Willmann | Camera Austria International 90/2005 | Buch | 978-3-900508-56-2 | www.sack.de

Buch, Englisch, Deutsch, 108 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 490 g

Willmann

Camera Austria International 90/2005


1. Auflage 2005
ISBN: 978-3-900508-56-2
Verlag: Camera Austria

Buch, Englisch, Deutsch, 108 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 490 g

ISBN: 978-3-900508-56-2
Verlag: Camera Austria


Das Covermotiv der vorliegenden Ausgabe von Camera Austria zeigt zwei Aborigine-Frauen im spielerischen Kampf mit einer unterlegenen Weißen und führt direkt in die Thematik der Australischen Künstlerin Destiny Deacon ein: Deacon, selbst indigener Herkunft, „umkreist die Lebenswelt indigener australischer Frauen und den damit verbundenen Sexismus, die Auswirkungen von Kolonialismus, von Diskriminierung, von Armut und die kommerziellen und medialen Bilder, die von australischen UreinwohnerInnen existieren.“ Im Gespräch mit der Künstlerin zeigt Hildegund Amanshauser die Aborigine-Fantasien des weißen Australiens auf, denen die Künstlerin – die im europäischen Rezeptionszusammenhängen in der Hauptsache für ihre Fotografien, Videoarbeiten und Installationen (u. a. auf der „documenta“ 2002) bekannt wurde – einen anderen Kontext zu geben versucht.

Auch die Arbeit der kroatischen Künstlerin Sanja Ivekovic ist seit den frühen siebziger Jahren von einem feministischen Interesse geleitet: In ihr geht es um bildliche Repräsentationen insbesondere von Frauen und ihrer Subjektkonstitution durch das öffentliche, private, mediale und künstlerische Bild, wie Natasa Ilic in ihrem Beitrag verdeutlicht: „In ihren Performances, Videos, Installationen, Aktionen im öffentlichen Raum, Medienarbeiten und aktivistischen Projekten hat die Künstlerin eine Vielfalt persönlicher Themen in den Bereich der Öffentlichkeit und der Medien transponiert und dabei deren politisches Potenzial sowie deren soziale Auswirkungen aufgezeigt. Ihre Arbeiten untersuchen die Krisenzonen von Repräsentationsregimes und die ihnen zugrunde liegenden ideologischen Positionen“.

Anders als Destiny Deacon und Sanja Ivecovic, deren Arbeiten sich auch vor dem Hintergrund der eigenen Biografie entwickelt haben, versucht der deutsche Fotokünstler Peter Riedlinger aus der Position des neutralen Beobachters einen Einblick in die „dramatischen Veränderungen in den als Greater Jerusalem bekannten Außenbezirken der Stadt“ zu geben. Riedlingers Fotografien sind dabei „von dem politischen Willen getragen, Zeitzeugenschaft abzulegen, sie enthalten sich jedoch eines wertenden Kommentars. Diese Struktur der Präsentation und Repräsentation von Bildern und Macht lässt uns die wechselseitige Abhängigkeit der Gemeinden und das offensichtliche Kontroll- und Überwachungsdesign sowie das Kaputte des Ganzen erkennen“, kommentiert Shaheen Merali Riedlingers hier vorgestellte Serie „us / them II“.

Anders als die explizit von politischen Interessen geleiteten künstlerischen Arbeiten und theoretischen Beiträge in dieser Ausgabe, ist der große Beitrag von Daniel Buren eher kunst- und kulturtheoretisch gerahmt, geht es in ihm doch auch um eine kritische Reflexion künstlerischer Strategien in den sechziger Jahren. Seine aktuelle architektonische Intervention im New Yorker Guggenheim Museum war also nicht der unmittelbare Anlass für uns, Daniel Buren einzuladen. Vielmehr interessierte uns seine spezifische Verwendung des Mediums Fotografie, gibt dieses doch über seine temporären In-Situ-Arbeiten Auskunft, mit denen Buren vor allem bekannt wurde. Im Gespräch mit Andreas Reiter Raabe, erläutert er das erste Mal ausführlich seinen Gebrauch von und Zugang zu Fotografie und spricht weiters über die Funktion seiner Künstlerbücher. Speziell für Camera Austria hat Buren eine sechsseitige Bildstrecke mit seinen als „photos-souvenirs“ definierten Arbeiten gestaltet, die auch seine Anwendung von Farbe auf besondere Weise sichtbar werden lässt. Dem „Meer der Farben und der Fahnen“ im Rahmen jüngster politischer Debatten gilt das Interesse Tom Holerts, der im dritten Teil seiner Essayreihe einen weiteren Aspekt der visuellen Kultur scharfsinnig analysiert.

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