Willmann | Camera Austria International 68/1999 | Buch | 978-3-900508-29-6 | www.sack.de

Buch, Englisch, Deutsch, 112 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 295 mm, Gewicht: 470 g

Willmann

Camera Austria International 68/1999


Erscheinungsjahr 1999
ISBN: 978-3-900508-29-6
Verlag: Camera Austria

Buch, Englisch, Deutsch, 112 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 295 mm, Gewicht: 470 g

ISBN: 978-3-900508-29-6
Verlag: Camera Austria


Mit CAMERA AUSTRIA Nr. 68 stellen wir künstlerische Positionen vor, die ein verbindendes Moment aufweisen: Alle vier Künstler – Daan van Golden, Gregor Schneider, Hans Schabus und Gottfried Bechtold – beschreiben in ihrer fotografischen Arbeit die Erfahrung von Raum. Nun könnte man leicht sagen, dass dies auf jede künstlerische Arbeit zutrifft. Wichtig erscheint uns jedoch, dass Raum hier als eine Kategorie aufgefasst wird, die sich nicht unbedingt rückbinden lässt an konkrete lokale Gegebenheiten, sondern die viel treffender beschrieben ist als subjektiver Erfahungs- oder Erinnerungsraum.
Gottfried Bechtold und Hans Schabus folgen einer Idee von Skulptur, in der sich die Arbeit nicht als örtliche Manifestation zeigen muss, vielmehr wird die Erfahrung von Raum als Erfahrung von Zeit wichtig. Dieser Ansatz führt zu einem grenzüberschreitendem Einsatz künstlerischer Mittel, unter anderem arbeiten beide mit dem Medium Fotografie und Film bzw. Video. Sowohl die Ausstellung – die im September in der Galerie CAMERA AUSTRIA eröffnet worden war – wie auch der Beitrag zu dieser Ausgabe sind in Zusammenhang mit dem Projekt „fotoprofile“ entstanden, zu dem die Kunstsektion des Bundeskanzleramtes anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Fotografie-Förderung in Österreich eingeladen hatte. Uns war es ein Anliegen, nicht nur Arbeiten zu präsentieren, die sich bereits in der umfangreichen Sammlung des Bundes befinden, sondern die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit öffentlicher Förderung von künstlericher und institutioneller Arbeit auf dem Gebiet der Fotografie mit dieser exemplarischen Zusammenarbeit zwischen Gottfried Bechtold und Hans Schabus nachzuweisen: So eröffnet sich mit diesem Projekt sowohl ein Dialog zwischen verschiedenen Generationen bildender Künstler als auch die Diskussion aktueller künstlerischer Positionierungen.
Grundlage und Zentrum der Arbeit von Gregor Schneider ist sein legendäres „Haus u r“ in Rheydt. Seit fünfzehn Jahren setzt der Künstler hier Wand vor Wand, so dass der ursprüngliche Zustand des Hauses kaum mehr rekonstruierbar ist. Es ist eine Arbeit, die absolut an den konkreten Ort gebunden ist, gleichzeitig aber über diesen Ort hinausweist. Für Schneider selbst bedeutet seine Arbeit am Bau des »Hauses u r« eine Art Leerlauf von Handlung, ein „Totmachen von Ökonomie“. In diesem Sinne wird mit der Arbeit ein nicht zielorientierter sondern selbstreferentieller Prozess in Gang gesetzt. Gleichermaßen bringt Schneider aber durch seine oft minimalen Eingriffe den Bewegungs- und Wahrnehmungsapparat des Betrachters ins Wanken, konfrontiert er ihn auf subtile Weise mit eigenen Ängsten, mit der eigenen unterdrückten Gewalt.

Mitte der achtziger Jahre hat uns Henk Tas auf den Einfluss der Arbeit Daan van Goldens auf die jüngere niederländische Künstlergeneration hingewiesen, und seitdem bestand der Wunsch, seine Arbeiten in CAMERA AUSTRIA zu präsentieren: Van Golden hat sich entschieden, aus seinem komplexen malerischen und fotografischen Werk eine Serie von Bildern zusammenzustellen, die um die Person und das Erwachsenwerden seiner Tochter kreisen und Landschaften / Räume der Erinnerungen freisetzen.
Der deutsche Konzeptkünstler Hans-Peter Feldmann erhält 1999 den CAMERA AUSTRIA-PREIS der Stadt Graz für internationale Fotografie. Dieser seit 1989 zweijährig vergebene, von der Stadt Graz in Anerkennung der internationalen Bedeutung der Zeitschrift CAMERA AUSTRIA gestiftete Preis ist mit öS 200.000,- dotiert. Der Preis wurde Hans-Peter Feldmann am Freitag, den 3. Dezember 1999 in den Redaktionsräumen der CAMERA AUSTRIA im Rahmen einer Präsentation seiner Künstlerbücher übergeben.
Nach Beendigung ihrer Tätigkeit als Intendantin des Festivals steirischer herbst Ende 1999 wird sich unsere Chefredakteurin Christine Frisinghelli nun wieder verstärkt für CAMERA AUSTRIA einsetzen und in der Zukunft den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Ausstellungstätigkeit, Symposien und Vermittlung legen. Wir freuen uns sehr über ihre Wiederkehr!

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