, einen Ausschnitt aus seiner aktuellsten Arbeit vorzustellen. Die Bilder, die wir hier zeigen, sind im Juli 2004 auf einer Reise durch Polen entstanden.
Aglaia Konrad wurde im vergangenen Jahr der „Camera Austria Preis für zeitgenössische Fotografie der Stadt Graz“ zugesprochen, gefolgt von der Einzelausstellung „KOPIE / CITY – Graz 2004“ in unseren Ausstellungsräumen. Sønke Gau nähert sich Konrads Untersuchungen urbaner Strukturen über die Raum- und Bewegungstheorien Michel de Certeaus und Paul Virilios an. „Konrads Arbeiten beziehen sich auf die Versprechungen der Moderne und deren konkrete Umsetzung – die Diskrepanz zwischen Utopie und Utilitarismus im Bereich der Architektur und Stadtplanung“.
Genau hier setzen auch Jan Verwoerts Untersuchungen über „Die neue Geschichte der Ideen ohne Zukunft“ an. Verwoert arbeitet in seinem Beitrag anhand einzelner Beispiele wie etwa den Arbeiten von Florian Pumhösl oder Jakob Kolding das neue Interesse an der Moderne in der aktuellen Kunst heraus und macht deutlich, dass ein gemeinsamer Bezugspunkt – und das gilt für die Arbeit von Konrad gleichermaßen – die Architektur des Internationalen Stils und insbesondere der von ihr abgeleitete und global verbreitete Funktionalismus sei.
In regelmäßigen Abständen stellen wir die Projekte von KünstlerInnen des Medienturm Graz in unserer Zeitschrift vor. Mit Sabina Hörtner, die dort im Frühjahr dieses Jahres ihr Projekt „17/21–04“ realisiert hat, verbindet uns zudem ihre Teilnahme an der von Reinhard Braun kuratierten Ausstellung „Der Widerstand der Fotografie“. Nina Schedlmayer setzt sich ausgehend von Brian O’Dohertys Wahrnehmungstheorie mit Hörtners räumlichen Interventionen auseinander, denen stets eine Analyse des jeweils vorhandenen Raumzusammenhangs vorangeht, um visuelle, politische oder soziale Verschiebung hinsichtlich der Konstellation von Raum und Ort zu evozieren.
Heinz Emigholz arbeitet als Filmemacher, bildender Künstler, Schauspieler und Publizist. Im Rahmen des Symposions über Fotografie XIV zum Thema Krieg im Herbst 1993 lieferte Emigholz mit „Photographie und jenseits“ einen wichtigen Beitrag, der in Camera Austria Nr. 47/48 publiziert wurde. Seine Produktionen in verschiedenen Medien zeugen von einer jenseits kategorialer Zuordnungen möglichen künstlerischen Methode. Das zeigt sich auch im für diese Ausgabe gestalteten Beitrag, der ein Gespräch mit dem Kunst- und Medienwissenschafter Siegfried Zielinski ebenso mit einschließt wie einen Monolog des Künstlers und detaillierte Beschreibungen zu seinen Filmen und Zeichnungen. Durch diese collageartige Praxis „eröffnet Emigholz Zugänge und Zusammenhänge, die ein lineares Erzählen so nicht zu vermitteln erlaubte“, schreibt Marc Ries – ebenfalls in dieser Ausgabe – über Heinz Emigholz‘ jüngstes Buch Das schwarze Schamquadrat.




