Willmann | Camera Austria International 88/2004 | Buch | 978-3-900508-54-8 | www.sack.de

Buch, Englisch, Deutsch, 104 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 466 g

Willmann

Camera Austria International 88/2004


1. Auflage 2004
ISBN: 978-3-900508-54-8
Verlag: Camera Austria

Buch, Englisch, Deutsch, 104 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 466 g

ISBN: 978-3-900508-54-8
Verlag: Camera Austria


Wir haben unsere Zeitschrift immer auch als Forum begriffen, jenseits bzw. über medienimmanente Fragen hinaus, über einen theoretischen, außerkünstlerischen Zugang, den sozialen Gebrauch von fotografischen Bildern zu reflektieren. Zuletzt setzte sich Krystian Woznicki ein Jahr lang in unserer Zeitschrift mit der „Ästhetik der Globalisierung“ (2002/2003) auseinander. Ab der vorliegenden Ausgabe eröffnet Tom Holert seine vierteilige Essayreihe „Massenmedien-Akte: Über visuelle Programierungen des politischen Raumes“, in der er den Versuch unternimmt, „Räume des politischen Handelns als Bildräume zu theoretisieren“.

Markus Schinwald, Aleksandra Mir und Carlos Aires sind jene Künstlerpositionen, die wir in monographischen Beiträgen vorstellen. Aleksandra Mir, die keine Atelierpraxis im eigentlichen Sinn kennt und vor allem auf Projektbasis in unterschiedlichen, der jeweiligen Idee am besten entsprechendem Medium arbeitet, produziert Arbeiten, die auf den einzigartigen Entstehungskontext eingehen, ohne eine „vorfabrizierte Botschaft“ zu vermitteln. Wenn Aleksandra Mir im Hinblick auf ihre (Tanzkurs-) Erfahrungen in Mexico City, die sie in ihrem Beitrag für diese Ausgabe präsentiert, feststellt, dass „neu in einer Klasse zu sein und nicht hineinzupassen, wohl eine der verbreitetsten menschlichen Entfremdungserfahrungen“ ist, so dürften Markus Schinwald in diesem Zusammenhang am ehestens die körperlichen (Selbst-) Zurichtungen interessieren, derer sich Mir hier als Teil des sozialen Miteinanders auch hingibt. Denn „die Arbeiten von Markus Schinwald scheinen beständig Themenkomplexe rund um den Körper als kulturelles Konstrukt aufzugreifen und aufzuwerfen, zu aktualisieren und vor allem zu kontextualisieren“.

In Bezug auf die Fotografien von Carlos Aires, der in der Gruppenausstellung „Double Check“ vertreten sein wird, die Camera Austria von 5. Februar bis 23. März 2005 zeigt, stellt Marina Grzinic fest, dass sie in Zusammenhang stehen mit „Formen des Protests gegen zeitgenössische urbane Arbeits- und Lebensbedingungen.“ Auch in Aires‘ Arbeit geht es – wie bei Aleksandra Mir und Markus Schinwald – darum, den Gegensatz zwischen High- und Low-Culture aufzubrechen.

In ihrem Beitrag „Neuankömmlinge in der Welt des Spektakels“ schließlich rekapituliert Ekaterina Degot die letzten 20 Jahre der zeitgenössischen russischen Kunstproduktion angesichts des gewandelten künstlerischen Selbstverständnisses in einer postkommunistischen Gesellschaft und stellt mit Boris Michailov (vgl. Camera Austria Nr. 42/1993, S. 17 – 38 und Camera Austria Nr. 43/44/1993, S. 65 – 69), Igor Muchin, Sergej Bratkov und Olga Tschernischewa sowie mit den Gruppen AES + F, Factory of Found Clothes sowie Blue Noses bedeutende Positionen zeitgenössischer russischer Fotografie, Video- und Performancekunst vor.

In der Sektion Nachrichten haben wir entgegen unserer üblichen Praxis, aber u.a. aufgrund kulturpolitisch brisanter Ereignisse gleich drei externe Autorinnen eingeladen in der für diese Rubrik gebotenen Kürze kritisch für uns zu kommentieren: Urte Helduser schreibt über die Vergabe des Literatur-Nobelpreises an die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek und über die Reaktionen im deutschsprachigen Feuilleton, Elvira Pichler räsoniert über die Eröffnung der Flick-Collection im Hamburger Bahnhof im vergangenen Herbst in Berlin, Kathrin Busch hat für uns einen Nachruf auf Jacques Derrida verfasst.

Die Rubriken FORUM – in der sich junge KünstlerInnen mit einem Ausschnitt ihres Werkes erstmals einem größeren Publikum präsentieren – sowie die Rubrik Ausstellungen und Bücher mit zahlreichen kritischen Besprechungen und eine Liste der jüngsten empfehlenswerten Neuerscheinungen im Bereich der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie komplettieren wie immer auch diese Ausgabe.

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