Willmann / Röbl / Lübbke | Camera Austria International 67/1999 | Buch | 978-3-900508-27-2 | www.sack.de

Buch, Englisch, Deutsch, 120 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 295 mm, Gewicht: 470 g

Willmann / Röbl / Lübbke

Camera Austria International 67/1999


Erscheinungsjahr 1999
ISBN: 978-3-900508-27-2
Verlag: Camera Austria

Buch, Englisch, Deutsch, 120 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 295 mm, Gewicht: 470 g

ISBN: 978-3-900508-27-2
Verlag: Camera Austria


Im Zuge der Recherchen zu unserer letzten Nummer, CAMERA AUSTRIA 66, die unter dem Thema „Tatort“ stand und unter anderem einen Beitrag Diedrich Diederichsens beinhaltete, der sich der Frage des politischen Gedenkens mittels fotografischer Bilder widmete, stießen wir auf die neuesten Arbeiten von Gustav Metzger (geb. 1926). Metzger wurde in den sechziger Jahren mit Manifesten und „Lecture/Demonstrations“ seiner auto-kreativen und auto-destruktiven Kunst (Auto-Destructive Art (ADA) bekannt; sein politsches Engagement sowie seine kompromißlose Kritik am Kunstbetrieb ließen ihn 1977 den „Art Strike“ ausrufen und die künstlerische Produktion zugunsten von Reflexion und theoretischer Beschäftigung zurückstellen.
Dass Gustav Metzger heute wieder vermehrt in Erscheinung tritt, hat nicht nur mit der fortschreitenden kunsthistorischen Aufarbeitung künstlerischer Manifestationen der sechziger Jahre zu tun, sondern auch damit, daß sich Metzger einem neuen Feld der künstlerischen Arbeit, seiner Werkserie der „Historic Photographs“ zugewandt hat. Darin widmet er sich Bildern, die unmittelbar mit der politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft sind – dokumentarischen Fotografien aus der Zeit des Nationalsozialismus, dem Krieg in/um Israel, von terroristischen Bombenanschlägen bis hin zu den jüngsten Ereignissen in Ex-Jugoslawien, Bildern des Schreckens – Höhepunkten von Zerstörung und Chaos.
Für die vorliegende Nummer erklärte sich Gustav Metzger bereit, ein bisher unveröffentlichtes Manuskript – den ersten Entwurf zu den „Historic Photographs“, die er ursprünglich „Killing Fields“ nannte – zu bearbeiten. Aus dem Text wird seine Bemühung um neue Formen der Ausstellungs- und Werkgestaltung bzw. Möglichkeiten der künstlerischen Vermittlung von historischen Ereignissen deutlich, deren kritische Wahrnehmung durch vielfach publizierte Pressefotos nahezu unmöglich geworden ist. Die Realisation dieses Konzeptes in immer variierten Installationen zeigen Ansichten der „Historic Photographs“ aus der Spacex Gallery in Exeter, dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, dem Kunstraum München, dem Museum of Modern Art in Oxford und der Kunsthalle Nürnberg, die Metzgers Textbeitrag illustrieren. Ikonen der Pressefotografie werden in verschiedenen skulpturalen Werken dem Betrachter zunächst entzogen, durch verschiedenste, teilweise vom Betrachter aufzudeckende „Covers“ verborgen. Der so entstehende Erfahrungsraum der Ausstellung ermöglicht einen neuen Zugang zu diesen Bildern, eine Verunsicherung des Betrachters, jedenfalls aber eine Verzögerung der Wahrnehmung und die Möglichkeit, sich mit der Geschichte eines Jahrhunderts voller Gewalt auseinanderzusetzen.

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